Smartphone-Sicherheit

Dashlane

© Dashlane / Screenshot & Montage: connect

Links: Über die Seitenleiste hat man Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. Rechts: Mit Dashlane loggt man sich ebenfalls ganz einfach bei Apps ein.

Gegensatz zu den beiden vorherigen Diensten ist Dashlane in der Grundversion kostenfrei. Wer jedoch auf die Synchronisation zwischen verschiedenen Endgeräten Wert legt, muss auch hier zum teuren Abo greifen. Das Design der App überzeugt dafür mit einer modernen Aufmachung und einfacher Bedienung. 

Passwörter, Notizen oder unterschiedliche Zahlungsarten sind in Kategorien geordnet, einzelne Einträge lassen sich durch Farben weiter voneinander abgrenzen. Beim Anlegen eines Bankkontos sind uns jedoch einige Schwachpunkte aufgefallen: Das Formular sieht keine Möglichkeit vor, eine PIN oder anderweitige Notizen zu hinterlegen. Auch eigene Felder kann man bei Einträgen nicht hinzufügen, um dies auszugleichen.

Gut gefällt uns jedoch, dass die App davor warnt, sobald ein Passwort zwei Mal verwendet wird, und Alarm schlägt, wenn für eine Webseite Sicherheitsverletzungen bekannt wurden. Getrübt wird das Bild dadurch, dass Dashlane die E-Mail-Adresse unverschlüsselt an einen Avatar-Service übertrug. 

Auch die Android-ID wanderte im Test an den App-Anbieter – wenn auch verschlüsselt. Dies tut der Sicherheit zwar keinen Abbruch, aber für die Funktion notwendig ist es dennoch nicht und deshalb unverständlich.

Fazit

Dashlane bietet zwar ein ansprechendes Design und einfache Bedienung, ist jedoch für den gebotenen Funktionsumfang zu teuer. Ein No-Go ist das Weiterreichen der E-Mail-Adresse.

Dashlane: Datenblatt

  • Adresse: dashlane.com
  • Getestete Version: 5.17.1.3706
  • Preis: kostenlos / Premium - 3,33 Dollar pro Monat für einen Nutzer (bei jährlicher Zahlung)

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