In fremden Sprachen kommunizieren

Mini-Übersetzer von Pearl und Pocketalk im Praxistest

Zwei neue Gadgets wollen mit Echtzeitübersetzung per Audio und Text bei der Völkerverständigung helfen. Lohnt sich der Kauf?

Inhalt
  1. Mini-Übersetzer von Pearl und Pocketalk im Praxistest
  2. Simvalley Mobiler Echtzeit-Sprachübersetzer und Fazit

© Pocketalk

Überwinden Sprachbarrieren: tragbare Echtzeit-Übersetzer.

In unserer globalisierten Welt müssen wir immer öfter in fremden Sprachen kommunizieren. Doch nicht jeder unterhält sich fließend in Englisch, geschweige denn in Chinesisch. Abhilfe wollen zwei neue Gadgets schaffen, die Gesprochenes (und Geschriebenes) in Echtzeit übersetzen. 

Beide arbeiten nach demselben Prinzip: Man wählt die Sprache aus, in die man etwas übertragen möchte, und spricht seinen Text ins Mikro. Der erscheint dann als übersetzter Text auf dem Display des Geräts und wird auf Wunsch auch per Sprachausgabe wiedergegeben. So kann man direkte Konversationen führen sowie Inhalte für eine Korrespondenz übersetzen.

Pocketalk S – schick, smart, sympathisch

Starten wir mit dem Pocketalk S. Der ist mit seinem smarten, handlichen Gehäuse auf Anhieb sympathisch – mit 300 Euro allerdings teurer. Ein großer, farbiger Touchscreen nimmt fast die ganze Front ein. Den Knopf darunter drückt man, wenn man einen Text zum Übersetzen sprechen will. Die Eingangs- wie die Zielsprache lassen sich einfach per Ansage wählen (beim Pearl muss man per Hand scrollen). 

© Pocketalk

Smarter Übersetzer in vier Farbn: der Pocketalk S.

Ein Pluspunkt ist die integrierte SIM-Karte, die zwei Jahre Datennutzung in 130 Ländern beinhaltet. Was fehlt: eine Bedienungsanleitung. Das Gerät ist zwar weitgehend intuitiv, aber ein paar Worte zur Bedienung sollte man angesichts des Preises schon erwarten dürfen. Positiv dagegen: Aufgeladen wird mit einem modernen USB-C-Kabel.

Schnelle, sehr gute Übersetzung

Seinen Job erledigt der Pocketalk prima: Die Übersetzung funktionierte pfeilschnell und in sehr guter Qualität. Ab und an war die Grammatik mal nicht zu 100 Prozent korrekt, doch sowohl das Gesprochene als auch der geschriebene Text, der parallel auf dem Display erscheint, waren jederzeit verständlich. 

© Pocketalk

Der Pocketalk unterstützt 74 Sprachen mit Audioausgabe und 55 Sprachen in Textform. Wie beim Pearl sind manche Sprachen mit einer angenehmen, menschlichen Stimme verfügbar, andere nur mit blecherner Maschinenstimme. 

Kamera übersetzt Geschriebenes

Was Pocketalk dem Pearl-Kandidaten voraushat: eine Kamera (sogar mit Licht). Mit der kann man auch längere Texte, Schilder und sogar Handschriftliches abfotografieren und übersetzen lassen. Auch hier gilt: Im Linguistikseminar gäbe es bei manchen Passagen vielleicht Stirnrunzeln, in der Praxis ist aber alles verständlich. Nützlich ist auch der Einheitenrechner für Währung, Maße und Temperatur, der auch als Taschenrechner dient.

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