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Desktop-Prozessoren

CPU-Kaufberatung 2026: AMD und Intel im Vergleich

Welche Desktop-CPU von AMD oder Intel erfüllt Ihre Anforderungen? Antworten liefert unsere CPU-Kaufberatung 2026 in wichtigen Preis- und Leistungskategorien.

Autor: Tim Kaufmann • 13.1.2026 • ca. 5:30 Min

Intel und AMD sind langjährige Konkurrenten. Wir schicken aktuelle Ryzen- und Skylake-X-Chips ins Duell.
AMD und Intel sind langjährige Konkurrenten. Wir schicken aktuelle Ryzen- und Core-Ultra-200-Chips ins Duell.
© Golubovy - shutterstock / connect
Inhalt
  1. CPU-Kaufberatung 2026: AMD und Intel im Vergleich
  2. CPU-Begriffe und Eigenschaften erklärt
  3. Welche CPU kaufen? Empfehlungen für AMD und Intel
Frag’ die KI

Die CPU ist das Herz des PCs und ein falscher Kauf wirkt sich stark auf den Spielspaß und die Arbeitsgeschwindigkeit aus. Doch die Wahl der richtigen CPU ist nicht einfach, denn es wimmelt nur so von kryptischen Begriffen wie Kerne, Taktfrequenz und Cache. Bevor wir zu konkreten Empfehlungen kommen...

Die CPU ist das Herz des PCs und ein falscher Kauf wirkt sich stark auf den Spielspaß und die Arbeitsgeschwindigkeit aus. Doch die Wahl der richtigen CPU ist nicht einfach, denn es wimmelt nur so von kryptischen Begriffen wie Kerne, Taktfrequenz und Cache. Bevor wir zu konkreten Empfehlungen kommen, wollen wir daher zunächst eine Einführung in die Grundlagen geben.

AMD oder Intel?

Auf dem Desktop-PC-Markt sind AMD und Intel die relevanten CPU-Hersteller. Grundsätzlich spielt es keine große Rolle, für welchen man sich entscheidet. Mit den CPUs beider Hersteller lassen sich leistungsfähige und stabile PCs bauen. Intel-CPUs gelten derzeit als etwas günstiger, die Chips von AMD als effizienter. Ob und inwieweit sich Leistungsunterschiede bemerkbar machen, hängt aber auch vom konkreten Einsatzzweck der CPU ab.

Wichtig ist, dass CPU und Mainboard aufeinander abgestimmt sind. Eine AMD-CPU benötigt ein Mainboard mit AMD-Chipsatz, eine Intel-CPU ein Mainboard mit Intel-Chipsatz. Andererseits funktionieren Intel-SSDs in Computern mit AMD-CPUs genauso problemlos wie AMD-Grafikkarten in PCs mit Intel-CPU.

Wer seinen PC selbst baut, weiß: Oft ist es günstiger, einem alten System mit einer neuen CPU neues Leben einzuhauchen, als einen komplett neuen Computer zu bauen. Wer so plant, für den spielt auch die Langlebigkeit der jeweiligen Plattform eine Rolle. Denn beide Hersteller wechseln von Zeit zu Zeit den Prozessorsockel, also die Aufnahme für die CPU auf dem Mainboard. Spätestens dann erfordert eine neue CPU-Generation auch ein neues Mainboard und in der Folge möglicherweise einen weiteren Hardwaretausch. Dann hat man im Handumdrehen ein neues System.

Intel wechselt den Prozessorsockel häufiger. Seit 2015 sind mit LGA 1151, LGA 1151 v2, LGA 1200, LGA 1700 und LGA 1851 bereits fünf Sockel erschienen und schon für Herbst 2026 ist mit LGA 1954 und der „Nova Lake”-Generation der nächste Wechsel angekündigt. AMD bietet mehr Kontinuität und damit auch mehr Zukunftssicherheit. Der 2016 eingeführte Sockel AM4 wurde erst 2022 durch AM5 abgelöst. Für AM5 sind auch die kommenden Zen-6-Prozessoren geplant, die voraussichtlich im Herbst 2026 auf den Markt kommen. Einen Sockelwechsel erwarten wir frühestens für die Jahre 2027/2028.

