Günstiges Smartphone

LG K50 im Praxistest

LG hat mit dem K50 ein Smartphone mit Dual-Kamera und 3D Surround Sound am Start. Was kann das Smartphone für unter 200 Euro? Wir machen den Praxistest.

LG K50

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LG K50

LG hatte das K50 auf dem MWC 2019 als  "Smartphone im mittleren Preissegment" vorgestellt. Im Sommer kam es nun auf den Markt und ist für unter 200 Euro erhältlich. Dafür bekommt man ein Smartphone mit Kinoformat-Display, Dual-Kamera und DTS:X 3D Surround Sound. Aber wie schlägt sich das LG K50 im Praxistest?

Display und Design

Das LG K50 hat ein großes 6,26-Zoll-Display. Mit 1.520 x 720 Pixeln (HD+) hat es eine für die Preisklasse übliche Auflösung. Das LC-Display dürfte etwas heller sein. Gerade bei Sonneneinstrahlung kann es schwierig werden, Inhalte abzulesen, vor allem, da es dann auch relativ stark spiegelt. Gut: Um die Augen zu schonen, kann man den Blauanteil automatisiert zu bestimmten Zeiten oder jederzeit manuell reduzieren.

Das Display kommt im modernen langgestreckten 19,5:9-Format. Am oberen Rand befindet sich eine Wassertropfen-Notch, die man über die Einstellungen auch optisch ausblenden kann. Das Gehäuse ist mit Abmessungen von 161,3 x 77 x 8,75 Millimetern relativ groß. Dafür ist eine Einhandbedienung integriert, die die Anzeige bei Bedarf verkleinert.

Mehr lesen: Weitere Infos zum LG K50

Der Rahmen des LG K50 besteht aus Metall, die Rückseite ist aus Kunststoff. Laut LG entspricht das Smartphone den Anforderungen des Militärstandards MIL-STD810G. Damit soll es Hitze und Kälte sowie Temperaturschocks ebenso aushalten wie Luftfeuchtigkeit, Vibrationen oder einen Aufprall. Die Verarbeitungsqualität des Smartphones wirkt insgesamt gut. Das Gehäuse ist verwindungssteif und knarzt nicht und auch die Kamera schließt mit dem Gehäuse ab.

LG K50

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Beim LG K50 muss man mit relativ breiten Rändern um das Display leben. Die Notch lässt sich optisch ausblenden.

Prozessor und Speicher

Unter der Haube des LG K50 läuft ein Octa-Core-Prozessor mit bis zu 2,0 GHz, der zusammen mit 3 GB RAM die nötige Leistung für Alltagsaufgaben liefert. Für die nötige Ausdauer sorgt dabei der 3.500-mAh-Akku. Wir konnten das LG K50 zwar noch nicht im Labor unter dir Lupe nehmen, doch im Praxistest hatten wir den Eindruck, dass man mit einer Akkuladung gut durch den Tag kommt. Geladen wird das Smartphone über einen Micro-USB-Anschluss, auf die modernere USB-C-Verbindung verzichtet LG.

Das LG K50 liefert 32 GB an internem Speicher, von denen das System aber bereits 15 GB beansprucht. Da trifft es sich gut, dass man den Speicher über eine Micro-SD-Karte erweitern kann – nominell um bis zu 2 TB.

Parallel dazu kann man auch eine zweite SIM-Karte nutzen, denn die Dual-SIM-Version des LG K50 hat einen separaten Slot für eine zweite Nano-SIM-Karte. Praktisch: In der Bedienungsleiste kann man einen Shortcut einrichten, um schnell zwischen beiden SIM-Karten zu wechseln.

LG K50

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Auf der Rückseite sitzt eine Dual-Kamera, darunter ist der Fingerabdrucksensor, der flott und zuverlässig arbeitet.

Kamera

Das LG K50 kommt mit zwei Kameras auf der Rückseite. Bei der Hauptkamera handelt es sich um einen 13-Megapixel-Sensor mit Blende F2.2, der von einem Phasenautofokus unterstützt wird. Der zweite Sensor mit 2-MP-Auflösung ist ein Tiefensensor, der für die Bokeh-Effekte bei Porträt-Aufnahmen zuständig ist. Die Abgrenzung zwischen Motiv und Hintergrund klappt dabei gut. Die Frontkamera knipst ebenso mit 13 MP, muss beim Porträtmodus aber ohne den Tiefensensor auskommen.

Über die Funktion AI Cam kann man eine automatische Szenenoptimierung einschalten. Die KI erkennt verschiedene Motive, etwa Personen, Haustiere, Speisen oder Landschaft und passt die Voreinstellungen entsprechend an. Die Ergebnisse haben uns im ersten Test gut gefallen. Insgesamt wirkten die Farben bei den Aufnahmen mit aktivierter AI Cam ausgewogener. Die Bildqualität geht bei den ersten Testaufnahmen völlig in Ordnung, vor allem wenn man die Preisklasse bedenkt. An Highend-Topmodelle kommt das K50 natürlich nicht heran.

LG K50 Screenshots

© LG / Screenshot: connect

links: Wenn man Kopfhörer verwendet, kann man DTS:X 3D Surround Sound aktivieren. rechts: Über zweimaliges Drücken der Google-Assistant-Taste erhält man eine aktuelle Übersicht, die man an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

Software

Als Betriebssystem ist Android 9 vorinstalliert. LG hat das System um ein Reihe praktischer Funktionen erweitert. So kann man dank Dual-App eine App klonen und etwa Social-Media-Dienste mit zwei Konten parallel betreiben. Mit YouTube Live kann man Videos direkt streamen und über den Screenshot einer Webseite kann man diese später direkt wieder aufrufen. Während man ein Game geöffnet hat, kann man über die Spiel-Tools etwa die Grafikeinstellungen ändern oder den Surround Sound aktivieren.

Dank des DTS:X 3D Surround Sound soll sich das Smartphone übrigens auch für Klangenthusiasten eignen. Den Modus kann man aktivieren, wenn Kopfhörer angeschlossen sind. Damit wirkt das Klangbild dann auch tatsächlich voller. Zusätzlich kann man den Sound auch über verschiedene Equalizer weiter anpassen. Kopfhörer sucht man in der Packung des LG K50 aber vergeblich.

Durch den Alltag helfen kann der Google Assistant, der über eine eigene Hardware-Taste direkt zugänglich ist. Einen Überblick über Wetter, anstehende Termine und sonstige Informationen kann man sich etwa über zweimaliges Drücken der Assistant-Taste abholen. Dazu braucht es nicht einmal einen Sprachbefehl. Im Übrigen kann man die Lautstärke- und Powertasten auch mit zusätzlichen Funktionen belegen, um etwa bei ausgeschaltetem Display die Kamera oder die Notiz-App zu öffnen.

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Fazit

Das LG K50 macht im Praxistest einen guten Eindruck. Der Preisklasse geschuldet muss man ein paar Abstriche machen, etwa bei der Display-Auflösung oder der Bildqualität der Kameras. Doch insgesamt überzeugt das Smartphone mit praktischen Features, die es zu einem guten Alltagsbegleiter machen. An dieser Stelle sei etwa noch der schnelle ac-WLAN-Standard erwähnt, der in der Preisklasse keineswegs selbstverständlich ist.

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