Dreame AP10 im Test: Luftreiniger für Haustier-Haushalte
Weniger Schadstoffe, weniger Tierhaare: Der Dreame AP10 will für saubere Luft sorgen. Klappt das?
Saubere Luft in Wohnräumen ist wichtig für die Gesundheit. Vor allem im Winter ist die Qualität nach dem Lüften oft noch schlechter als vorher. Dreame bietet mit dem AP10 einen Luftreiniger, der die Feinstaubbelastung senkt und zudem speziell für Haustiere geeignet ist.Spezielle Features für H...
Saubere Luft in Wohnräumen ist wichtig für die Gesundheit. Vor allem im Winter ist die Qualität nach dem Lüften oft noch schlechter als vorher. Dreame bietet mit dem AP10 einen Luftreiniger, der die Feinstaubbelastung senkt und zudem speziell für Haustiere geeignet ist.
Spezielle Features für Haustiere
Letzteres zeigt sich schon im Design: Der AP10 (UVP: 399 Euro) hat oben eine runde Platte, auf der sich eine Katze niederlassen kann (siehe Aufmacherbild). Als Gimmick liefert Dreame eine Pappscheibe mit, die zumindest kurze Zeit als Kratzbaum dienen kann. Auch eine Angel mit Feder liegt bei und den Karton kann man zum Katzenhaus umbauen.
Zudem lässt sich in der App ein Laserpointer aktivieren, der im Zufallsmodus einen roten Lichtpunkt nahe des AP10-Standorts auf den Boden wirft und die Fellnasen zum Spielen animieren soll. Unsere Testkatzen waren allerdings mäßig interessiert.
Fünfstufiger Filter mit UVC und Ionen
Kommen wir zur Hauptsache: dem Filter. Der ist fünfstufig aufgebaut: Hauptelement ist ein austauschbarer Einsatz, der aus zwei Schichten besteht. Die erste filtert feine Partikel wie PM2,5, dahinter sitzt ein Aktivkohlefilter, der Gerüche beseitigen soll. Über die ganze Einheit kommt noch ein Baumwollbezug, der Haare, Staub und andere größere Teile einfängt (ein weiterer als Ersatz liegt bei).
Im Inneren schaltet sich nach Aktivierung in der App UVC-Licht ein, das Viren und Bakterien eliminiert. Zudem kann der AP10 negative Ionen erzeugen, um PM2,5, Pollen und andere Mikropartikel effektiver einzufangen und Gerüche besser zu zersetzen.
Beim Zusammenbau wichtig: Der AP10 schaltet sich nur ein, wenn die Abdeckung fest sitzt und den Innenraum abschließt. Das ist vor allem im Hinblick auf den UVC-Einsatz wichtig, da das ultraviolette Licht schädlich für die Augen ist und nicht nach außen dringen sollte.
Laut Dreame bietet der AP10 eine Partikel-CADR von 430 m³/h, eine Formaldehyd-CADR von 200 m³/h und erfasst 99,9 % der Schwebepartikel. CADR steht für Clean Air Delivery Rate, beziffert also die Menge an gereinigter Luft, die das Gerät pro Stunde liefern kann.
Schnelle Reinigung
Wir haben die Wirksamkeit des AP10 mit dem Luftqualitäts‑Monitor Airthings View Plus (hier unser Test) überprüft. Als Testraum dienten uns Küche und Wohnzimmer in einer Galeriewohnung mit ca. 33 Quadratmetern Grundfläche, nach oben erstreckt sich der Raum auf bis zu 6 Meter Höhe. Kein einfacher Job also. Dennoch gute Nachrichten: Die nach dem Lüften und Kochen durch Feinstaubpartikel belastete Luft hat der AP10 stets in recht kurzer Zeit gereinigt.
Wer Haustiere hat, kann den entsprechenden Modus einschalten – der ist allerdings sehr laut und eignet sich nur für den Kurzeinsatz. Anders sieht's im Automatik- oder Nachbetrieb aus, hier arbeitet der AP10 angenehm leise. Haare sammelt er auch im Auto-Mode, wie unser Kollege, der zwei Katzen hat, bestätigt. Nach vier Wochen war der schwarze Textilmantel voller Haare. Das freilich nur im näheren Umkreis des Luftreinigers, den Staubsauger ersetzt der AP10 nicht. Nach dem Anzünden des Kamins legte er im Automatikbetrieb ebenfalls zuverlässig einen Zahn zu und holte die Rauchpartikel aus der Luft.
Das Netzkabel ist laut Dreame biss- und stoßfest, zudem ist der Luftreiniger durch einen Kippschutz gesichert – mehr als 22 Grad lässt er sich nicht neigen, auch wenn Kinder und Haustiere beim Toben über die Stränge schlagen.
Gerüche reduziert der AP10 ebenfalls, sowohl von Tieren als als auch vom Kochen. Wunder darf man hier aber nicht erwarten.
Fazit: Praktikable Lösung mit Extras für Tierbesitzer
Der Sensor des AP10 beschränkt sich auf die Erfassung von PM2,5, Infos zu anderen Schadstoffen wie VOC liefert er nicht. Auch ist die Darstellung der Messwerte in der App verbesserungswürdig. Seinen Job macht der Dreame aber gut: Er reinigt die Luft in kurzer Zeit, ist relativ kompakt und arbeitet im Automatikbetrieb angenehm leise. Die Gimmicks für Haustiere sind eine nette Zugabe.