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Huawei Mate 20 Pro: Biometrische Sicherheit

Inhalt
  1. Huawei Mate 20 und Mate 20 Pro im Test
  2. Huawei Mate 20 und Mate 20 Pro: Kamera
  3. Huawei Mate 20 Pro: Biometrische Sicherheit
Huawei Mate 20 Pro

© Huawei

Beim Mate 20 Pro wird die 24-Megapixel-Kamera von einer Sensorphalanx flankiert. Das ermöglicht eine Gesichtserkennung wie bei Apples Face ID.

Das Mate 20 Pro bietet eine in der Android-Welt einzigartige Kombination biometrischer Sensoren. Für den Nutzer sind das gute Nachrichten.

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der aktuellen iPhone-Generation ist die Gesichtsentsperrung mittels Face ID. Apple hat ein besonders sicheres Verfahren entwickelt, hinter dem weit mehr steht als eine Kamera, die das Gesicht optisch erfasst. Denn die Optik wird von einer ganzen Phalanx von Sensoren flankiert, deren Kernelemente ein Infrarot- und ein Tiefensensor sind. Damit ist ein dreidimensionaler Scan des Gesichts zu jeder Tageszeit möglich. Das Sicherheitsniveau ist mit dem Fingerabdruck vergleichbar, eine Täuschung mit Masken oder Fotos schließt Apple aus. Huawei geht beim Mate 20 Pro mit dem „Face Scan“ einen ähnlichen Weg. Die Chinesen erfassen nach eigenen Angaben etwa 30.000 Punkte im Gesicht. Im Gegensatz zu Apple wird die Gesichtserkennung allerdings mit einem Fingerabdrucksensor kombiniert, der direkt in den Touchscreen eingelassen ist.

Charmante Kombination

Das erstmalige Einscannen des Fingerabdrucks dauert länger als wir von Huawei gewohnt sind, die Erkennungsrate in unserem Test lag aber auf einem genauso hohen Niveau wie ein klassisches Sensorfeld. Den Fingerabdruck benötigt man aber ohnehin nur noch als Alternative, wenn der „Face Scan“ versagt, was in unserem Test so gut wie nie der Fall war. Das Verfahren funktioniert in jeder Lichtsituation und auch im schrägen Winkel problemlos und ist genauso komfortabel, wie wir es vom iPhone X kennen. Ihren besonderen Charme gewinnt die Lösung von Huawei mit der Kombination von zwei Methoden, die für sich allein genommen schon sehr bequem sind. Auch wenn man im Winter einen Schal vor dem Mund trägt oder wenn das Phone in Richtung von anderen Personen gehalten wird (etwa um Fotos zu zeigen), muss man beim Mate 20 Pro keine PIN eingeben. Die PIN wird fast nur noch im Rahmen der obligatorischen dreitägigen Sicherheitsabfrage benötigt – was auch sinnvoll ist, weil sonst die Gefahr besteht, dass man die Zahlenfolge irgendwann vergisst

Die passende Software

Passend zu den neuen biometrischen Methoden implementiert Huawei einen Passwort-Manager in EMUI 9, der alle Nutzernamen und Passwörter speichert, die auf dem Phone eingegeben werden – eine Funktion, mit der nicht nur iOS, sondern auch Samsungs Android-Oberfläche Experience UI bisher immer gegen Huawei punkten konnten. Ergänzt wird der Passwort-Manager von den Extras, die man bereits von Huawei kennt und schätzt: Per App-Sperre kann der Besitzer Apps festlegen, die sich nur von ihm öffnen lassen, der Zugang erfolgt via PIN, Face Scan oder Fingerabdruck. Das Gleiche gilt für den „Dateisafe“, der Fotos, Videos und andere Dateien verschlüsselt, und für den „Private Space“, eine getrennte Android-Oberfläche, auf die man nur mit einem extra dafür hinterlegten Fingerabdruck zugreifen kann. Das Mate 20 kommt mit den gleichen Software-Funktionen, trägt den Fingersensor aber klassisch auf dem Rücken und die Gesichtsentsperrung erfolgt nur mithilfe des Kamerasensors.

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