Wann, wie, warum?

Corona-Apps in der Übersicht - von Deutsche Telekom bis RKI

16.6.2020 von Manuel Medicus

Welche Corona-Apps gibt es? Wann sind sie verfügbar? Und wofür sind sie gut? Mit unserer Liste an Corona-Apps behalten Sie den Überblick. ++ Update: Liste aktualisiert +++

ca. 2:30 Min
Ratgeber
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Corona-App
Corona-App: Auch für Deutschland ist eine offizielle Contact-Tracing-App geplant.
© rcfotostock - stock.adobe.com

Achtung, Verwechslungsgefahr: Im Zuge der COVID-19-Pandemie sind zahlreiche Apps für Android und iOS in Entwicklung, einige sind bereits veröffentlicht. Doch welche Corona-App hat welchen Zweck? Was ist die Corona-App des RKI? Und wann erscheint die offizielle Tracing-App für Deutschland?

Wir geben in diesem Ratgeber eine praktische Übersicht über die Corona-Apps deutscher Behörden und Institute. Dazu beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das Thema.

Corona-Apps in der Übersicht: Von Deutsche Telekom bis RKI

Der folgende Überblick listet die wichtigsten Apps und ordnet sie ein. Berücksichtigt sind hier lediglich Apps für Bürgerinnen und Bürger. Eine Übersicht zu den Contact-Tracing-Technologien PEPP-PT und Co. lesen Sie direkt im Anschluss.

Corona-Warn-App für Deutschland

Die offizielle Corona-App für Deutschland ist unter dem Namen Corona-Warn-App seit 16. Juni offiziell verfügbar. Sie soll bei der Verfolgung von Infektionsketten via Bluetooth-Tracking helfen. Entwickelt wurde die App in Auftrag der Regierung als gemeinsames Open-Source-Projekt von Deutscher Telekom und SAP.

Corona Warn App
Die offizielle Corona-Warn-App wird aktuell von Telekom und SAP als Open-Source-Projekt entwickelt.
© Telekom / SAP

Corona-Datenspende (RKI)

Das Robert-Koch-Institut hat im April 2020 die Corona Datenspende App für Android und iOS veröffentlicht. Diese sammelt pseudonymisierte Gesundheitsdaten von Fitnesstrackern, die der Behörde bei der Bekämpfung der Pandemie helfen sollen.

corona datenspende app rki android ios
Auf einer neuen Webseite informiert das RKI über die neue Corona-Datenspende-App.
© RKI / Screenshot

​CoroNotes (Max-Planck-Institut)

Die App CoroNotes wurde vom Max-Planck-Institut in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen entwickelt. ​Freiwillige können hier im Krankheitsfall über die tägliche Beantwortung von kurzen Fragen wissenschaftliche Studien zu Covid-19 unterstützen. Wer gesund ist, drückt nur einmal täglich einen Button.

CoroNotes
Die App CoroNotes des Max-Planck-Instituts sammelt Daten zum Gesundheitszustand der Nutzer. Die anonymisierten Daten sollen helfen, den Verlauf der Covid-19-Erkrankung besser zu verstehen.
© Tübingen AI Center

CovApp (Charité, Universitätsmedizin Berlin)

Die CovApp der Charité in Berlin ist eine Web-App, die Sie direkt im Browser nutzen können. Der digitale Fragebogen gibt im COVID-19-Verdachtsfall nach Beantwortung konkrete Handlungsempfehlungen und nennt Ansprechpartner, ersetzt aber keine ärztliche Behandlung. Die Ergebnisse des Fragebogens können für ein Arztgespräch ausgedruckt oder als QR-Code gespeichert werden

Corona-Tracing: Welchen Ansätze gibt es?

Über behördliche Corona-Apps soll in vielen europäischen Ländern mithilfe von Bluetooth eine Nachverfolgung von Infektionsketten erleichtert werden. Hierfür gibt es verschiedene Initiativen, die an entsprechenden Technologien arbeiten. Hier eine Übersicht:

Android / iOS Contact Tracing (Google & Apple)

Für die Smartphone-Betriebssysteme Android und iOS haben Google und Apple eine eigene Bluetooth-API zum COVID-19-Tracking veröffentlicht, das Exposure Notification Framework​. Auf diese können offizielle Apps von Behörden zugreifen. Später ist auch eine eigene Tracking-Plattform für beide Betriebssysteme geplant, auf die andere Entwickler zugreifen können.

DP-3T

DP-3T steht für "Decentralised Privacy-Preserving Proximity Tracing" und wurde ursprünglich im Rahmen des PEPP-PT-Projekts entwickelt, ist nun aber eigenständig. Im Gegensatz zu PEPP-PT setzt DP-3T allein auf ein dezentrales Contact Tracing, wie es auch von Google und Apple verfolgt wird. In puncto Privatsphäre will die Initiative den Vorstoß der Technologiekonzerne noch verbessern.

PEPP-PT

Diese Abkürzung steht für "Pan European Privacy Protecting Proximity Tracing" und sollte eine europäische Plattform für Corona-Warn- und Tracking-Apps werden. Beteiligt waren über 130 Akteure aus acht europäischen Staaten, darunter verschiedene deutsche Universitäten und Institute. Die Initiative konzentriert sich auf einen zentralisierten Ansatz, erwägt laut Webseite aber auch eine dezentralisierte Lösung.

To be continued: Wir aktualisieren diesen Artikel zu Corona-Apps entsprechend den aktuellen Entwicklungen.

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