Testbericht

Nokia 701 im Test

9.11.2011 von Athanassios Kaliudis und Michael Peuckert

Noch nie war es so einfach, ein Touchscreen-Smartphone mit Symbian zu beherrschen: Das 701 glänzt mit intuitiver Bedienung, hübscher Optik und einer Stange voll Features.

ca. 2:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Nokia 701 im Test
  2. NFC-taugliches Zubehör
  3. Datenblatt
  4. Wertung
Nokia 701 im Test
Nokia 701 im Test
© Nokia

Totgesagte leben bekanntlich länger - so auch das Smartphone-Betriebssystem Symbian. Galt die teils zähe, aber enorm vielseitige und detaillierte Benutzeroberfläche seit der verkündeten Allianz von Nokia und Microsoft endgültig als Auslaufmodell, pushen die Finnen ihr Baby in letzter Zeit doch enorm. So konnte bereits Symbian Anna mit moderner Optik und spannenden Features auf dem Nokia E6-00 glänzen.

Symbian Belle soll nun sogar noch einen Schritt weiter gehen. Zudem steht die aktuellste Softwareversion auch für sieben ältere Smartphones - darunter das E7, N8 und X7 - zum Download bereit.

Edle Hardware mit hellem Diplay

Nokia 701
Das Hauptmenü bietet nur eine Ebene und wirkt bei der großen Anzahl von Einträgen etwas unübersichtlich.
© Archiv

Erster Symbian-Belle-Vertreter im connect-Test ist das Nokia 701 für einen empfohlenen Verkaufspreis von 379 Euro. Das Smartphone kommt in einem unauffälligen Gehäuse daher, das in den Farben Schwarz, Silber und Lila lieferbar ist. Verarbeitung sowie Materialauswahl sind jedoch top, der 3,5 Zoll große Touchscreen ist im Alltag dank der Corning-Gorilla-Glass-Abdeckung gegen Kratzer weitgehend immun.

Auch die farbstarke Darstellung der Anzeige weiß zu überzeugen. Eine Klasse für sich ist das Display jedoch in puncto Helligkeit: Bei den Messungen erreichte die Anzeige beeindruckende 767 cd/m2 und ist damit auch biergartentauglich - der nächste Sommer kann also kommen.

Neuer Look, flottes Tempo

Dazu passt auch die neue Benutzeroberfläche von Symbian Belle, die den Nutzer farbenfroh und detailverliebt, aber dennoch informativ empfängt, etwa beim Uhren- oder Kalender-Widget. Die sechs Ebenen des Startscreens lassen sich nicht nur mit Widgets und Schnellzugriffen, sondern auch jeweils mit unterschiedlichen Hintergründen individualisieren, die beim Wechsel sanft ineinander geblendet werden.

Auch das nach Android-Vorbild gestaltete Pulldown-Menü, das über Verbindungen und Nachrichten informiert, kann überzeugen. Solche netten Spielereien waren früher für Symbian-Smartphones undenkbar.

Kritik muss sich das 701 allerdings beim Hauptmenü gefallen lassen, das nun ebenso ungeordnet ist wie bei vielen Android-Modellen. Immerhin kann der Nutzer eingreifen und sich nach eigenem Gusto entsprechende Ordner anlegen, um Übersicht zu schaffen.Was leider nicht zu ändern ist: Der eingeblendeten Schreibmaschinentastatur täten größere Bedienflächen gut.

Bildergalerie

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Symbian-Smartphones

Zwei neue Nokia Smartphones mit Symbian Belle

Eine schöne Entwicklung zeigt sich beim Bedientempo. Waren nervige Wartezeiten bei früheren Symbian-Modellen an der Tagesordnung, so drückt das 701 nun aufs Tempo. Wechsel der Startscreen-Ebenen gelingen inklusive schicker Übergänge ebenso flüssig wie das Aufrufen von Programmen. An dieser guten Leistung haben der 1-GHz-Prozessor sowie die üppigen 1 GB RAM ihren Anteil.

Apropos Speicher: Hier zeigt sich Nokia großzügig und stellt dem Nutzer über 7 GB zur freien Nutzung bereit. Über den Micro-SD-Slot unter dem Akkudeckel lässt sich der Speicher zudem ganz bequem erweitern.

Kompromisslose Ausstattung

Schwere Geschütze fährt das 701 bei der Ausstattung auf. Der Blick auf die Featureliste offenbart nur wenige Lücken, aber viele Highlights - beispielsweise NFC zum Datentausch im Nahbereich oder einen UKW-Sender, der Musik vom 701 an jedes UKW-Radio funken kann. Hier finden Sie zwei Beispiele für NFC-taugliches Zubehör.

Nokia 701
connect-Kurzbewertung
© Archiv

Spendabel zeigt sich Nokia auch bei den vorinstallierten Apps: So hat das 701 nicht nur den Sports Tracker, die kostenlose hauseigene Navigation, ein Wörterbuch samt Übersetzung sowie diverse Spiele mit NFC-Funktion an Bord, sondern auch reichlich Businessfunktionen. Nachschub bietet der Ovi Store.

Das hohe Niveau von Handhabung und Ausstattung konnte das 701 bei den Messungen im Labor nicht halten. Zwar bietet das Nokia gute Leistungen beim Empfang und ordentliche bei der Ausdauer. Die Ergebnisse für die Sprechzeit und die typische Ausdauer liegen aber nur im Mittelfeld. Alles in allem kann das 701 aber überzeugen.  

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