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Netztest Schweiz 2012: Telefonie

Netztest der Schweizer Netzbetreiber
Netztest der Schweizer Netzbetreiber
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Mit Erfolgsraten zwischen knapp 98 und gut 99 Prozent innerhalb der Städte haben die Schweizer 2011 gezeigt, was technisch möglich ist. Doch 2012 haben sich die Ansprüche noch einmal gesteigert.

Netztest Schweiz 2012

So fanden sich neben den in der Regel bestens versorgten Großstädten Zürich, Genf, Basel und Bern diesmal auch deutlich kleinere Citys mit weniger als 50 000 Einwohnern auf der Testroute, wobei Schaffhausen und Biel die kleinsten Städte darstellen.

Dieses Jahr setzten die Messungen zudem voll auf HD-Voice, also auf die Sprachübertragung mit erweitertem Frequenzband und optimierten Kompressionsalgorithmen, was einen natürlicheren Klang ermöglicht. Auch erschwerten parallel zur Telefonie laufende Datenübertragungen (Multi-RAB) den Voicetest, die deutlich größer waren als 2011.

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Um einen Anruf als erfolgreich im Sinne des Testverfahrens zu absolvieren, musste das Gespräch innerhalb von 15 Sekunden aufgebaut sein und die Verbindung bis zum Ende nach 75 Sekunden stabil bleiben.

In dieser Zeit wurden insgesamt zehn Sprachsamples übertragen und nach dem den neuesten psychoakustischen Erkenntnissen entsprechenden POLQA-Algorithmus bewertet.

Telefonieren in den Städten

Mit den so definierten Ansprüchen kam Orange am besten klar. Nach im Schnitt nur 4,3 Sekunden stand die Verbindung, und in 98,4 Prozent blieb sie bis zum Zyklusende stabil. Für die mittlere Sprachqualität gab sich dabei ein MOS-LQOWert (Mean Opinion Score Listening Quality Objective) von 3,1.

Das entspricht einer im Mittel ordentlichen Sprachübertragung mit Tendenz zu gutem Klang. 10 Prozent der Sprachsamples lagen unter 2,7; ab diesem Wert sind schon höhere Anstrengungen nötig, will man dem Menschen am anderen Ende der Leitung folgen.

Auf dem gleichen, absolut gesehen guten Niveau lag die Swisscom, die sich nur 0,4 Prozent mehr Fehler leistete und zum Rufaufbau im Schnitt eine Sekunde länger brauchte. Sowohl Orange als auch Swisscom sind qualitativ mit der deutschen Telekom vergleichbar.

Das liegt auch daran, dass bei diesen Netzbetreibern das klanglich überlegene HD-Voice flächendeckend im Einsatz ist.

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Sunrise kommt in dieser Disziplin mit einer Fehlerquote von 3,5 Prozent und einer Sprachqualität, die öfter zum genauen Hinhören zwingt, etwas schlechter weg.

Telefonie auf den Autobahnen

Bei Telefonaten auf den Autobahnen geht die Schere naturgemäß noch weiter auseinander. Befriedigend telefonieren lässt sich noch bei der Swisscom mit knapp 5 Prozent fehlerhafter Gespräche; die Sprachqualität bleibt dabei fast auf Stadtniveau. Auch Orange bietet guten Klang auf den Schweizer Highways, die Erfolgsrate sinkt aber auf 93,1 Prozent.

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Bemerkenswert: Bei einem Teil der Gespräche notierten die Tester längere Audioaussetzer, nach denen die Verbindung wieder einsetzte. Eine geringfügig größere Fehlerrate als Orange zeigt erneut Sunrise.

Die Tabelle zeigt die Ergebnisse im Detail:

Anbieter Swisscom Orange Sunrise
Telefonieren (Stadt & Umland)
Erfolgsrate/Rufaufbauzeit (%/s) 98 / 5,3 98,4 / 4,3 96,5 / 5,2
Sprachqualität/10 % schlechter als (MOS-LQO/MOS-LQO) 3,1 / 2,7 3,1 / 2,7 2,8 / 2,5
Telefonieren (Autobahnen)
Erfolgsrate/Rufaufbauzeit (%/s) 94,7 / 5,6 93,1 / 5 92,6 / 6
Sprachqualität/10 % schlechter als (MOS-LQO/MOS-LQO) 3,1 / 2,6 3,1 / 2,6 2,8 / 2,4
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