Ohnehin gilt: Wer einen PC braucht, sollte kaufen statt auf die nächste Generation zu warten - die kommt ohnehin immer.

Wer beim Anblick eines PC-Innenlebens nicht gleich schreiend wegrennt, kann sich am Aufrüsten probieren. Es ist keine Wissenschaft.

AMD: Athlon, Ryzen und Threadripper erklärt

Das aktuelle CPU-Angebot von AMD besteht aus zwei Familien. Neben der kleinen Familie der Athlon-CPUs (für Low-Budget-PCs) gibt es die große Gruppe der Ryzen-CPUs. Innerhalb von Ryzen unterteilt AMD weiter in Ryzen 3, 5, 7 und 9 sowie Ryzen Threadripper und Threadripper Pro. Innerhalb der Modellbezeichnung einer CPU stehen Zusätze und Großbuchstaben für besondere Eigenschaften:

  • Ein "Pro" kennzeichnet Prozessoren mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen und längerer Garantie, was hauptsächlich für Geschäftskunden von Bedeutung ist.
  • "G" steht für CPUs mit integriertem Grafikchip (siehe unten)
  • "X" bezeichnet Modelle mit höherer Leistung und höheren Taktraten im Vergleich zu Basismodellen, z. B. Ryzen 7 5800X.
  • "X3D" weist auf Prozessoren mit 3D V-Cache-Technologie hin, die einen größeren L3-Cache für verbesserte Gaming-Leistung bieten, zum Beispiel Ryzen 7 5800X3D.

CPUs werden Generation für Generation weiterentwickelt, was sich in den Modellbezeichnungen niederschlägt. AMD nummeriert seine Ryzen-Generationen in 1000er Schritten, die folgenden Ziffern differenzieren die spezifischen Modelle innerhalb dieser Generation. Modelle der ersten Generation trugen daher Namen wie "Ryzen 3 1200" und "Ryzen 7 1700", während CPUs der siebten Generation beispielsweise "Ryzen 5 7600" und "Ryzen 7 7900X" heißen. Derzeit ist AMD bei der 9000er-Serie angelangt.

AMD stellt die neue Generation seiner Desktop-Prozessoren vor.

In der Praxis werden Ihnen im Bereich der Desktop-CPUs aktuell vor allem die folgenden Bezeichnungen begegnen:

  • Ryzen 5000 APUs: "Cezanne"
  • Ryzen 5000: "Vermeer"
  • Ryzen Threadripper 5000: "Chagall"
  • Ryzen 6000 APUs: "Rembrandt"
  • Ryzen 7000: "Raphael"
  • Ryzen 7000 APUs: "Phoenix" (für mobile Geräte)
  • Ryzen Threadripper 7000: "Storm Peak"
  • Ryzen 8000: "Hawk Point"
  • Ryzen 9000: "Granite Ridge"

Intel: Core Ultra, Core und Pentium Gold erklärt

Intels aktuelle CPU-Familien umfassen Core Ultra, Core und Pentium Gold. Die Core Ultra-Serie wurde mit der Arrow Lake-Generation eingeführt und ersetzt die bisherigen Bezeichnungen Core i3, i5**, **i7 und i9. Für Nutzer, die mit den früheren Bezeichnungen vertraut sind, entspricht dies folgendem Schema:

  • Core Ultra 3: Ehemals Core i3
  • Core Ultra 5: Ehemals Core i5
  • Core Ultra 7: Ehemals Core i7
  • Core Ultra 9: Ehemals Core i9

Die Core-Serie ohne den Zusatz “Ultra” umfasst weiterhin Modelle für verschiedene Leistungsanforderungen, während Pentium Gold für Einsteiger- und Budget-PCs konzipiert ist.

