Erster Test

Moto G6 im Hands-on: Kamera, Akku und Fazit

Inhalt
  1. Moto G6 im Hands-on: Grundsolide Mittelklasse
  2. Moto G6 im Hands-on: Kamera, Akku und Fazit

© Motorola/ Lenovo

Die duale Rückkamera des G6 hat einen 12- und einen 5-Megapixel-Sensor und eine f/1.8-Blende.

Dual-Kamera

Motorola-typisch: Die Kameraerhebung auf der Rückseite ist eine runde Sache. Die mittige Anordnung sorgt dafür, dass nichts wackelt, sobald das Smartphone auf dem Tisch liegt. Fotos werden hier mit einer Dual-Kamera geschossen, die einen 12- und einen 5-Megapixel-Sensor besitzt. Dank ƒ/1.8-Blende fällt auch bei Dämmerung noch ausreichend Licht durch die Linse – rauscharme Bilder darf man natürlich nicht erwarten. Bei guten Lichtbedingungen macht das G6 für seinen Preis aber ziemlich passable Fotos.

In der Kamera-App findet man einen Porträtmodus mit Bokeh-Effekt, erstellt Panoramen oder HDR-Aufnahmen. Beide Kamerasensoren nehmen in Farbe auf, der zweite wird allerdings nur für den Porträtmodus eingesetzt. Zudem lassen sich kreative Bilder erstellen, bei denen nur eine Farbe hervorgehoben wird. Eine der interessantesten Funktionen ist aber die Wahrzeichen- und Objekterkennung, die mithilfe von KI arbeitet. So genügt es zum Beispiel, eine Visitenkarte zu fotografieren, um die Daten darauf für einen neuen Kontakt zu nutzen. Was dort noch gut funktioniert, hat bei anderen Objekten aber manchmal seine Schwächen. Außerdem dauerte die Erkennung recht lange.

Selfies knipst man mit der Frontkamera in acht Megapixeln Auflösung und kann bei Bedarf auch noch einen LED-Blitz dazuschalten. Natürlich gibt es auch bei Motorola witzige Gesichtsfilter à la Snapchat. Filme nimmt man übrigens mit maximal 1080p in 60 fps auf. Ein Stabilisator sorgt auf Wunsch für wackelfreie Videos und macht seinen Job so weit recht gut. Ist er aktiviert, geht allerdings etwas vom Bildausschnitt verloren. 

© Motorola/ Lenovo

Praktisch: Neben zwei SIM-Karten schluckt das Moto G6 zusätzlich noch eine microSD-Karte mit bis zu 128 GB.

Prozessor, Akku 

Das Moto G6 läuft mit einem Snapdragon 450, der mit 1,8 GHz taktet und für eine flüssige Bedienung sorgt. Je nach Variante gesellen sich zum Prozessor drei oder vier Gigabyte RAM und 32 oder 64 Gigabyte Speicher. Unser Testgerät hat mit der kleinen Speichergröße 25 Gigabyte für den Nutzer freigegeben. Wer mag, kann per microSD-Karte bis zu 128 Gigabyte nachladen. Das geht auch dann noch, wenn man das Smartphone im Dual-SIM-Modus mit zwei Telefonkarten nutzt.

In Sachen Connectivity bietet das G6 LTE bis Cat-4, Bluetooth 4.2 und NFC. WLAN ist im 2,4- und 5-GHz-Band verfügbar, schnellen ac-Standard gibt es leider nicht. Zur Energieversorgung verbaut Motorola einen Akku mit 3.000 mAh, der über einen USB-C-Anschluss geladen wird. Das dann auch ruckzuck, denn es liegt ein Schnellladenetzteil mit in der Verpackung. Wie lange der Akku trotz großem Display durchhält, wird der connect-Ausdauertest noch genauer zeigen.

Fazit  

Wir halten fest: Das neue Moto G6 macht einen runden Gesamteindruck. Von Verarbeitungsqualität und Design über die Kamera bis zur Software stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis allemal. Die Implementierung einer eigenen Sprachsteuerung wirkt jedoch ambitioniert. Ob es Motorola schafft, mit Google und Co. mitzuhalten, wird sich zeigen. Wir sind gespannt, wie sich das Smartphone im ausführlichen connect-Test schlägt. 

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