Testbericht

Klipsch RF-52

12.8.2010 von Redaktion connect und Bernhard Rietschel

Wer sich einmal an die Feindynamik und Impulsschnelle der RF-52 gewöhnt hat, will sie nicht mehr missen.

ca. 1:10 Min
Testbericht
  1. Klipsch RF-52
  2. Datenblatt
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© Archiv

Die immensen Abbildungs-Qualitäten verdankt die Klipsch RF-52  einem veritablen kleinen Hochtonhorn mit Einzoll-Titantreiber, das schon ab 1900 Hertz eingreift. Was hier an Schall herauskommt, erreicht das Ohr gebündelter, mit weniger indirektem Schall und damit intakteren Zeitbezügen. Zudem hat der Trichtertöner ein sehr gutes Ansprechverhalten gerade auch für kleine bis winzige Schallereignisse, die in konventionellen Chassis gerne einer gewissen allgemeinen Trägheit zum Opfer fallen.

Es ist also technisch begründbar, warum ausgerechnet die Klipsch die erste und einzige Box im Test war, die im Finale I von Wagners Götterdämmerung (Haitink, EMI) nicht nur den Tenor zentimetergenau auf der Bühne festpinnte, sondern um die Stimme herum einen fein ausklingenden Nachhall aufspürte, der den anderen Boxen schlicht entgangen war. Wer sich einmal an die Feindynamik und Impulsschnelle der RF-52 gewöhnt hat, findet die Bemühungen selbst einer Heco reichlich flau und flach.

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Das Horn in der Klipsch-typischen "Tractrix"-Form ist Teil der Schallwandblende.
© Archiv

Nur wird sich nicht jeder an die Klipsch gewöhnen wollen, denn die Box ist nicht wirklich neutral. Wilde tonale Extravaganzen leisten sich moderne Klipschs nicht mehr, da macht auch die RF-52 keine Ausnahme. Es bleiben Eigenheiten, die selbst Fans nicht lieben dürften. Eine Verdichtung im Präsenzbereich etwa - ungefähr da, wo sich die Cabasse so markant zurückhielt - ist nicht wegzutunen. Laut gehört, etwa mit "Ass Pocket Full Of Whisky" von R. L. Burnside (Matador; Vinyl Classics), kann die Klipsch so direkt werden, dass zart besaitete Zeitgenossen um die Unversehrtheit ihrer Brillengläser bangen."Das ist nicht mehr schön", sagen manche. "... aber notwendig", ergänzen andere. Einigen kann man sich immerhin darauf, dass die schlanke Klipsch als einzige Box im Test problemlos in Wandnähe spielen kann, ja sogar spielen sollte.

Klipsch RF 52

Klipsch RF 52
Hersteller Klipsch
Preis 800.00 €
Wertung 71.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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