Testbericht

Gigaset C385

Nachdem Siemens das Thema Strahlungsreduktion lange Zeit  außen vor gelassen hatte - hinter vorgehaltener Hand hieß es, man wolle keine schlafenden Hunde wecken - hat der Konzern vor einiger Zeit eine 180-Grad-Wende vollzogen und geht das Thema nun offensiv an

Inhalt
  1. Gigaset C385
  2. Datenblatt
  3. Wertung

© Archiv

Testbericht Gigaset C385
EUR 34,99

Pro

  • Voll-Eco-Mode
  • hochwertiger Anrufbeantworter

Contra

  • Basis nicht IP-fähig
51,8%

Öko steht in der Vermarktung ganz oben, wobei Siemens neben der Strahlungsreduktion die Absenkung des Stromverbrauchs bewirbt. Das haben die Entwickler in Bocholt, wo Siemens Schnurlostelefone fertigt, in erster Linie durch den Einsatz von stromsparenden Schaltnetzteilen geschafft.

Wobei hier nicht allein die Ökologie treibende Kraft war: Seit der Kupferpreis explodiert, sind klassische Netzteile mit hohem Kupferanteil deutlich teurer. Wie auch immer, für Kunde und Umwelt zahlt sich die Sache aus: Das Schaltnetzteil des Testkandidaten Gigaset C385  genehmigte sich in der Mixmessung gerade mal 1,7 Watt.

Neue Wege bei der Strahlungsreduktion

Auch beim Thema Strahlungsreduktion geht Siemens neue Wege: Neben den bereits bekannten Verfahren, setzen die Ingenieure beim C385 und dem Schwestermodell C380 ohne Anrufbeantworter erstmals den Voll-Eco-Mode (bei Siemens Eco+ genannt) ein. Einzige Voraussetzung: Jedes eingebuchte Mobilteil muss Eco+ unterstützen, sonst deaktiviert sich der Modus.

Die Entwicklung des neuen Verfahrens war keinesfalls trivial, da der bisherige permanente Funkkontakt zwischen Basis und Mobilteil durchaus seinen Sinn hatte. So konnte die Basis bei Bedarf sofort einen Funkkanal und einen Zeitschlitz für ein ankommendes oder abgehendes Gespräch reservieren. Bei Eco+ verständigen sich, vereinfacht gesagt, Basis und Mobilteil in telefonfreien Zeiten auf einen Kanal, dann schaltet  sich die Basis ab.

Das Mobilteil muss nun permanent diesen Kanal scannen und prüfen, ob und in welchem Zeitschlitz sich die Basis mit einem Anruf meldet. Das kostet Zeit: So kann es schon mal zwei Sekunden länger dauern, bis das Mobilteil klingelt. Auch verbraucht der Scan-Vorgang Strom für den Synthesizer des Empfängers im Mobilteil. Das wirkt sich spürbar auf die Ausdauer aus: Bei eingeschaltetem Eco+ sinkt die Standby-Zeit des C385 von 251 auf rund 139 Stunden, was aber immer noch viel ist.

Jede Menge Telefonkomfort

Ansonsten muss der Kunde wenig Kompromisse eingehen: Das C385 bietet alles, was man sich von einem Telefon wünschen kann - von der Freisprecheinrichtung über ein Telefonbuch für 150 Einträge bis zu einem hochwertigen Anrufbeantworter. Das Gehäuse macht einen wertigen, wenn auch keinen edlen Eindruck. Das Mobilteil ist solide, die Tasten sitzen fest, ohne wie bei früheren C-Modellen zu wackeln.

Generell lässt sich das C385 dank guter Menüführung einfach bedienen. Auch die Sprachqualität ist top - hier profitiert das Mobilteil von den hochwertigen Lautsprechern, die es deshalb intus hat, weil es den Sprachverbesserer CAT-iq beherrscht. Der nutzt dem Kunden jedoch erst mal wenig, da die Basis nicht IP-fähig ist; wer CAT-iq einsetzen will, muss erst eine entsprechende Basis kaufen.

Vom Fleck weg alles bietet der Anrufbeantworter, der mit Fernabfrage, Restspeicherangabe und 25 Minuten Aufnahmezeit verwöhnt. Kurzum: Das C385 ist ausstattungsseitig auf der Höhe der Zeit - und bietet modernste Strahlungsreduktion dazu.

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