Testbericht

Ausstattung

Ausstattung: Gute Hardware-Basis

Das Display genügt aktuellen Oberklasse-Standards, auf 5 Zoll werden 1920 x 1080 Pixel angezeigt, eine scharfe Darstellung ist also garantiert. Kontraste, Helligkeit, Farben - alles stimmt hier, einzig bei direktem Sonnenlicht stört die etwas zu stark spiegelnde Glasoberfläche das Vergnügen. Auch bei der Ausstattung sind es nur kleine Details, die den sehr guten Gesamteindruck etwas trüben. Huawei hat im Prinzip alle wichtigen Funktionen und Standards integriert, aber es fehlt die Unterstützung für das schnelle ac-WLAN, zudem zeigt das Radio keine RDS-Informationen an.

Der Prozessor ist zumindest in Europa ein Exot. Während nahezu alle Hersteller ihre Topmodelle mit Qualcomm-Chips der Snapdragon-Serie ausstatten, setzt Huawei auf die Eigenentwicklung Hisilicon Kirin 910T, deren vier Kerne mit 1,8 GHz takten. 2 GB Arbeitsspeicher sorgen zwar für exzellente Multitasking-Fähigkeiten, aber Benchmarks zeigen, dass die Rechenleistung hinter Qualcomm- und auch Apple-Smartphones wie das iPhone 5s zurückfällt. Im Alltag spürt man dieses Defizit aber nicht, das System (Android 4.4.2) reagiert immer sehr flott auf Eingaben. Poweruser und aufwendige 3-D-Spiele dürften dem Ascend P7 allerdings die Grenzen aufzeigen.

Kamera: Der Selfie-König

Die Kamera-Ausstattung ist dagegen hervorragend, das machen schon die technischen Eckdaten der Frontkamera klar. Mit 8 Megapixeln Auflösung und einer relativ lichtstarken Blende ist das Ascend P7 eine ideale Wahl für Selbstportraits mit dem Smartphone, neudeutsch "Selfies" genannt. Es gibt sogar eine Panoramafunktion für Gruppen-Selbstporträts ("Groufie"), die drei Einzelbilder zu einer Aufnahme zusammenrechnet.

Huawei P7

© Huawei

PASSGENAU Alle Bauteile sind mit hoher Präzision gefertigt, das zeigt der Blick auf den Metallrahmen.

Die Hauptkamera auf der Rückseite knipst Fotos mit maximal 13 Megapixeln, dabei ist die Bildqualität top und bei guten Lichtverhältnissen auf einer Stufe mit dem Xperia Z2 und dem Galaxy S5. Nur wenn es dunkler wird, fällt die Kamera des Ascend P7 etwas zurück und ein Klassenunterschied macht sich bemerkbar. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau, für ein Smartphone fertigt das Ascend P7 sehr gute Bilder.

Hinzu kommt, dass die Kamera schnell einsatzbereit ist und außerordentlich viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten und Extras bietet, zum Beispiel einen Schnappschuss-Modus, der fast verzögerungsfrei ein Foto in den Speicher bannt, wenn man zwei Mal hintereinander auf die Leiser-Taste drückt. Apropos Speicher: Von den 16 GB stehen ab Werk knappe 12 GB zu Verfügung. Wer mehr braucht, kann mit bis zu 32 GB großen Micro-SDKarten nachlegen.

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