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HP Pro Slate 8 im Test

Für das HP Pro Slate 8 gibt's einen Stylus. Der schreibt sowohl auf dem Display als auch auf Papier. Auf dem Tablet werden die Eingaben im Test umgehend digitalisiert.

  1. HP Pro Slate 8 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
HP Pro Slate 8

© HP

HP Pro Slate 8
EUR 425,00

Pro

  • sehr gute Ausdauer
  • erweiterbarer Speicher
  • aktuelles Android 5

Contra

  • teuer
77,0%

Ob Stift mit dünner Spitze oder einfacher Stylus mit Gummikappe: Mancher kommt damit bestens zurecht, andere hadern mit der ganzen Tablet-Handhabung und finden selbst an feinen Spezialstiften keinen Gefallen. Für diejenigen, die sich so gar nicht mit dem Schreiben auf dem Display anfreunden wollen, hat HP ganz was Feines entwickelt: Das Pro Slate 8 lässt dem Anwender beim Schreiben und Skizzieren mit entsprechendem Stift die Wahl zwischen Tablet und normalem Schreibblock.

Was zu Papier gebracht wird, landet unmittelbar identisch auf dem Tablet, wo es digitalisiert und gespeichert wird. Wie das geht? Per Ultraschall. Fünf zusätzliche Mikrofone im Tablet empfangen in einem Frequenzbereich, der für den Menschen nicht hörbar ist, Töne, mit denen der Stift seine Bewegung signalisiert.

Eingaben auf dem Tablet

Hierfür besitzt die im Stylus eingesetzte Mine zwei Enden: So schreibt es sich mit der weichen Spitze auf dem Display des Pro Slate 8 butterweich. Auch Fremdapplikationen wie Microsoft One Note registrieren Unterschiede beim Aufsetzen der Stiftspitze und wandeln den Druck entsprechend in unterschiedliche Schriftstärken um. Zieht man die Mine aus dem Stylus heraus und setzt sie um 180 Grad gedreht wieder ein, verwandelt sich der Stylus in einen fast normalen Kugelschreiber.

HP Pro Slate 8

© HP

Der Ultraschallsender im Korpus des Stifts übersetzt die Bewegung für das Tablet in akustische Signale. Das klappte im Test derart gut, dass nur zu hoffen bleibt, dass HP die wenigen Schwachstellen behebt: So funktioniert die Ultraschalltechnik aktuell nur im Zusammenspiel mit speziellen Apps wie HP Notes, Kingsoft Office und Corel Painter Mobile, die alle drei auch bereits auf dem Pro Slate 8 installiert sind. Grafiker können damit auf normalem Papier zeichnen und das Ergebnis ihrer Arbeit ohne weitere Zwischenschritte digital auf dem Tablet erleben.

Eingabestift

Pro

  • aktiver Stylus & Kugelschreiber
  • Digitalisierung der Eingaben auf Papier
  • unterschiedliche Druckstärken möglich (nur On-Screen)
  • Taste für softwareabhängige Zusatz- funktion (nur On-Screen)
  • gute Umsetzung der Eingaben
  • Energiesparmodus lässt sich einleiten
  • LED für Ladezustand
  • Aufladen per Micro-USB

Contra

  • duale Verwendung erfordert Umsetzen der Mine
  • keine Stiftunterbringung am Tablet
  • Gehäuse und Kappe aus einf. Kunststoff

Stifteingaben in der Praxis

Diese Exklusivität ist dennoch eine Einschränkung. Nachdem im direkten Anschluss an die Arbeit mit HP Notes auch der Homescreen durch die Bewegungen auf dem Papier bewegt werden konnte, ließe sich die Ultraschalltechnik vermutlich auch tiefer ins System integrieren. Weiters funktionierte die Eingabe im Test nur dann, wenn das Papier auf der linken Tablet-Seite lag; rechts wurde der Stift nicht erkannt. Eine Seitenvorgabe besteht laut HP zwar nicht, dennoch wurde die Beobachtung aus der Deutschlandzentrale in Böblingen gegenüber connect bestätigt.

Einleuchtend ist dagegen, dass das Papier während des Schreibvorgangs nicht verschoben werden darf, da ansonsten auch die Linien im digitalen Dokument an anderer Stelle fortgeführt würden.

Optionales Paper Folio

Eine optimale Ausrichtung von Papier und Tablet gewährleistet das HP Paper Folio, das speziell für das Pro Slate 8 entworfen wurde. Im Test stand es nicht zur Verfügung. Das Paper Folio wird von HP als optionales Zubehör angeboten und bietet Platz für das Tablet und einen passenden Schreibblock, der dann automatisch richtig positioniert ist. Es wird aber nicht zwingend benötigt, um den Stylus samt Ultraschalltechnologie mit normalem Papier zu verwenden. Abhängig bleibt der Nutzer dagegen von dem speziellen Stylus und einem geladenen Akku.

Preis

Um es vorwegzunehmen: Ganz billig ist das HP Pro Slate 8 nicht. Das Testgerät kostet im Direktversand über 570 Euro, mit LTE-Modul werden gar über 680 Euro fällig. HP positioniert das schicke Aluminium-Tablet im Business-Bereich, wo Pogo-Pins und Sicherheitstechnologien für die Netzwerkintegration nicht nur die Ausstattung, sondern auch den Preis anheben. Auch ohne davon Gebrauch zu machen, rechtfertigt sich der Preis des Tausendsassas unter Umständen auch für interessierte Privatanwender: Denn neben der innovativen Eingabetechnik besitzt der 8-Zöller DTS-Sound und zwei Lautsprecher, die im Querformat den Film- und Musikgenuss steigern.

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Display

Das helle Display weist mit 2048 x 1536 Bildpunkten eine hohe Pixeldichte von 324 DPI auf und zeichnet entsprechend scharfe Bilder. Es wird durch Gorilla-Glas 3 geschützt, obendrein trotzt eine spezielle Beschichtung der Eintrübung durch Hautfett. Und wenn's mal ein größerer Bildschirm sein soll, lässt sich das Pro Slate 8 problemlos verbinden - sowohl ohne Kabel als auch mit, dank Slimport.

Ausstattung und Ausdauer

Zudem kam das Testgerät, anders als noch auf der Webseite des Herstellers angegeben, bereits mit Lollipop anstelle von Android 4.4. Im connect-Labor bewies es eine sehr gute Ausdauer von fast zehn Stunden im Mix-betrieb, in denen dank Snapdragon 800 - von Qualcomm wurde übrigens auch der Stylus entwickelt -, keine Langeweile aufkommt. Bei der Speicherkartenunterstützung ist HP allerdings rückständig: das SDXC-Format wird nicht unterstützt, weshalb sich der interne Speicher von etwa 10 Gigabyte nur um maximal 32 Gigabyte erweitern lässt. Auch kann man keinen USB-Stick an das Pro Slate 8 anschließen.

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