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On-Ears

Teufel Supreme On im Test

Er ist klein, umfangreich ausgestattet und günstig. So weit, so Teufel. Doch was ist das? Den Supreme On gibt es in sechs Farbausführungen. Das ist überraschend. Weniger überraschend: Er klingt ziemlich gut, wie unser Test zeigt.

© Teufel

Teufel Supreme On im Test

Pro

  • lebendiger, druckvoller, ausgewogener Klang
  • günstiger Preis
  • gute Verarbeitung
  • angenehmes Gewicht
  • Akku hält lange durch (20 bis 30 Stunden)

Contra

  • On-Ears sind nicht jedermanns Sache
  • könnte im Mittel- und Hochton noch feiner auflösen

Teufels neuer Supreme On ist ein On-Ear, also ein Kopfhörer, dessen Muscheln auf den Ohren aufliegen und sie nicht umschließen, wie das bei Over-Ears der Fall ist. On-Ears sind meist für den mobilen Betrieb gedacht, und so ist es auch beim Supreme On.

Entscheidend für den Tragekomfort ist hier der Anpressdruck. Man muss solche Kopfhörer – mehr noch als ohrumschließende – auf jeden Fall längere Zeit ausprobieren. Werden die Ohren nach wenigen Minuten schon warm? Tun sie vielleicht sogar schon weh, bevor eine CD durchgehört wurde?

Klar, dass hier auch die Polster wichtig sind. Die des Supreme On sind ein Mittelding zwischen weich und fest, womit sie für einen guten Sitz sorgen. Das auf dem Kopf aufliegende Polster des Bügels ist ein wenig dünn, was aber nicht weiter stört, da der Teufel nur 165 Gramm wiegt.

A propos Bügel: Es ist schlicht erstaunlich, wie hochwertig der kleine günstige Kopfhörer gemacht ist! Die Scharniere des Federstahl-Bügels etwa sind robust und sollten eine ganze Zeit ihren Dienst verrichten.

Teufel Supreme On: Ausstattung

Technisch bietet der Kopfhörer alles was man braucht – auf Noise-Cancelling verzichtet er. Dafür dämpft er aber Umgebungsgeräusche auch so schon ganz gut ab. Smartphones können per Bluetooth 5.0 (mit aptX und ACC) oder NFC ankoppeln, und dank der Funktion „ShareMe“ kann ein Smartphone gleichzeitig zwei Supreme On Kopfhörer mit Musik versorgen.

Der Teufel bietet eine Freisprecheinrichtung mit zwei Mikrofonen für kabelloses Telefonieren oder Skypen im Heimbüro. Gesteuert wird er über einen kleinen „Joystick“ an der rechten Muschel. Das hat uns besonders gut gefallen. Über die kostenlose Teufel-Headphone-App (iOS und Android) kann man zusätzliche Einstellungen vornehmen sowie einen praktischen Equalizer nutzen.

Kopfhörer

Von den Anfängen der Audioübertragung, über hifidele Elektostaten bis zum heutigen Kopfhörer-Trend.

Der ist eigentlich nicht nötig, klingt der Teufel doch in der „Neutral“-Stellung am besten, sowohl über Kabel als auch über Bluetooth. Die Kritik zuerst: In den oberen Mitten und im Hochton könnte er noch etwas feiner auflösen.

Er wirkt aber nicht dumpf und wer keinen direkten Vergleich anstellt, wird sich daran vielleicht gar nicht stören. In John Frusciantes „Lever Pulled“ gibt er dessen leicht nasale Stimme sehr natürlich wieder, nuanciert und mit einem feinen Gespür für den Hall.

Der Bass ist kräftig, aber nicht vorlaut, der Klang hat Druck und wird auch nach längerem Hören nie nervig. Und das ist doch das Wichtigste bei einem Mobilhörer.

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