Testbericht

Mio Cyclo 505 HC im Praxistest

13.6.2013 von Sebastian Stoll

Dank vorinstallierter Fahrradkarten samt Waldwegen eignet sich die Fahrrad-Navi Mio Cyclo 505 HC hervorragend für Mountainbiker.

ca. 2:05 Min
Testbericht
Mio Cyclo 505 HC
Mio Cyclo 505 HC
© Mio

Eine schicke und schlanke Alternative zum Smartphone liefert Mio mit dem neuen Cyclo 505 HC. Das 129 Gramm leichte GPS-Gerät ist prädestiniert für den sportlichen Einsatz. Und was man für den stolzen Kaufpreis von knapp 470 Euro bekommt, kann sich sehen lassen: Das auf Open Street Map (OSM) und Tele Atlas basierende Kartenmaterial umfasst 23 europäische Länder inklusive Fahrradkarten.

Hinzu gesellen sich sämtliche Sensoren, die der Sportbiker für die Erfassung seiner Touren benötigt: Herzfrequenz-, Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensor überwachen die Leistungen und bilden diese auf dem 3-Zoll-Touchscreen ab. Über ein integriertes WLAN-Modul kann das Mio Cyclo 505 HC drahtlos mit den Mio-Servern synchronisiert werden.

Einwandfrei zu bedienen

Die Bedienung über die ausreichend großen Kacheln erinnert ein bisschen an das Smartphone-Betriebssystem Windows Phone und gelingt unterwegs einwandfrei - lediglich bei Nässe reagiert der Touchscreen nicht immer präzise. Das Mio Cyclo 505 HC bietet mehrere Möglichkeiten zur Navigation: Man kann klassisch eine Route von A nach B berechnen oder sich im "Surprise Me"-Modus bis zu drei Zufallsrouten ausgeben lassen.

Mio Cyclo 505 HC
Der Mio Cyclo 505 HC kommt mit integriertem WLAN-Modul.
© Mio

Dabei berücksichtigt die Software Eingrenzungen, mit denen sich Kopfsteinpflaster, Fahrradrouten oder unbefestigte Wege meiden lassen. Zusätzlich kann man eine Route auf das Gerät laden und diese nachfahren. Im Übersichtsmodus werden alle Fahrdaten angezeigt, die Felder lassen sich nach Belieben anpassen und belegen.

Routen nicht immer ideal

Unterwegs macht der Mio Cyclo 505 HC eine ordentliche Figur auf dem Lenker, auch wenn man die berechneten Routen - insbesondere die im "Surprise Me"-Modus - nicht immer blind abfahren sollte. Es sind gute Wegstrecken dabei, doch es kommt auch vor, dass die eine oder andere Zufallsroute nicht ganz so ideal ausfällt.

Apps: Fahrrad-Navis im Test

Dank vorinstallierter Fahrradkarte empfiehlt sich das Mio vor allem für Mountainbiker: Die OSM-basierte Karte zeigt zwar keine Höhenlinien an, doch dafür sind die Wanderwege gut sichtbar eingezeichnet. Da beim Mio Cyclo 505 HC im Test unterhalb einer Geschwindigkeit von etwa 7 km/h der GPS-Empfang abbrach, empfiehlt es sich, den mitgelieferten Geschwindigkeitssensor anzubringen, um unvollständige Aufzeichnungen zu vermeiden, beispielsweise bei langsamen Bergetappen.

Mio Cyclo 505 HC
Schnittig: Der Mio Cyclo 505 HC macht auf dem Lenker eine gute Figur.
© Mio

Mio bietet ein Portal namens Mioshare, auf dem man sich neue Touren beschaffen oder eigene Touren hochladen kann. Mioshare ist über den Browser oder über eine PC-Software verfügbar (Achtung: Nicht alle Browser sind kompatibel, Firefox zum Beispiel ist es nicht).

Mac-User schauen in puncto Geräte-Update momentan leider noch in die Röhre, hier gelobt Mio allerdings Nachbesserung.

Mio Cyclo 505 HC: Ausstattung

+ satte Ausstattung inklusive Fahrradkarten und Sensoren+ Wi-Fi und Bluetooth 4.0+ Akkulaufzeit rund 12 Stunden- hoher Preis

Mio Cyclo 505 HC: Bedienung

- hakelige Verwaltung über Browser-Applikation und Desktop-Software Mioshare- spiegelndes Display

Mio Cyclo 505 HC: Fazit

Der Mio Cyclo 505 HC ist ein gut ausgerüsteter GPS-Fahrradcomputer für sportliche Radler. Lediglich die Verwaltung könnte etwas weniger hakelig sein.

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