Preis, Specs und Verkaufsstart

Wiko View 3 Pro im Praxistest: Smartphone mit Triple-Kamera

Für 299 Euro bekommt man beim französischen Smartphone-Hersteller Wiko mit dem View 3 Pro ein Gerät mit Triple-Kamera und Top-Ausstattung. Wir haben das Smartphone im ersten Test.

Wiko View 3 Pro Front

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Das Wiko View 3 Pro kostet 299 Euro und bietet dafür ein 6,3-Zoll-Full-HD-Display, eine Triple-Kamera und eine gute technische Ausstattung.

Wiko ist einer der wenigen Smartphone-Hersteller, der seine Geräte noch in der EU entwirft. Die Franzosen setzen dabei auf eine vornehmlich jugendliche Zielgruppe und etablieren zunehmend eine Fan-Community rund um die Marke. Damit fährt Wiko eine ähnliche Markenstrategie wie Honor. 

Passend dazu möchten die Franzosen gerade preisbewussten Käufern Smartphones mit Top-Ausstattung bieten und setzen so bei ihrem neuen Modell View 3 Pro voll auf den aktuellen Trend im High-End-Segment: Neben viel Speicher und einem großen Akku gibt es eine Triple-Kamera mit Ultra-Weitwinkel. Der Preis ist dabei mit 299 Euro verhältnismäßig niedrig, auch wenn man die restliche Ausstattung betrachtet. Wir konnten uns Wikos neuen Sprössling bereits etwas genauer anschauen und geben im Praxistest einen ersten Eindruck vom Gerät.

Wiko View 3 Pro Rückseite

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Bei der Rückseite des View 3 Pro setzt Wiko auf Glas, das leicht strukturiert ist.

Verarbeitung und Design

Das Wiko View 3 Pro beweist, dass schicke Smartphones schon lange nicht mehr teuer sein müssen und eine gute Verarbeitung eben auch nicht unbedingt. Was man in der Hand spürt, ist ein solides Stück Technik, mit sehr guter und bündiger Verarbeitung – scharfe Kanten sucht man hier vergebens. Dafür findet man eine Rückseite aus Glas, bei unserem Testgerät in der ansehnlichen Farbe Anthracite Blue. Wer genau hinschaut, erkennt die auf der unteren Hälfte eingravierten schrägen Streifen, die ruhig noch prominenter sein könnten. Wer später zur Farbe Deep Bleen greift, wird gerade bei Dunkelheit die Blicke auf sich ziehen. In der Glasrückseite ist bei dieser Variante nämlich fluoreszierende Farbe eingearbeitet.   

Eine visuelle Besonderheit ist auch der Farbverlauf des Rahmens, der im oberen Drittel die Farbe von Dunkelblau nach Roségold wechselt. Statt auf Metall setzt Wiko beim Rahmen allerdings auf Kunststoff. 

Wiko View 3 Pro Rahmen

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Der Rahmen des View 3 Pro hat einen Farbverlauf.

Großes Display und gute technische Ausstattung

Die Front bietet dem Nutzer ein Display mit üppiger Diagonale von 6,3 Zoll. Dabei wird die Gehäusefläche recht gut genutzt. Nur am unteren Rand findet sich ein breiterer schwarzer Streifen, der bei vergleichbaren Modellen wie dem Motorola Moto G7 Plus aber ähnlich prominent ausfällt.    

Für seine Größe bietet das Display des View 3 Pro eine angemessene Auflösung von 1080 x 2340 Pixeln, wodurch Inhalte grundsätzlich scharf aussehen. Außerdem ist die Anzeige blickwinkelstabil. Leider ist das Display aber etwas dunkel, wodurch es sich bei Sonneneinstrahlung schwer ablesen lässt. Hier wird der Labortest bald noch ein genaueres Bild liefern.   

Unter dem Glas bietet Wiko in dem Preissegment eine starke Ausstattung: Angetrieben wird das View 3 Pro von einem Mediatek Helio P60 der mit bis zu 2 GHz taktet und eine dezidierte neuronale Recheneinheit besitzt. Ihm stehen großzügige 6 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung, was insgesamt für eine flotte Performance sorgt. 

Wiko View 3 Pro Anschlüsse

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Löblich: Wiko verbaut einen USB-C-Anschluss. 

