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Feedly, Netvibes, The Old Reader Google Reader: Die besten Alternativen

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Google-Reader-Alternativen
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Google will nächste Woche seinen Newsreader einstellen. Höchste Zeit also für den Umstieg, für den sich nun auch AOL mit einem eigenen Reader anbietet. Wir zeigen Ihnen die besten Alternativen von Feedly bis Netvibes und geben Tipps für den Wechsel, damit Sie auch künftig keine Nachricht verpassen.

Einem Großteil der Netznutzer dürfte der webbasierte Newsreader namens Google Reader nicht einmal ein Begriff gewesen sein. Doch die, die ihn nutzen, hängen um so mehr daran.

Liebgewonnene Funktionen, auswendig gelernte Tastenkürzel, erprobte Arbeitsabläufe und nicht zuletzt die Synchronisation mit unzähligen Tablet- und Smartphone-Apps - das alles wird es nicht mehr geben, wenn Google den Reader wie angekündigt Anfang Juli vom Netz geht.

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Nun ist aber längst nicht alles verloren. Nach dem Motto "Es muss etwas anders werden, damit es besser werden kann" zeigen wir Ihnen fünf andere Newsreader. Mit deren Hilfe können Sie auch weiterhin die News Ihrer Lieblings-Websites an einer zentralen Stelle lesen.

Feeds von Google Reader exportiern

Die Adressen der Feeds, die Sie mit Google Reader abonniert haben, können Sie ganz einfach exportieren. Dazu loggen Sie sich bei Google Takeout ein, klicken oben auf "Dienst auswählen" und dann auf "Google Reader".

Warten Sie kurz, bis der Export erstellt wurde und klicken Sie auf "Archiv erstellen". Sie erhalten dann eine ZIP-Datei. In der darin enthaltenen OPML-Datei finden Sie alle Feed-Adressen wieder. Die meisten Feedreader können OPML-Dateien in einem Rutsch importieren - Sie müssen also nichts abtippen oder von Hand kopieren.

Google Datenexport
Google Datenexport ©

The Old Reader

The Old Reader kommt Google Reader optisch wohl am nächsten. Links sortieren Sie Ihre Feeds, rechts wird gelesen. Für den Login können Sie Ihr vorhandenes Google- oder Facebook-Konto verwenden.

Der OPML-Import braucht Stand Mitte März 2013 recht viel Zeit, weil The Old Reader derzeit von Google-Emigranten geflutet wird. Geteilte Beiträge kann die Web-App automatisch auf Facebook posten. Außerdem ist der "Später lesen"-Dienst Pocket (früher bekannt als Read It Later) integriert.

The Old Reader
The Old Reader ©

Feedly

Feedly macht einen besonders ausgereiften Eindruck auf uns. Die App setzt zwar die Installation einer Browser-Erweiterung voraus, doch die ist sowohl für Chrome als auch für Firefox verfügbar.

Außerdem gibt es Apps für Android, iPhone und iPad. Nach der Installation können Sie sich direkt mit Ihrem Google-Konto einloggen und die bei Google Reader gespeicherten Feeds importieren - ohne den Umweg über die OPML-Datei. Feedly generiert aus den Meldungen ein Layout, das ein wenig an die Tageszeitung erinnert, aber frischer aussieht.

Feedly Today
Feedly Today ©

Netvibes

Netvibes ist eigentlich ein Dienst, mit dem Unternehmen ihre Aktivitäten in sozialen Netzwerken koordinieren. Unter "Netvibes for individuals" finden Sie aber auch einen kostenfreien "Basic"-Tarif, der sich prima zum Lesen von Newsfeeds eignet.

Beim Start können Sie zwischen einer Reihe vorkonfigurierter Feeds wählen oder Ihre OPML-Datei importieren. Nebenbei eignet sich Netvibes auch als Startseite für neue Browser-Tabs, denn Sie können Widgets für das Wetter, Finanzen etc. einblenden.

Netvibes
Netvibes ©

Good News

Good Noows unterstützt Einsteiger mit einer Reihe von Feeds, die nach der Registrierung automatisch abonniert werden. Für Google-Reader-Umsteiger ist das eher hinderlich. Sie importieren Ihren OPML-Feed und klicken anschließend oben auf "Kiosk".

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Jetzt können Sie links neue Ordner (sog. "Themen") erstellen und Ihre abonnierten Feeds aus dem Ordner "Importierte Quellen verschieben". Davon abgesehen ist Good Noows ein netter Reader samt Facebook- und Twitter-Integration sowie "Später lesen"-Funktion. Gleich zehn verschiedene Layouts sorgen dafür, dass jeder eine Ansichts findet, die ihm gefällt.

Good Noows
Good Noows ©

Fever

Fever ist der Feedreader für alle, die die Nase von fremd gehosteten Gratis-Diensten voll haben. Für einmalig 30 US-Dollar gehört die Software nämlich Ihnen. Die Nutzung setzt allerdings einen eigenen Webserver mit PHP und MySQL voraus.

Wer diesen Aufwand in Kauf nimmt, den belohnt Fever mit einer Art Fieberthermometer. Es erleichtert die Unterscheidung von besonders häufig zitierten, eher allgemeinen Themen und Spezialbeiträgen aus Nischen-Blogs.

Fever
Fever ©

AOL Reader

Auch AOL hat sich nun kurz vor der Abschaltung von Google Reader ins Rennen um die Alternativen eingeklinkt. Der AOL Reader kann ab sofort als Betaversion ausprobiert werden, Anmelden kann man sich auch mit einem Facebook-, Twitter- oder einem Google-Account.

AOL kommt mit seinem Angebot zeitlich etwas knapp vor dem Ende des Google Reader, wir haben das Angebot auch noch nicht ausprobiert. Klar ist aber, dass im Moment noch einige Funktionen fehlen: Laut AOL Apps für iOS und Android, eine Suche und Benachrichtigungen.

 
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