Mittelklasse-Smartphone

Honor 70: Kamera im Test

21.9.2022 von Joachim Bley

ca. 2:10 Min
Testbericht
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Honor 70
Kamera des Honor 70: Tiefenkamera mit 2 Megapixeln und F2.4, Weitwinkelmodul mit 54 Megapixeln und F1.9, Ultraweitwinkel/Makro mit 50 Megapixeln und F2.2
© Honor

Für Bilder hat das Honor 70 zwei Kameras an Bord: ein Weitwinkelmodul mit 54 Megapixeln und eine Superweitwinkeleinheit mit 50 Megapixeln.

Die Hauptkamera

Die Hauptkamera arbeitet mit 54 und mit 12 Megapixeln. In Summe über die drei Messungen schneidet die geringere Auflösung ein wenig besser ab und verdient sich die Wertung „gut“.

Bei viel Licht liegen aber die Bilder mit 54 Megapixeln noch vorne – bei viel Licht liefern beide Modi sehr gute Qualität.

Lässt das Licht nach, sollte man sich für die 12-MP-Auflösung entscheiden, denn dann nähert sich die Abbildungsqualität beider Module aneinander an – mit zunehmendem Vorteil für die 12-MP-Auflösung.

Im Dunkeln baut die Hauptkamera relativ deutlich ab: Strukturen mit niedrigem Kontrast wirken verschwommen, die mit hohem Kontrast verfremdet.

Das Zweifachzoom

Zum Zoomen dient die Hauptkamera. Doch die Abbildungsleistung sinkt gegenüber dem Weitwinkelmodul deutlich: Bei viel Licht reicht sie nur für ein „befriedigend“. Die schwache Detailwiedergabe spricht gegen das Zoom.

Das Superweitwinkelmodul

Das Superweitwinkelmodul fotografiert mit 50 oder mit 12 Megapixeln, Letzteres ist die bessere Wahl. In Summe arbeitet diese Kamera damit zwar nur „befriedigend“, doch bei viel Licht sind die Aufnahmen „gut“. Die Optik hat einen ausgeprägten Randabfall, was das Ergebnis verschlechtert. Mit nachlassendem Licht verliert diese Kamera schneller an Niveau.

Fazit

Die Hauptkamera des Honor 70 erreicht in Summe mit 12 Megapixeln eine „gute“ Bewertung – im Vergleich mit anderen Weitwinkelmodulen kann sie aber nicht glänzen. Vor allem der Leistungseinbruch bei Dunkelheit wirkt sich negativ auf die Note aus. Zoomen mit der Hauptkamera empfehlen wir nicht. Das Superweitwinkelmodul liefert bei viel Licht gute Resultate, ist wegen des Randabfalls in der Praxis aber nicht für alle Motive geeignet.

Honor 70
oben: Im Modus Solo Cut erstellt das Honor 70 gleichzeitig zwei 1080p-Videos. In der Hochformataufnahme steht die zuvor in der Gesamtansicht ausgewählte Person im Mittelpunkt. unten: Der Story-Modus gibt für beliebte Szenarien die Struktur in Form von Anzahl und Länge der benötigten Aufnahmeteile vor und zeigt zudem an, wie die Takes aussehen könnten.
© Honor

Auf Vlogger zugeschnitten: die Video-Tools

Wer als Video-Blogger, kurz Vlogger, sein Leben über Social Media teilen möchte und für alle, die ihre Erlebnisse gern in bewegten Bildern festhalten, stellt die Kamera-App des Honor 70 interessante Extras bereit.

Der Story-Modus hält für beliebte Szenarien wie Sport, Party und andere Glücksmomente ein visuelles „Drehbuch“ bereit. Je nach Thema enthält die Rahmenstruktur mehrere Aufnahmeteile mit vorgegebener Länge. Für jede Einstellung zeigt ein Vorschauvideo an, wie die Szene aussehen könnte. So müssen Vlogger nur noch die Motive wählen und ihre Aufnahmen starten. Am Schluss setzt die Kamerasoftware sämtliche Takes inklusive Überblendungen mit einem Fingertipp zu einer „Story“ zusammen. Die Videoclips lassen sich hinterher auch noch nachbearbeiten.

Der Solo-Cut-Modus eröffnet ganz neue Perspektiven für die Aufzeichnung der Party, der Musik-, Theater- oder Sportevents der Kids. Das Honor 70 erstellt dazu zwei 1080p-Videos mit elektronischer Bildstabilisation und bei Bedarf auch mit Beauty-Programm. Als Ergänzung zu dem Gesamtbild rückt die Solo-Hochkantansicht einen zuvor ausgewählten „Filmstar“ in den Mittelpunkt. Die KI-Gesichtserkennung verliert die Hauptperson ab und an kurz aus den Augen, funktionierte aus nicht zu großer Entfernung aber recht gut. Honor empfiehlt, aus Abständen bis zu vier Metern und gegebenenfalls mit dem Zweifach-Digitalzoom zu filmen. Sollte der Videostar zwischendurch den Schauplatz verlassen, wird nach dessen Comeback die Solo-Aufnahme mit etwas Verzögerung selbsttätig fortgeführt.

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