Drohen Netzausfälle und Probleme?

Krisenanalyse: Daten

2.4.2020 von Bernd Theiss

ca. 1:35 Min
Ratgeber
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  1. Das deutsche Festnetz in der Corona-Krise - eine Analyse
  2. Krisenanalyse: Telefonie
  3. Krisenanalyse: Daten
  4. Krisenanalyse: Videostreaming und Internet-TV
  5. Fazit der Corona-Situation
Coronavirus Zafaco
Bei den meisten Anbietern bleibt die beim Surfen wichtige Zeit zur Ermittlung einer Internet-Adresse im Wesentlichen gleich. NetCologne und in geringerem Maße 1&1 haben sich seit Krisenbeginn sogar verbessert.
© zafaco / connect

Doch eine vielfach höhere Datenlast als Telefonie erzeugt die Internet-Nutzung in den Netzen. Auf die als kritisch erachtete http-Initialisierung – das ist der Aufbau einer neuen Verbindung zu einem Server – hat  die erhöhte Last durch die Krisen-Bedingungen keinen Einfluss, selbst wenn parallel schon Daten hochgeladen werden.

Zudem untersuchte zafaco die für das Surfen im Internet wichtige DNS-Auflösung – hier wird die Internet-Adresse (etwa www.connect.de) in eine IP-Adresse (62.146.14.117) gewandelt. Als Grundlage dienen je Stunde wechselnde 40 Internet-Seiten, die aus den nach dem sogenannten Alexa-Ranking bestimmten 1.000 beliebtesten Seiten in Deutschland stammen. Durch den stündlichen Wechsel stellt zafaco sicher, dass die Netze sich nicht auf wiederholte Suchanfragen durch Caching einstellen.

DNS-Auflösung bleibt stabil

Hier liefern alle Anbieter auch nach der Kontaktsperre sehr konstante Auflösungszeiten, NetCologne konnte sein Ergebnis sogar von im oberen Bereich liegenden rund 20 Millisekunden auf sehr gute Werte unter 10 Millisekunden senken.  Auch beim Download einer Testseite von einem gängigen Web-Hoster zeigte die Kontakt-Beschränkung keinen Einfluss auf die Performance.

Das gilt auch für viel genutzte Angebote wie Facebook und Google, die in der Krise genauso schnell erreichbar sind wie davor.

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Zwischenzeitliche Engpässe in Frankreich

Anders sah es bei einer Messung mit einem in Frankreich sitzenden Web-Hoster aus, bei dem seit Beginn der Krise sowohl die Antwortzeiten als auch die Schwankungsbreite derselben beim Aufruf über einige der untersuchten Anbieter in die Höhe schnellten.

Doch auch hier hat sich die Lage inzwischen wieder weitgehend normalisiert. Die betroffenen Provider sind dem erhöhten Bedarf wohl mit der Bereitstellung von mehr Kapazität oder einem verbesserten Routing der Verbindungswege begegnet.

Amazon ist sogar schneller

Eine große Überraschung bot amazon.de, das vor Beginn der Kontakt-Beschränkung bei allen Anbietern nach etwa 6,5 Sekunden auf dem Rechner bereit stand, seither aber nur noch zwischen 4 bis 5 Sekunden braucht, um Bestellungen entgegenzunehmen. Hier zeigt der Online-Händler, der gleichzeitig der wahrscheinlich größte Anbieter von Cloud-Diensten ist, dass er das Geschäft mit virtueller Server-Power beherrscht und auf die einmalige Chance, Umsatz zu machen, perfekt reagiert.

Weiterlesen: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf Videostreaming in Deutschland aus? Das betrachten wir auf der nächsten Seite.

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