Smartphone-Reparatur

Smartphone-Display: Reparatur-Methoden

Reparatur-Methode 1: Garantie in Anspruch nehmen

Der günstigste Weg, um an ein neues Smartphone-Display zu kommen, ist die Inanspruchnahme von Garantieleistungen. Wendet man sich damit an den Hersteller, bringt das aber normalweise nicht viel, weil ein Displayschaden oder ein Displaybruch üblicherweise von der Garantie ausgeschlossen sind. Beispielsweise heißt es auf der Support-Webseite von Apple ganz unmissverständlich: „Durch Unfallschäden verursachte Defekte sind nicht durch die eingeschränkte Apple-Garantie abgedeckt.“

Es gibt jedoch Ausnahmen, auf die auch das Wort eingeschränkte im obigen Zitat hindeutet. Genau am richtigen Ort ist man nämlich mit seiner Reparaturanfrage, wenn der Hersteller eine spezielle Garantie gegen Displayschaden gibt – meist nur gegen Aufpreis, versteht sich. Zum Beispiel deckt bei Apple der optionale Hardwareschutz AppleCare+ bis zu zwei Reparaturen ab, die durch unabsichtliche Beschädigung entstehen, worunter auch die klassischen Sturzschäden fallen. Zahlen muss man dennoch, aber deutlich weniger als ohne Zusatzversicherung. Für den Displaytausch im Rahmen von AppleCare+ sind vom iPhone 6s Plus bis zum iPhone X jeweils 29 Euro fällig. Ohne diese Versicherung sind rund 200 Euro fällig, beim iPhone X sogar 320 Euro.

Apple Preise Display-Austausch

© Apple

Ohne Display-Versicherung wird es teuer. Apple verlangt dann bis zu 320 Euro für die Reparatur.

Den Händler, der das Smartphone verkauft hat, kann man bei einem Displayschaden ebenfalls in die Pflicht nehmen. Zwar greift die 2-jährige Gewährleistungsfrist in der Regel nicht bei Fremd- und Eigenverschulden, sondern nur bei Produktionsfehlern. Ist das Gerät aber noch nicht älter als 6 Monate, haben Käufer gute Chancen auf Reparatur oder ein Ersatzgerät. Innerhalb dieses Zeitraums liegt die Beweispflicht beim Händler. Er muss nach gängiger Rechtsprechung nachweisen, dass das Gerät beim Kauf noch keinen Schaden aufwies, sondern dass dieser erst später durch den Käufer entstanden ist.

Reparatur-Methode 2: Instandsetzung durch Dienstleister

Ein Hersteller repariert das Smartphone entweder selbst oder verweist auf eine von ihm autorisierte Fachwerkstatt. Beispielsweise gibt es dann bei Samsung 1 Jahr Garantie auf das Ersatzdisplay. Anderswo sollte man es nicht versuchen, sagen die Hersteller und pochen einmal mehr auf ihre Garantiebedingungen. Wer sein Smartphone irgendwo, aber nicht in autorisierten Servicecentern auf Vordermann bringen lässt, verliert seine Garantieansprüche, sagt etwa Samsung. Anderer Meinung sind die Verbraucherzentralen. Sie argumentieren, dass die Garantie nur dann erlischt, wenn man selbst versucht hat, das Smartphone zu reparieren, und dadurch Schäden entstanden sind. Im Zweifelsfall müssen Smartphone-Besitzer es wohl auf einen Rechtsstreit ankommen lassen.

Handy reparieren lassen

© handyreparaturvergleich.de

Wo reparieren lassen? Auf Portalen wie handyreparaturvergleich.de findet man günstige Dienstleister.

Aufgrund der mitunter großen Preisunterschiede zwischen autorisierten Werkstätten und freien Dienstleistern – besonders bei Apple sind sie enorm – kann sich der Weg zum Handy-Reparaturshop trotzdem lohnen. Originalteile bekommt man dann aber eher selten. Bei iPhones ist das sogar garantiert, weil Apple keine Ersatzteile auf dem freien Markt verkauft. Bevor der unabhängige Dienstleister den Zuschlag bekommt, sollte er beantworten können, ob er hochwertige Ersatzteile verwendet, staubfrei arbeitet, die Kosten transparent veranschlagt und eine Garantie auf seine Reparaturkünste gibt. Eine gute Anlaufstelle für den Preisvergleich ist zum Beispiel www.handyreparaturvergleich.de. Je nach Smartphone liegen die Kosten für eine Displayreparatur etwa zwischen 60 und 300 Euro. Als Richtwert kann man ungefähr 150 Euro veranschlagen.

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