Den Benchmark-Ergebnissen nach zu urteilen ​ist das System ähnlich performant wie Smartphones, die mit einem Snapdragon-660-Chipsatz laufen – zum Beispiel das doppelt so teure Samsung Galaxy A9 (2018)​. Obendrein schlägt das View 3 Pro was die Leistung betrifft mit dem Moto G7 Plus die Mittelklasse von Motorola​. Und das bei gleichem Preis von 300 Euro. Aktuelle Spiele wie PUBG zu zocken ist also für das Wiko kein Problem. Auch nicht, wenn man die Grafikeinstellungen in die Höhe schraubt.

Die großzügigen 128 GB Speicher lassen sich mit einer SD-Karte erweitern, oder man nutzt stattdessen eine zweite SIM-Karte. In Sachen Konnektivität bietet das View 3 Pro außerdem schnelles ac-WLAN, NFC, einen USB-C- und Klinkenanschluss. Nach oben abgerundet wird das System durch einem 4.000-mAh-Akku, der dank beiliegendem 18-Watt-Netzteil auch schnell wieder befüllt wird. Ungefähr zwei Tage Laufzeit sind so drin, wobei der connect-Laufzeittest noch einen genaueren Wert ermitteln wird.   

Schlanke Software und Triple-Kamera

Wiko setzt beim View 3 Pro auf Android 9 Pie als Betriebssystem. Dabei ist die Oberfläche recht nativ gehalten, was sich hoffentlich auf eine schnelle Updateverteilung auswirkt. Auf unserem Testgerät war jedenfalls bereits der März-Sicherheitspatch installiert. Wie es in Zukunft aussieht, wird sich zeigen. Einige wenige herstellereigene Funktionen sammelt Wiko in den Einstellungen praktischerweise unter einem Punkt. Dazu gehört auch ein Simple Mode, der die Benutzeroberfläche auf die wesentlichen Funktionen reduziert.  

Ein Novum für die Preisklasse ist die Triple-Kamera auf der Rückseite, die neben einer Standardlinse mit 12 Megapixeln Auflösung auch ein Ultra-Weitwinkel mit 13 Megapixeln Auflösung bietet. Der dritte Sensor im Gespann löst mit 5 Megapixeln auf und sorgt bei Porträts für Tiefeninformationen. Unter der Kameraeinheit befindet sich außerdem ein Dual-Tone-Blitz.

Die Qualität der Aufnahmen ist auf den ersten Blick für den Preis okay. Details gehen teilweise etwas unter und Farben geraten für unseren Geschmack etwas zu knallig. Dank des Ultra-Weitwinkels mit 120 Grad Aufnahmewinkel bekommt man jedoch tatsächlich eine Menge aufs Bild gebannt, auch wenn die Fotos eine leichte Randverzerrung aufweisen. Das liegt aber in der Natur der Sache, brauchbar sind die Aufnahmen allemal. 

Auch der Tiefensensor macht einen guten Job und schafft es bei Porträts das Objekt anständig vom Hintergrund zu trennen. Hin und wieder saß der Fokus allerdings nicht korrekt. Hierbei muss man allerdings auch sagen, dass die Software auf unserem Testgerät noch nicht den finalen Stand hat. Ein abschließendes Urteil wird dann der Volltest bringen. 

Wiko View 3 Pro Triple-Kamera

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Auf der Rückseite bietet das Wiko View 3 Pro eine Triple-Kamera bestehend aus einem 12-MP-Weitwinkel, 13-MP-Ultra-Weitwinkel und 5-MP-Tiefensensor.

Fazit, Vorbestellung und Verfügbarkeit

Die junge Marke Wiko scheint sich zu mausern. Große Innovationen gibt es beim View 3 Pro zwar nicht zu bestaunen, im Vergleich zum Vorgänger View 2 Pro bietet der Nachfolger aber ein starkes Gesamtpaket, mit einem Hauch von High-End-Gefühl. Für den Preis eine vergleichbare Ausstattung zu finden, dürfte schwierig werden. Nun muss sich das Smartphone nur noch im connect-Labor beweisen.

Wer das View 3 Pro bereits vorbestellen möchte, kann dies ab dem 2. Mai tun. Der offizielle Verkaufsstart ist dann der 27. Mai.

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