IFA 2018

Wiko View2 Plus und Go im Hands-on: Zugreifen oder nicht?

Wiko hat mit dem View2 Plus und View2 Go zwei günstige Smartphones auf der IFA vorgestellt. Wir haben uns die Geräte angeschaut und verraten Ihnen, ob sie ihr Geld wert sind.

Wiko View2 Plus Notch

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Das Wiko View2 Plus bietet für 249 Euro eine recht gute Ausstattung. Hier und da merkt man jedoch auch den Preis.

Wiko hat mit dem View2 Plus und View2 Go auf der IFA 2018 zwei neue Smartphones vorgestellt, die sich in der Mittel- bis Einsteigerklasse einordnen. Der Preis der beiden Geräte ist mit 249 Euro und 159 Euro eine Kampfansage. Doch was taugen die beiden neuen Smartphones für das Geld? Wir haben die Geräte in Berlin schon einmal in der Hand gehabt und geben Ihnen eine erste Einschätzung.

Die Haptik der beiden Smartphones ist wertig. Auch an der Verarbeitung haben wir nichts auszusetzen. Gut gefallen hat uns die fast plane Einfassung der Rückkameras. Dank der spiegelnden Rückseiten kommen die teils knalligen Farben der Wikos zwar gut zur Geltung, doch sie zieht eben auch Fingerabdrücke und Schlieren an. 

Bei der Ausstattung haben beide Geräte trotz des Preisunterschied einige Gemeinsamkeiten. So teilen sie sich nicht nur mit knapp sechs Zoll die gleiche Displaydiagonale, sondern mit 1512 x 720 Pixeln auch die gleiche Auflösung. Auf den großen Screens machen sich bei dieser Auflösung die Pixel jedoch recht schnell rar, was bei beiden Modellen zu einem nicht ganz so scharfen Bild führt. Für das View2 Go ist das zu dem Preis noch zu verkraften, beim View2 Plus hätten wir uns dann schon etwas mehr Schärfe gewünscht.

Lesetipp: Wiko erweitert View2-Kollektion um Plus und Go und stellt Harry2 vor

Wiko View2 Go Rückseite

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Das View2 Go ähnelt dem View2 Plus von hinten sehr. Statt einer zweiten Kamera verbaut Wiko hier jedoch einen LED-Blitz. Einen Fingerprintsensor gibt es nicht.

Großer Akku und anständige Kamera

Ein starkes Stück ist der 4.000-mAh-Akku, der in beiden Smartphones steckt. Einen solch großen Energieriegel findet man in der Preisklasse selten. Da die Wikos mit einem nativen Android 8.1 laufen, ergeben sich in der Praxis sicherlich sehr gute Akkulaufzeiten. Einzig bei der Kamera-App hat der Hersteller Hand angelegt und implementiert so zum Beispiel einen Anti-Flicker-Modus für Fotos und Videos unter Kunstlicht.

Bei den Chipsätzen setzt Wiko beim günstigeren View2 Go auf einen Snapdragon 430, das View2 Plus bekommt einen Snapdragon 450 spendiert. Für den Alltagsgebrauch wird die Leistung den meisten Nutzern vollkommen ausreichen – bei uns lief das System flüssig und es gab keine Verzögerungen. Wer allerdings gern leistungshungrige mobile Games spielt, könnte sich mehr Power wünschen.

Etwas unglücklich gelöst ist die Anzeige von Uhrzeit und Akkustand, die links und rechts neben der Notch eingeblendet werden. Beide Informationen rutschen ziemlich weit an die äußeren Displayränder und werden dabei fast angeschnitten. Per Softwareupdate sollte sich dies allerdings beheben lassen. Am besten bei beiden Geräten, da sie sich dieses Problem teilen.

Bei der Hauptkamera verbaut Wiko in beide Smartphones einen Sensor mit zwölf Megapixeln, dem beim View2 Plus noch ein zweiter Sensor mit fünf Megapixeln zur Seite steht. In nicht optimal beleuchteter Umgebung haben wir damit recht annehmbare Fotos aufgenommen. Gerade für das günstige View2 Go ist die Kamera sehr gut. 

Wiko View2 Plus Notch

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Die Anzeige der Uhrzeit und des Akkustandes rutschen bei beiden Smartphones sehr weit an den äußeren Displayrand.

Fazit

Die beiden neuen Wikos bieten für ihren jeweiligen Preis ein gutes Rundumpaket. Gerade beim View2 Go bekommt man für den Preis viel geboten. Wer ein Einsteiger-Smartphone mit guter Verarbeitung, großem Akku, aktuellem Android und auf den ersten Blick guter Kamera sucht, wird hier sicher fündig.  

Das View2 Plus bietet für seinen Preis mit 4 GB RAM und 64 GB ROM viel Speicher, muss aber zum Beispiel bei der Konnektivität Federn lassen, da es kein ac-WLAN unterstützt. Auch beim Display hätten wir uns noch ein paar Pixel mehr gewünscht. Dennoch ist das Smartphone für seinen Preis kein schlechtes Gerät.

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