Multisportuhr

Garmin Fenix 6 Pro Solar im Test

Die Multisportuhren von Garmins Fenix-6-Reihe lassen sich nun alle mit Solarladelinse bestellen. Bringt dies tatsächlich Vorteile bei der Akkulaufzeit? Wir haben die Fenix 6 Pro Solar getestet.

© Garmin

Das MIP-Display der Fenix 6 Pro Solar wird von einem Solarladering eingefasst, über den der größte Anteil der Sonnenenergie gewonnen wird.
EUR 760,33

Pro

  • robustes Edelstahl-Gehäuse und Wasserresistenz bis 10 ATM
  • Schlaftracking, Stresslevelmessung, Atemfrequenz & Sauerstoffsättigung verfügbar
  • Aufzeichnen aller nur erdenklichen Sportarten
  • innovative Laufzeitverlängerung dank Solarlinse
  • sehr genaue Messwerte bei Puls, GPS und Stockwerken
  • Offline-Karten und Streaming über Spotify, Amazon & Deezer
  • sehr gute und übersichtliche App

Contra

  • nur vorgefertigte Antworten möglich
  • hoher Preis

Fazit

connect-Urteil: sehr gut (442 von 500 Punkten)
88,4%

Garmin hatte 2019 erstmals bei seiner Fenix-Reihe ein Modell mit Solarlade linse im Display vorgestellt. Nun ist diese Option für alle Modelle der Fenix-6-Reihe verfügbar. Wir haben mit der Fenix 6 Pro Solar das mittlere Modell mit einem Gehäusedurchmesser von 47 Millimetern im Test.

Doch bringt der Aufpreis für die Solarversion von 195 Euro tatsächlich eine längere Akkulaufzeit? Garmin spricht immerhin von zwei Tagen. Bei einer Wanderung (4,5 Stunden) haben wir sowohl das Solar- als auch das Non-Solar-Model der Fenix 6 getragen: Umgerechnet erreicht die Fenix 6 Pro Solar demnach beim Wandern eine Laufzeit von 41 Stunden, beim normalen Modell sind es 35 Stunden – nicht schlecht.

Auch im Smartwatch-Modus gehört die Uhr mit 133 Stunden Akkulaufzeit zum Dauerläufer und die 16:40 Stunden, die wir für intensive Sporteinheiten ermittelt haben, sind ebenfalls ausgezeichnet.

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Am Grundkonzept hat Garmin sonst nichts geändert: Die Fenix 6 ist immer noch ein erstklassiger Multisportler mit riesigem Funktionsumfang: So trackt man etliche Sportarten, wobei 35 auf der Uhr vorinstalliert sind. Neu dazugekommen sind Indoorklettern und Surfen.

Offlinekarten samt Navigationsfunktion hat man ebenfalls am Handgelenk. Für die Auswertung aller Aktivitäten nutzt die Fenix 6 Solar eine Vielzahl von Messwerten aus GPS-, Puls-, Temperatur- und Barometersensorik.

Sogar die Sauerstoffsättigung wird erfasst. Durch die ausgefeilte Analysefunktionen von Garmin erfährt der Sportler somit alles über seinen aktuellen Fitnesslevel, Trainingseffekte oder Schweißverlust.

© Screenshot / Montage: connect

(links) Die Tagesansicht in Garmins App zeigt den Trainingszustand und aktuelle Gesundheitswerte. (rechts) Garmins Schlafanalyse enthält neben den Zyklen auch Bewegungs-, Sauerstoff- und Atmungsdaten.

Überragend sind auch die Gesundheitsfunktionen: Neben dem üblichen 24-Stunden-Puls- und Bewegungstracking misst die Fenix 6 den Stresslevel und gibt Auskunft über die eigenen Energiereserven, „Body Battery“ genannt.

Zudem gibt es eine noch umfassendere Schlafanalyse, die die Qualität der Nachtruhe mit einem Score einordnet (leider nur auf der Uhr) und Tipps zur Optimierung liefert.

Dabei ist Garmins Smartphone-App Herzstück aller Auswertungen mit einer enormen Analysetiefe und vielen detaillierten Diagrammen. Was die Genauigkeit der Messdaten angeht, sind wir sehr zufrieden: So misst die Fenix 6 Solar Stockwerke (rauf und runter), Strecken und den Puls sehr akkurat.

Der Schrittzähler liefert gute, teils aber inkonsistente Ergebnisse. Minuspunkte sammelt die Fenix 6 Solar nur bei der Handlichkeit und beim Display. Ersteres liegt an ihren üppigen Abmessungen und dem hohen Gewicht von 82 Gramm. Wobei sie unter Einsatz von Edelstahl jedoch gewollt robust gebaut ist.

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel

Beim Display muss man auf eine Toucheingabe und hohe Helligkeit verzichten. Dafür gibt‘s eine ständig gute Bedienung über die Tasten und dank des transflektiven MIP-Screens eine top Akkulaufzeit und Ablesbarkeit bei starker Sonne.

Fazit

Wer häufig lange Outdooraktivitäten oder Mehrtagestouren plant, für den könnte die Investition in das Solarmodell sinnvoll sein. Der normale Durchschnittssportler wird kaum profitieren und kann zur regulären Fenix 6 greifen.

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