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Testbericht Samsung Galaxy Note im Test

von
Samsung Galaxy Note
Labortest
76,8 %
Zuletzt aktualisiert: 30.09.2014
Samsung Galaxy Note
Smartphones
Pro
  • großer, brillanter Touchscreen
  • riesige Ausstattung
  • sehr gute Ausdauer
  • Stiftbedienung möglich
Contra
  • mit einer Hand nur schwer zu bedienen
Fazit

Mit einer exzellenten Vorstellung im Test überzeugt das Samsung Galaxy Note auf ganzer Linie.

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Beim Samsung Galaxy Note verschwimmt die Grenze zwischen Tablet und Smartphone. Ob das Mega-Telefon bei dieser Gratwanderung den Kopf oben behält, klärt der Testt.

Tablet oder Smartphone? Auf jeden Fall ein Superphone. Das Samsung Galaxy Note ist fast so groß wie eine Schokoladentafel und dabei rekordverdächtig ausgestattet. Zugegeben, es war keine Liebe auf den ersten Blick zwischen dem neuen Samsung-Topmodell und dem connect-Redakteur.

Die erste Begegnung auf der diesjährigen IFA in Berlin geriet eher frostig. Zu groß, zu unhandlich und vermutlich zu stromhungrig, um im harten Smartphone-Markt bestehen zu können, so die Vorurteile. Nun hat sich das Serienmodell des Galaxy Note zum Labortest in der Redaktion eingefunden – und die anfängliche Skepsis ist schnell einer gehörigen Portion Neugier gewichen, schließlich handelt es sich bei dem 699 Euro teuren Mix aus Tablet und Smartphone um ein ganz besonderes Stück Technik.

Große, aber edle Erscheinung

Die Verarbeitung ist ohne Fehl und Tadel, das Gehäuse zwar aus Kunststoff, macht aber mit seinem geriffelten und dadurch besonders griffigen Akkudeckel einiges her. Die schlanke Linie wird auch nicht von einer Ausbeulung unten auf der Rückseite gestört, wie sie beim Galaxy S I9000 und Galaxy S2 zu entdecken ist.

Beim Thema Handlichkeit gibt es jedoch kaum zwei Meinungen: Das Galaxy Note ist richtig groß, aber nicht voluminös. Es lässt sich von großen Patschern gerade noch einhändig per Daumen bedienen und passt sogar noch in die vordere Hosentasche einer Jeans – wobei man sich mit Handy an Bord besser nicht hinsetzen sollte …

Ein beeindruckendes Display

Hauptgrund für die üppigen Abmessungen ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine: der riesige, 5,3 Zoll große kapazitive Touchscreen mit HD-Super-AMOLED-Technik. Die Anzeige bietet nicht nur mit 800 x 1280 Pixeln die aktuell höchste Auflösung aller Smartphones, sondern sorgt bereits beim Erscheinen des Startscreens für heruntergeklappte Kinnladen.

Die technischen Eckdaten werden der Qualität dieses Displays kaum gerecht, denn eine solche Brillanz, Bildtiefe und Plastizität kam uns bisher noch nicht unter die Finger. Das bei AMOLED-Displays übliche Überzeichnen der Farben ist Geschichte, die Darstellung fasziniert durchgängig und kann über drei Bildschirmmodi vom Nutzer angepasst werden. Auch die Helligkeit von gemessenen 321 cd/m2 kann sich für ein AMOLED-Display wirklich sehen lassen.

Damit Filme im Freien besonders gut zur Geltung kommen, gibt es beim Videoplayer eine Option namens „Sichtbarkeit im Freien“, deren Name Programm ist.

Mit dem „S Pen“ zum Ziel

Mit dem Gigantendisplay kommt auch der gute alte Stylus – hier S(mart) Pen genannt – zu neuen Ehren. Die Bedienung klappt mit dem auf der Gehäuserückseite platzierten Stift überraschend gut. Erstaunlich, mit welcher Präzision und welchem Tempo sich damit im Alltag arbeiten lässt. So wächst einem der S Pen nach kurzer Zeit ans Herz. Zumal er mit Sonderfunktionen reüssieren kann: Wenn es beim Notieren von Informationen schnell gehen muss, genügt ein Druck auf die kleine Taste des Stifts sowie ein Doppelklick auf den Screen, und schon öffnet sich S Memo Lite, eine vereinfachte Version von S Memo, dem integrierten Schreib- und Malprogramm.

Neben dem Galaxy Note sieht das S2 wie ein Zwergenhandy aus
Neben dem Galaxy Note sieht das S2 wie ein Zwergenhandy aus ©

Als besonderen Leckerbissen gibt es auf dem Homescreen das Icon S Choice zu entdecken. Dahinter verbirgt sich ein Auszug aus dem Android Market mit spezifischen Apps, die kompatibel mit dem S Pen sind. Aktuell finden sich hier acht Programme, darunter das beliebte Evernote.

