Kopfhörer und Bluetooth-Empfänger

Ultrasone Performance 880 & Sirius im Test

14.10.2021 von Andreas Günther

Ein neuer Standard, die Batterie macht schlapp – was Besitzer von Mobilkopfhörern fürchten, lässt Ultrasone kalt. Denn dieser Kopfhörer ist selbst für Ewigkeiten gebaut, die Meister aus Bayern vertrauen Bluetooth und Kraft einem externen Modul an. Lesen Sie unseren Test zum Performance 880 & Sirius von Ultrasone.

ca. 2:45 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Ultrasone Performance 880 & Sirius im Test
Die Bayern zaubern erstaunlich viel Atmosphäre in das große, weite Klangbild des Performance 880 von Ultrasone.
© Ultrasone

Pro

  • Nachhaltig
  • Tolle Abbildung
  • Warmer und weiter Klang
  • Großer Lieferumfang

Contra

Fazit

stereoplay-Testurteil: 73 Punkte; Klang "50 von 70"; Preis/Leistung "sehr gut"

Viele Bluetooth-Kopfhörer hat stereoplay in jüngster Zeit getestet. Und viele Bedenken von Lesern zugetragen bekommen: wenn die Batterie ihr Lebensalter erreicht hat, was dann? Kann man sie austauschen? Hat der Hersteller noch Ersatzteile auf Lager? Oder wenn sich ein neuer technischer Standard etabliert.

Im Sinne der Nachhaltigkeit beim Kopfhörer Ultrasone Performance 880 schauen wir einfach auf die Webseite des Herstellers. Hier sind Kopfhörer und Elektronik getrennt. Der Performance 880 ist ein Manufaktur-Kopfhörer im Preisbereich, wo es anderswo integrierte Massenware gibt.

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Wo man High-End-Gefühl erhält: Dieser Kopfhörer kommt mit gleich zwei unterschiedlichen Ohrpolstern daher. Vom Werk aus naht eine Version mit Polsterung aus Protein-Leder-Bespannung. Im Inneren aufgebaut aus Memory-Schaum. Mögen wir das nicht, so wechseln wir auf die beigepackte Velours-Version.

Wie spielen wir Musik zu? Im Homeoffice docken wir das beigefügte Kabel auf 3,5er-Klinke und Mikrofon an. Wollen wir hingegen Musik an der High-End-Kombi erleben, dann schwenken wir um auf das ebenfalls beigefügte Kabel mit drei Metern und 6,3er-Adapter. Die Impedanz von 38 Ohm zeigt den wahren Allrounder.

Ultrasone Performance 880 & Sirius im Test: Zubehör Ohrpolster
Schlaue Zugabe: Ultrasone packt in den Lieferumfang ein zweites Paar Ohrpolster hinzu – aus Velours.
© Josef Bleier

Maximal passgenau

Und in der U-Bahn oder im Flieger? Dann empfiehlt sich das Modul „Sirius“ – für 150 Euro nachzuordern. Das ist eine Kombination aus Verstärker und Bluetooth-Empfänger. Einfach auspacken und einstecken, es fällt kaum auf, plus 12 Gramm bleibt ebenso beim Gewicht unauffällig.

Dann den Empfänger aktivieren, und auf dem Smartphone erscheint der Sirius als potenzieller Tonabnehmer. Gelingt in Sekunden. Ultrasone verspricht, dass eine volle Batterieladung für eine Spielzeit von 8 bis 12 Stunden ausreicht.

Das passende Ladekabel liegt bei, für einen kompletten Ladevorgang werden 90 Minuten angesetzt. Was klingt besser? Wir nutzen den Sirius und stecken im Wechsel das 3,5er-Kabel auf, das an einem sehr guten Wandler/Amp liegt. Die Kabelverbindung liegt vorn, vor allem in der Auflösung der Mitten.

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Aber nur haarscharf. Weil die Dongle per Bluetooth über den aptX-Codec wirklich alle audiophilen Werte einbringen will. Das klingt tendenziell wie ein britischer BBC-Monitor. Die Basis aller Information liegt in den Mitten. Die sind unverrückbar. Dazu Luft in den Höhen und ein leicht über-starker Bass in den Tiefen. Das ist nicht neutral im Sinne eines modernen Studiomonitors, aber wunderbar spielfreudig.

Wir haben einige Konkurrenten gehört, doch die Bayern nahe dem Starnberger See zaubern Atmosphäre in ein weites Klangbild. Würde man sie befragen, woran es liegt, so rufen sie laut die hauseigene Technik des „S-Logic Plus“ aus. Das gibt es nur hier.

Ultrasone Performance 880 & Sirius im Test: Sirius
Auf den Millimeter genau: Der Ultrasone Performance 880 ist in der Basis ein klassischer, passiver Kopfhörer. Also kabelgebunden. Wer sich von den Strippen befreien will, ordert den Sirius – ein aktives Bluetooth-Modul. Das wird einfach in den 2,5er-Klinkeneingang in die Ohrmuschel angedockt. Gelingt in Sekunden, ebenso das Pairing mit dem Smartphone.
© Josef Bleier

Die Oberbayern verlegen die titanbeschichtete 40-Millimeter-Membran aus der direkten Achse zum Trommelfell. Sie spielt unten und weiter vorn in der Hörmuschel. Der Schall trifft zuerst auf das Außenohr, was die räumliche Wahrnehmung vergrößern soll. Das gelingt erstaunlich gut.

In den besten Momenten fällt die typisch-kritische Im-Kopf-Ortung weg und die Hörbühne wird vor den Augen aufgebaut. Gerade bei Klassik ist das ein echtes Pfund. Wir lassen die Planeten von Gustav Holst heranfliegen. In einem wunderbar weiten Klang-Universum naht die berühmte Musik zum Kriegsgott Mars. Da deutet sich tatsächlich ein Effekt an, als würden wir vor guten Standboxen sitzen.

Auf den Punkt genau dazu die Ortung. Der leicht angehobene Bass bekommt der Musik ebenfalls. Das wirkt nicht übertrieben. Aber vielleicht bei Pop/ Rock? Nehmen wir Jaco Pastorius, das Genie am bundlosen Bass. In der Tiefe liegt die Melodie-Linie. Da merkt man schon, dass der Performance 880 nicht ganz neutral inszeniert wurde. Doch das kleine Plus, der Punch im Bass harmonieren mit dem Gesamtbild.

Fazit

Eine ungewöhnliche Konstruktion, die sich aber um Nachhaltigkeit und die Umwelt ernsthaft verdient macht. Klanglich sehr auf Wärme und Weite bedacht. Toll die Abbildung. Dazu ein schlauer, großer Lieferumfang. Alles gelingt leicht und perfekt auf den Nutzer zugeschnitten.

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