Verlustgeschäft

Blackberry stellt Smartphone-Produktion ein

Blackberry gibt die Produktion von Smartphones auf und konzentriert sich künftig auf Software-Lösungen. Grund sind Verluste im Hardware-Geschäft.

© Blackberry

Blackberry DTEK50 - ist es das letzte Blackberry-Smartphone?

Bereits seit Längerem hatte Blackberry-CEO John Chen angekündigt, die Smartphone-Sparte einzustellen, sofern der Konzern in dem Bereich weiter Verluste verbucht. Jetzt wurden die aktuellen Geschäftszahlen veröffentlicht. Demnach verzeichnete Blackberry im zweiten Quartal 2016 einen Verlust von 372 Millionen US-Dollar. Der Umsatz fiel von 490 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 334 Millionen.

John Chen hat jetzt die Konsequenzen daraus gezogen und angekündigt, dass Blackberry keine Smartphones mehr entwickeln und produzieren werde. Man wolle sich auf das Geschäft mit Software und Dienstleistungen konzentrieren. Dazu zählen etwa der Blackberry-Messenger, der für Android und iOS erhältlich ist, sowie E-Mail-Lösungen für Unternehmen und die QNX-Plattform, die in selbstfahrenden Autos zum Einsatz kommen soll.

Ganz verzichten müssen Kunden allerdings nicht auf Blackberry-Smartphones. Die Entwicklung wird an externe Firmen ausgelagert. So hat sich ein Unternehmen aus Indonesien die Rechte an der Produktion von Smartphones unter dem Namen Blackberry gesichert. Auch das im Juli vorgestellte Blackberry DTEK50 wurde nicht von Blackberry selbst sondern von Alcatel hergestellt. Seine Hardware-Basis ähnelt dem Alcatel Idol 4.

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