Wer mit dem S Pen arbeitet, wird sich zunächst da­rüber ärgern, dass die Zurücktaste unterhalb des Displays als Sensorfläche ausgeführt ist und nicht auf den Stift reagiert. Mit einem Trick klappt’s dann aber doch noch: Drückt man auf den kleinen Knopf unten am Stift und bewegt diesen von rechts nach links übers Display, kommt man aus jeder Anwendung einen Schritt zurück – das muss man wissen.

Gelungene Details an jeder Ecke

Den Vorteil des großen Displays spielt das Android-2.3.5-Modell bei der Darstellung des Kalenders aus. Hier lässt sich in Windeseile die Ansicht über Registerkarten anwählen – von Jahr bis zu Tag stehen etliche Optionen bereit. Auch der E-Mail-Client profitiert von den riesigen Abmessungen und zeigt, wie von Outlook gewohnt, Betreff und Inhalt der Nachricht gleichzeitig an. Eine wirklich gelungene Sache. Auch sonst geizt das Galaxy Note nicht mit eleganten Lösungen – etwa mit der gut funktionierenden Sprachsteuerung, einem bis ins Detail konfigurierbaren Energiemanagement oder diversen Bewegungssteuerungen.

Samsung Galaxy Note

Samsung Galaxy Note

Die Kalender-App von Samsung ist gut auf das große Display abgestimmt.

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Darüber hinaus gibt es neben dem Social Hub, Samsungs Sammelstelle für alle eingehenden Nachrichten, und dem Music Hub auch einen Readers Hub. Letzterer bietet Bücher, Zeitschriften und Tageszeitungen an, während man über den Music Hub Zugang zum Musicstore von 7digital hat.

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In Sachen Hardware sind die Zutaten nur vom Feinsten: Ein Dualcore-Prozessor mit 1,4 Gigahertz sichert die flüssige und verzögerungsfreie Bedienung, 11 Gigabyte Speicher stehen intern zur freien Verfügung, per Micro-SD-Karte kann man aufstocken. HSPA+, n-WLAN, WLAN Direct und die 8-Megapixel-Kamera, die auch Full-HD-Videos dreht, komplettieren das dicke Ausstattungspaket.

Famose Vorstellung im Labor

So weit, so gut. Doch kann ein Smartphone mit einem solch großen Display im Labor wirklich gut abschneiden? Wir hatten unsere Zweifel. Doch oh Wunder – am Ende kam es ganz anders: Mit seinem nominell 2500 mAh starken Akku schnitt das Mega-Smartphone nicht etwa nur ordentlich ab, sondern sorgte für zahlreiche neue Ausdauerrekorde. Dies beginnt bei der Standby-Zeit von 43 Tagen und setzt sich fort bei der typischen Ausdauer mit unglaublichen 9:38 Stunden.

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Nicht weniger beeindrucken die Ergebnisse für die Gesprächszeiten. Beispiel gefällig? 20 Stunden im D- und 27 Stunden im E-Netz sind ein neuer Massstab. Dies gilt auch für die knapp neun Stunden im UMTS-Betrieb. Solche Zahlen sorgen bei Testredakteuren und Smartphone-Fans für leuchtende Augen.

Doch nicht nur bei der Ausdauer setzt das Galaxy Note Maßstäbe, sondern auch beim Empfang. So bietet das XXL-Smartphone die aktuell besten Sende- und Empfangswerte beim Einsatz in UMTS-Netzen. Zu guter Letzt glänzt das Samsung auch noch mit hervor­ragenden, stets gut verständlicher Akustik beim Telefonieren. Wobei es sicher nicht jedermanns Sache sein dürfte, sich einen solchen Kaventsmann ans Ohr zu halten. Hier hilft einem ein Headset – ob drahtlos oder kabelgebunden – aus der Bredouille.

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Fazit: Smartphone für Individualisten

Mit dieser exzellenten Vorstellung überzeugt das Samsung Galaxy Note auf ganzer Linie. Die anfänglichen Bedenken konnte das Samsung locker beiseite wischen – und entgegen aller Erwartungen die gesamte Konkurrenz düpieren. Ob sein großes Format freilich vom Kunden angenommen wird, muss sich noch zeigen.

Den Titel „bestes Fulltouch-Smartphone“ darf sich das Galaxy Note jedenfalls ans Revers heften – und eine dicke Empfehlung von connect gleich dazu.

 
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Inhalt
  1. Samsung Galaxy Note im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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