Testbericht

Verstärker Roksan Kandy K 2 (Amp)

6.2.2009 von Redaktion connect und Johannes Maier

Der Verstärker Roksan K 2 (1000 Euro) lässt sich via "video" und "Bypass-In" auch in Surround-Anlagen integrieren.

ca. 1:25 Min
Testbericht
  1. Verstärker Roksan Kandy K 2 (Amp)
  2. Datenblatt
Verstärker Roksan Kandy K 2 (Amp)
Verstärker Roksan Kandy K 2 (Amp)
© Archiv

Bei seinem Kandy-Vollverstärker vermied Roksan ebenfalls Bauelemente-Überschwang. So setzt Moghaddam im Ausgang Feldeffekt-Transistoren ein, die vom Stromkanal isolierte Lenkelektroden besitzen und mit wenig Steuerleistung auskommen. Ergo übernehmen hier nicht Dutzende, sondern pro Kanal nur neun Transistoren die Antriebsarbeit, während die Eingangspufferung Allerwelts-ICs des Typs 5532 überlassen bleibt. Mit einem ähnlichen Chip arbeitet auch das Phonoteil, das - schon an der Aufbau-Schlichtheit erkennbar - jedoch nur als Notbehelf gelten darf.

Verstärker Roksan Kandy K 2 (Amp)
© Archiv

In neuzeitlichen Surroundings will sich der schicke Kandy-Amp aber nicht lumpen lassen. Deshalb bringt er schon einmal eine lernfähige Fernbedienung mit. Mit einem kleinen Schalter auf der Rückseite lässt sich darüber hinaus auch ein Endstufen-Direkteingang in Bereitschaft versetzen. Die Quellenwahl "Video" ruft dann anstelle eines normalen, lautstärkegeregelten Line-Ins die mit  "Bypass" beschrifteten Cinchbuchsen zum Signalempfang auf.

Dann darf es offenbar auch ordentlicher rummsen, denn  die von einem 500-Watt-Trafo-Kawentsmann ernährten acht End-Feldeffektler geben sicherlich mehr Power als das Transistor-Quartett des preisgünstigeren Marantz her.

Der Hörtest:

Geiz kannte der Roksan nur bei der LP-Wiedergabe. Da behielt er die Höhen für sich. Beim CD-Vorspiel rückte er sie dafür umso bereitwilliger wieder raus. So etwa bei "Besame Mucho" von stereoplays "Ultimate- Tunes"-SACD. Wunderbar, wie intensiv der Engländer das Vibraphon beschrieb, die hin- und herhuschenden Filzklöppel  und das auf- und abschwellende, glockig-dreidimensionale Zingern der Metallplatten. Knackig, auf den Punkt genau kamen die Bässe, die Stimme Linda Sharrocks folgte mit extra frischem Atem.

Da schien es ausgemacht, dass der Roksan selbst Naims Nait 5i (5/08) das Wasser reichen kann. Bei anderen Titeln setzte sich dieser zwar mit einer runderen und gelasseneren Spielweise wieder ab, es blieb aber dabei, dass sich der Roksan ebenfalls 45 Punkte und ein Highlight an den Stahlblech-Rock heften kann.

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© Archiv

stereoplay Meinung: Johannes Maier

Auch wenn er in der 1000-Euro-Klasse gegen starke Konkurrenz antreten muss, wird der erfrischende Kandy-Amp begeisterte Freunde finden. Dank lernfähiger Fernbedienung und Endstufeneingang eignet er sich besonders für die Surround-Ausbau-Option.

Roksan Kandy K2 (Amp)

Roksan Kandy K2 (Amp)
Hersteller Roksan
Preis 1000.00 €
Wertung 45.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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