Netz-Check

Breitband-Report: Diese Datenraten kommen beim Kunden an

Bekommen Breitband-Kunden die Datenraten, die sie gebucht haben? Wie sieht es beim Mobilfunk aus? Von Kunden selbst initiierte Messungen liefern Antworten.

Der Breitband-Report - Regionen

© BNetzA

Detaillierter Blick auf die Regionen: Unter https://breitbandmessung.de/kartenansicht lassen sich umfangreiche Kartendarstellungen abrufen.

Die Kompetenz des Ismaninger Netztest-Spezialisten zafaco hat nicht nur connect überzeugt – bereits seit 2009 führen wir gemeinsam den großen connect-Breitband- und Festnetztest sowie andere Netz- und Dienstetests durch. 

Auch die Bundesnetzagentur (kurz BNetzA) setzt für die Überprüfung des Breitbandmarkts sowie zur Bestimmung von Funklöchern und Mobilfunkabdeckung auf zafaco. 

Die Ismaninger realisieren im Auftrag der BNetzA seit Herbst 2015 den Festnetz-Tempotest https://breitbandmessung.de. Hier können Endkunden die tatsächliche Geschwindigkeit ihres DSL-, Kabel- oder Glasfaseranschlusses selbst nachmessen. 

Der Breitband-Report - Stationäre Breitbandanschlüsse

© BNetzA

Wachsende Datenbasis: Auch wenn die strenge Überprüfung der im Festnetz vorgenommenen Messungen viele Ergebnisse ausfiltert, wächst die Zahl der validen Ergebnisse seit Jahren kontinuierlich.

Auch die seit Oktober 2018 verfügbare Funkloch-App wurde von zafaco entwickelt. Die Ergebnisse der Breitbandmessung veröffentlicht die BNetzA in ihrem, zuletzt stolze 223 Seiten umfassenden Jahresbericht.

In unserem diesjährigen Festnetztest, der in connect 8/2019 erscheinen wird, fließen die Festnetzresultate als Crowdsourcing-Ergebnisse erstmals ebenfalls in die Wertung mit ein.

Der Breitband-Report - Mobile Breisbandanschlüsse

© BNetzA

Tendenz steigend: Auch bei den per Mobilfunk durchgeführten Messungen steigen die Teilnehmerzahlen von Berichtszeitraum zu Berichtszeitraum – und damit auch die Zahl valider Messungen.

Sorgfältige Validierung

Die für das aktuelle Berichtsjahr 2017/2018 berücksichtigten Messungen wurden von Oktober 2017 bis September 2018 durchgeführt. Dabei stellt zafaco mit aufwendigen Analysen und Filtern sicher, dass nur valide Messungen ins Ergebnis einfließen. 

Bei den Festnetz-Resultaten werden beispielsweise Messungen verworfen, die per WLAN statt per Ethernet-Kabel durchgeführt wurden oder die laut Nutzerangabe wegen Überschreiten eines monatlichen Inklusivvolumens unter Drosselung erfolgten. 

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Schnelles Internet ist gefragt. connect hat die Breitband-Tarife der größten DSL- und Kabelbetreiber für drei Nutzerprofile verglichen.

Den aufschlussreichen Blick auf die wichtigsten Ergebnisse präsentieren wir Ihnen im Folgenden. Wer es noch genauer wissen möchte, findet die vollständigen Resultate unter https://breitbandmessung.de/ergebnisse

Dort stehen auch interaktive Auswertungen mit verschiedenen Filterkriterien und Darstellungsoptionen bereit. Auch regionale Teilergebnisse lassen sich unter https://breitbandmessung.de/kartenansicht abrufen.

Der Breitband-Report - Interaktive Aufbereitungen

© BNetzA

Was immer Sie wissen wollen: Unter https://breitbandmessung.de/ergebnisse stehen interaktive Aufbereitungen der einzelnen Ergebnisse zur Verfügung.

Festnetz: Positive Entwicklung

Die Ergebnisgrafiken auf dieser und der nächsten Seite zeigen den sogenannten Median-Wert – die Hälfte aller Messergebnisse lagen unter dem durch die Balken gezeigten Schwellenwert. Der gibt wiederum den prozentualen Anteil der Datenrate an, die laut gebuchtem Tarif eigentlich versprochen wurde. 

