Dreame SF25 im Test: Entsorgt Speisereste
Der SF25 arbeitet wie ein kleiner Thermokomposter: Er zerkleinert Küchenabfälle und trocknet sie, was die Müllmenge reduziert und Dünger für Garten und Balkon produziert.
Wer viel kocht, kennt das: Speisereste füllen die Müll- oder Biotonne im Handumdrehen. Und wer auf Idee kommt, grobe Reste übers Abwasser zu entsorgen, hat über kurz oder lang mit einem verstopften Abfluss zu kämpfen. Dreame bietet mit dem SF25 eine kompakte Recycling-Lösung für die Küche. D...
Wer viel kocht, kennt das: Speisereste füllen die Müll- oder Biotonne im Handumdrehen. Und wer auf Idee kommt, grobe Reste übers Abwasser zu entsorgen, hat über kurz oder lang mit einem verstopften Abfluss zu kämpfen.
Dreame bietet mit dem SF25 eine kompakte Recycling-Lösung für die Küche. Der kleine Kasten beherbergt neben einem Geruchsfilter, der mit Aktivkohle gefüllt ist, einen stabilen Eimer aus Metall. Dieser fasst bis zu 2,5 Liter an Küchenabfällen und zerkleinert sie nach dem Einschalten mit drei rotierenden Klingen, die sich abwechselnd im und gegen den Uhrzeigersinn drehen. Dabei wird das Substrat erhitzt und getrocknet – am Ende hat man statt einem Haufen feuchter Nahrungsreste ein trockenes Pulver mit bis zu 90 Prozent weniger Volumen.
Stabiler Kasten, einfach zu bedienen
Sehr gut ist die Materialqualität des SF25. Der Eimer für die Speiseabfälle besteht nicht aus Plastik, sondern aus Aluminium mit Nano-Keramik-Beschichtung – was auch in Hinsicht auf Gerüche sinnvoll ist, die an Kunststoff über kurz oder lang haften bleiben. Nachteil: Das Gerät wiegt satte 8 Kilogramm, man sollte also einen dauerhaften Stellplatz finden. Mit Maßen von 194 × 305 × 377 mm muss der nicht allzu groß sein, sollte aber ausreichend Abstand zu Wänden haben, denn das Gehäuse wird warm.
Gesteuert wird der SF25 über ein Touchfeld oben am Gerät. Nach dem Einschalten erscheinen die Bedienflächen, die sehr gut auf Berührung reagieren. Die Funktionen sind entsprechend der Anwendung überschaubar, wie das Bild unten zeigt.
Ein Durchgang dauert sechs Stunden
Sind die Abfälle des Tages im Eimer, startet man die Kompostierung. Am besten über Nacht, denn das Prozedere dauert lange: Bei vollem Behälter arbeitet der Dreame 6 Stunden, bei weniger Beladung verkürzt sich sein Einsatz etwas - ein Sensor passt die Laufzeit an.
Das tut er leise, wenn der SF25 nicht grade neben der Schlafstätte steht, stört er nicht. Über eine womöglich horrende Stromrechnung muss man sich auch keinen Kopf machen: Der Dreame verbraucht laut Hersteller nur ca. 0,56 Watt pro Einsatz – das ist sehr wenig. Wenn man einen Strompreis von 40 Euro/kWh zu Grunde legt, reden wir von 22 Cent pro Durchgang.
Funktioniert es?
Die Spannung am nächsten Morgen war groß: Funktioniert die Sache, wie versprochen? Tut sie. Zwar war in unserem Fall das Ergebnis nicht so fein gemahlen wie auf den Herstellerbildern, doch die ehemals feuchten Küchenabfälle hat der Dreame in ein Häufchen trockenes Pulver verwandelt, das sich gut als Dünger nutzen lässt.
Zur Geruchsneutralisierung nutzt der SF25 einen Aktivkohlefilter. Dreame empfiehlt bei täglicher Nutzung einen Wechsel alle 6 Monate. Wenn man den Filter regelmäßig unter fließendem Wasser auswäscht, lässt sich seine Lebensdauer auf rund 8 Monate verlängern.
Nach Gebrauch kann man die Selbstreinigung aktivieren. Dazu füllt man Wasser in den Behälter, startet das Programm und wartet rund 3:30 Stunden. Im Test war der Eimer sauber, aber den geriffelten Metalleinsatz im Inneren mussten wir nachputzen. Da kann man gleich den ganzen Behälter von Hand reinigen, das geht schneller und spart Strom. Dank der Beschichtung aus Nano-Keramik bleibt nichts kleben.
Fazit: Clevere Lösung für Speisereste
Der Dreame SF25 überzeugt mit hochwertiger Materialqualität, sehr guten Resultaten und einfacher Bedienung. Wer keinen Garten mit Kompost hat, seine Küchenabfälle aber als Dünger nutzen will, findet hier eine praktikable Lösung. Haushalte ohne Biotonne können mit dem SF25 die Abfallmenge drastisch reduzieren.