Dauertest Nokia N85

Verarbeitung und Display

© Fotos: Nokia

Dual-Slider: Schiebt man das N85 im Querformat nach rechts auf, erscheinen Playertasten und die Anzeige wechselt ins Querformat

Das N85 bildet in puncto Verarbeitung leider keine Ausnahme: Bereits nach kurzer Zeit, spätestens aber wenn sich das Handy mit einer Münze oder einem Schlüssel die Hosentasche teilen musste, lassen sich die ersten Kratzer auf der Hochglanzfront entdecken.

Aber wenigstens sorgen die kompakten Abmessungen dafür, dass das N85 überhaupt in eine Hosentasche passt, ohne allzu sehr aufzutragen. Auch die Slidermechanik ist nicht frei von Kritik. So weisen die Testgeräte am Ende des Dauertests im geöffneten Zustand doch deutlich mehr Spiel auf als zu Beginn.

Weiterer Schwachpunkt: Der Akkudeckel sitzt nicht wirklich fest auf der Rückseite. Das ist zwar nicht dramatisch, doch von einem Handy, das bei seiner Einführung im Oktober 2008 stramme 569 Euro gekostet hat, darf man eine bessere Verarbeitung erwarten.

Und so gehen hier auch die Meinungen im Forum recht weit auseinander, die Spanne reicht von "indiskutabel" bis zu "absolut in Ordnung". Apropos Preis: Hier hat sich mittlerweile einiges getan, aktuell gibt es das N85 für nur noch 379 Euro im Nokia-Shop. In anderen Online-Shops wird es sogar unter 350 Euro angeboten.

Das Display begeistert

© Archiv

Das N85 besitzt zwar keinen automatischen Lagesensor, dennoch lassen sich alle Menüinhalte im Querformat darstellen

Ist die Verarbeitung also kein Ruhmesblatt, waren sich beim Thema Display alle einig: Die OLED-Anzeige ist einfach klasse. Das N85 präsentiert die Inhalte knackscharf und kontrast- sowie farbstark. Zwar ist es mit seinen 2,6 Zoll nicht übermäßig groß, doch lassen sich Menüinhalte, Fotos und auch Webseiten vernünftig darstellen.

© Screen: connect

Der Browser arbeitet recht flott und stellt Webseiten sowohl hoch als auch quer dar

Die Menüs bergen wie bei S60-Handys üblich teils sehr viele Unterpunkte, was dem User denn auch ein gewisses Maß an Einarbeitungszeit abverlangt. Ist diese Fron erst einmal geleistet, bremsen einen im Alltag aber keine großen Unklarheiten aus. Als Sand im Getriebe erwies sich beim fröhlichen Menüzappen allerdings ein ums andere Mal der Prozessor, der gerne einen Ticken flotter arbeiten dürfte.

Beim Thema Tastatur gibt es dagegen viel Licht und nur wenig Schatten zu vermelden. Die recht kleinen Drücker der flachen Zifferntastatur wirken auf den ersten Blick vielleicht nicht sehr vertrauenserweckend, lassen sich in der Praxis aber sicher bedienen.

Dafür sorgt nicht zuletzt der recht große Abstand zwischen der ersten Ziffernzeile und der oberen Gehäusekante, dank dem man gut an alle Tasten herankommt. Das hat Nokia beim N85 wirklich gut gelöst. Auch der seitlich platzierte Schieber für die Tastatursperre ist ausgesprochen praktisch.

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