Ein Wert von 90 Prozent bedeutet also: In der Hälfte aller berücksichtigten Fälle wurden nur 90 Prozent der beworbenen Datenrate oder weniger erreicht. Die abgebildeten Ergebnisse fürs Festnetz zeigen Freud und Leid: 

Zwar sind Erfüllungsgrade um 50 bis 80 Prozent kein Grund zum Jubeln, doch immerhin weist die Entwicklung über die letzten drei Berichtszeiträume bei den meisten nach oben.

Der Breitband-Report - Download Festnetz

© BNetzA

Positive Tendenz beim Downlink – mit Ausreißern: Die meisten Anbieter konnten den Median-Wert der Download-Geschwindigkeiten im Lauf der Jahre verbessern. Ausnahmen sind jedoch M-net und Vodafone.

Interessant sind dabei vor allem die Ausreißer: Beim Münchener Provider M-Net entwickelte sich der Verhältniswert nach unserer Einschätzung zuletzt wieder nach unten, weil das Unternehmen viele Anschlüsse mit hoher Bandbreite vermarktet hat, deren tatsächliche Geschwindigkeiten die versprochenen Maximalwerte doch nicht voll erreichen. 

Ähnliches dürfte auch bei Vodafone zutreffen, wo die zunehmend intensive Vermarktung von Kabelanschlüssen mit hohen Datenraten und die tatsächlich gelieferte Leistung auseinanderdriften.

Der Breitband-Report - Upload Festnetz

© BNetzA

Anspruchsvolle Uplink-Kategorie: Beim Upload tun sich viele Anbieter schwerer als bei Downloads. Im Jahresvergleich ist erfreulich, dass M-net und Telefónica ihre Median-Werte zuletzt wieder deutlich verbessern konnten.

Noch viel zu tun im Mobilfunk

Die Ergebnisse mobiler Messungen basieren auf der für Android und iOS verfügbaren App „Breitbandmessung“, die zafaco im vergangenen Oktober um die Meldung von Funklöchern erweitert hat. 

Auch hier zeigt die Darstellung der Ergebnisse den Median-Wert der prozentualen Anteile, zu denen die beworbene Maximalgeschwindigkeit tatsächlich erreicht wurde. Die Ergebnisse belegen, dass die Versorgung mit den versprochenen hohen Datenraten in den Mobilfunknetzen noch schwieriger ist als im Festnetz: 

Mit 1&1, Drillisch, Mobilcom, Telefónica (O2) und Vodafone zeigen fünf Anbieter bei den Downloads rückläufige Erfüllungsgrade. Im Vergleich zum Vorjahr etwas besser stehen nur Aldi Talk, Congstar und die Telekom da. 

Der Breitband-Report - Download Mobilfunk

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Oft rückläufige Median-Werte bei mobilen Download-Datenraten: Fünf Anbieter haben sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, nur drei konnten sich (zum Teil leicht) verbessern – und dies auf ingesamt niedrigem Niveau.

Noch drastischer ist das Bild bei mobilen Uploads. Hier gibt es positive Tendenzen nur bei Aldi Talk und Telekom. Zu Drillisch ist allerdings keine Aussage möglich, weil für diesen Anbieter die zum Vergleich erforderlichen Tarifinformationen zum Auswertungszeitpunkt noch nicht vorlagen. 

Die Ergebnisse beweisen, dass es auch im Festnetz Nachholbedarf gibt. Besonders ausgeprägt ist er aber im Mobilfunk. Hier läuft die Schere zwischen Versprechungen und tatsächlichen Leistungen der Anbieter zu weit auseinander.

Der Breitband-Report - Upload Mobilfunk

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Hohe Last: Auch bei mobilen Uploads sind die Ergebnisse bei vielen Anbietern rückläufig. Fehlende Balken rühren daher, dass für diese Anbieter die zum Vergleich erforderlichen Tarifinformationen noch nicht vorlagen.

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