Auch Intel nummeriert seine CPU-Generationen. Die erste Ziffer nach der Modellbezeichnung (zum Beispiel "Core Ultra 7") gibt die Chip-Generation an (zum Beispiel "Core Ultra 7 265K"). Das aber ist verwirrend, handelt es sich doch um die ersten "Core Ultra"-CPUs. Um es kurz zu machen:

  • Einschließlich den CPUs der "Raptor Lake Refresh"-Serie (14. Generation nach alter Zählung) hat Intel Desktop-CPUs unter anderem als Core i5, i7 und i9 vermarktet.
  • Seit Arrow Lake (15. Generation nach alter Zählung) nutzt Intel die Bezeichnungen Core Ultra 5, 7 und 9. In der "Core Ultra"-Welt ist Alder Lake aber bereits die zweite CPU-Generation, was zu Modellbezeichnungen wie Core Ultra 7 265K führt. Die erste Generation beschränkte sich auf mobile Prozessoren, spielt hier also keine Rolle.

Innerhalb der Modellbezeichnungen stehen Buchstabenzusätze für besondere Eigenschaften:

  • "K" kennzeichnet Prozessoren mit freiem Multiplikator, die sich besonders gut für Übertaktung eignen.
  • "KF": Wie “K”, jedoch ohne integrierte Grafikeinheit.
  • "T" steht für energieeffiziente Modelle mit niedrigerem Takt und reduzierter Leistungsaufnahme.

Beispiel: Ein Core Ultra 7 265K ist ein leistungsstarker Prozessor der Ultra 7 Serie mit freiem Multiplikator für Übertaktung.

Mit der Arrow-Lake-Generation führte Intel den neuen LGA-1851-Sockel ein, der ausschließlich DDR5-Speicher unterstützt. Er bietet außerdem erweiterte PCIe-5.0-Lanes für eine verbesserte Konnektivität. Für Anfang 2026 ist ein „Arrow Lake Refresh” angekündigt, das aber keinen nennenswerten Leistungssprung verspricht. Die CPUs der Serie sollen geringfügig höhere Taktraten bieten und DDR5-7200 unterstützen, die Grundarchitektur bleibt jedoch identisch. Aber schon im Herbst 2026 wird der Sockel durch LGA 1954 („Nova Lake”) abgelöst! Wer sich, um Geld zu sparen, noch für einen Raptor-Lake-Refresh-Prozessor entscheidet, benötigt eine Hauptplatine mit dem älteren Sockel LGA 1700.

Intel Core Ultra 9 285K

Einordnung der CPU-Leistung

Mit diesem Wissen können Sie die Leistungsfähigkeit von CPUs nun bereits näherungsweise einschätzen:

  • Leistungsklassen innerhalb einer Generation: Innerhalb einer Prozessorgeneration steigt die Leistung typischerweise mit der Modellnummer und Kategorie: Ein Ryzen 9 ist leistungsstärker als ein Ryzen 7, der wiederum flotter als ein Ryzen 5 ist. Bei Intel übertrifft ein Core Ultra 9 einen Core Ultra 7, der leistungsfähiger als ein Core Ultra 5 ist.
  • Generationsübergreifende Leistung: CPUs einer neuen Generation sind typischerweise schneller, aber auch teurer als ihre Vorgänger. Beispielsweise zeigt der Intel Core Ultra 9 285K Verbesserungen in Effizienz und Leistung gegenüber früheren Modellen.
  • Stromverbrauch: Mit der Leistung steigt in der Regel auch der Stromverbrauch an, zumindest innerhalb einer CPU-Generation. Allerdings verzeichnen neuere Generationen oft Effizienzsteigerungen. So verbraucht der Intel Core Ultra 9 285K unter Last weniger Strom als sein Vorgänger.
  • Leistungsklassen im Überblick
    • Einsteigerklasse: AMD Athlon, Ryzen 3 sowie Intel Celeron, Pentium Gold und Core Ultra 3.
    • Mittelklasse: Ryzen 5 und Core Ultra 5.
    • Oberklasse: Ryzen 7 und Core Ultra 7.
    • High-End: Ryzen 9, Ryzen Threadripper und Core Ultra 9.

Auf der nächsten Seite beantworten wir typische Fragen: Was bedeuten Cores und Threads? Brauchen Sie einen integrierten Grafikchip? Was bedeuten "Boxed" und "Tray"? Anschließend finden Sie unsere CPU-Empfehlungen für Gaming, professionelles Arbeiten oder den gehobenen Multimedia-Office-Alltag.