Soundbrille und In-Ear-Sportkopfhörer

Bose Frames Rondo und Soundsport Free im Test

Sound mit Stil: Die Sonnenbrille Frames Rondo, die Musik abspielt, und der kabellose Sportkopfhörer Soundsport Free – zwei innovative Bose-Produkte überzeugen im Test.

Inhalt
  1. Bose Frames Rondo und Soundsport Free im Test
  2. Bose Soundsport Free im Test

© Bose

Treibende Beats: Bose ist bekannt für guten Klang.

Wer sich auf der Bose-Webseite austobt, trifft nicht nur auf die allseits bekannten Noise-Cancelling-Headsets und kompakten Lautsprechersysteme, sondern auch auf Soundprodukte aus der Trickkiste. Zwei davon haben wir genauer unter die Lupe genommen: die „Soundbrille“ Bose Frames und die drahtlosen Sportkopfhörer Soundsport Free.

Bose Frames: Die Sonnenbrille mit Soundeffekt

Weil Redakteure zwangsweise neugierig sind und sein müssen, haben wir uns zunächst auf die Frames gestürzt, die Bose zu Preisen um 230 Euro in der kompakteren Form Rondo (Kopfgröße S/M) und in der größeren Variante Alto (Kopfgröße M/L)​ anbietet. 

Die von uns getestete Rondo kommt in einer hochwertigen Kartonverpackung daher, in der sich wiederum ein festes Brillenetui befindet, das schließlich den Blick auf die Soundbrille freigibt. Die siedelt sich optisch irgendwo zwischen Ray Ban und Ray Ban an, erreicht aber nicht deren Wertigkeit. Na ja, so eine Ray Ban kostet ja auch schon um die 80 Euro und kann erst mal nix außer vor zu hoher Sonneneinstrahlung schützen. 

Das tut die Bose auch. Ihr großer Auftritt kommt aber an anderer Stelle: In den gar nicht mal auffällig großen Ohrbügeln verstecken die Amerikaner Lautsprecher, Akku und Bluetooth-Empfänger für Musikspaß unterwegs. Das Pairing mit dem Smartphone klappt über die App "Bose connect"auf Anhieb. Glücklicherweise verkündete eine Stimme aus dem Bügel noch 70 Prozent Akkukapazität, sodass wir sofort loslegen konnten. 

© Bose

Schützt vor Sonne und sorgt für Sound: die Bose Frames.

Erstaunlich guter Sound, wenn auch wenig Bass

Erwartet hatten wir ehrlicherweise nicht viel, weshalb die Überraschung verhältnismäßig groß war. Sehr luftig, offen und weiträumig bildete die Brille mittlere und hohe Tonlagen ab, hatte nichts Fiepsiges oder gar Nervendes und spielte sich richtig fresh durchs Repertoire. Bisher war nur vom Mittelhochton die Rede. Warum? Na, weil von Bass nicht wirklich die Rede sein kann. Zwar vibrierten die Bügel ordentlich, aber so richtig viel Tiefton kam nicht an. Dies ist allerdings eher als Hinweis für potenzielle Interessenten denn als Kritik zu werten. Schließlich braucht Bass Membranfläche – und die passt in keinen Ohrbügel dieser Welt. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Heimkinosubwoofer kommt auf rund 500 Quadratzentimeter Membranfläche, die kleinen Öffnungen bei der Frame addiert vielleicht auf einen einzigen. Akustisch blendet die Frame alles unterhalb von 80 Hertz aus, wohl auch, um die kleinen Lautsprecher zu schützen.

Als Bonus bieten die Entwickler unter dem Begriff „Bose AR“ über entsprechende Apps besondere Soundeffekte an, die aber noch nicht flächendeckend verfügbar sind. Wir haben "Star Wars" ausprobiert, fanden es auch ganz beeindruckend, würden das Feature aber nicht auf die Liste der absolut unverzichtbaren Ausstattungsmerkmale setzen.

Lautstärke per Kopfbewegung regeln

Mit dem neuesten Update beherrscht die Frame auch Lautstärkeregelung über Kopfbewegung: Multifunktionstaste betätigen, nach links drehen und es wird leiser, nach rechts wird es lauter – spooky, magic und pfiffig. Titelskip und Rufannahme erfolgen gleichfalls über die Multifunktionstaste. 

Wer 2 Stunden über einen proprietären Kontakt auflädt, soll mit bis zu 3,5 Stunden Wiedergabedauer belohnt werden. Brutal laut werden die Frames eher nicht, wer welche besitzt, der sollte mal die Handflächen über das Bügelende halten – genau da, wo die Schallaustrittsöffnungen sind. Er wird einen immensen Pegelboost erleben, weil der Schall dann direkter aufs Ohr gerichtet wird. Sollten Sie demnächst sonnenbebrillte Menschen sehen, die sich beide Hände über die Ohren halten, dann sind das Bose-Frames-Nutzer, die diesen Artikel gelesen haben.

© WMP

Fazit

Was sind die Frames denn nun, welches Urteil wird ihnen gerecht? Am ehesten wohl ein echt pfiffiges Will-ich-haben-kann-ich-mir-leisten-Sound-Gadget, das seine Nutzer nicht von der Außenwelt isoliert, am Strand oder dessen Promenade eine gute Figur macht und obendrein gut klingt, sofern die persönliche Musikpräferenz nicht auf Rap oder anderen basslastigen Genres liegt. In der Featurelist schlagen die Frames jede noch so teure Sonnenbrille um Längen.

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