Testreform 2017

So testet connect Smartphone-Kameras

Wer keinen Zoom braucht, kann mit einem guten Smartphone viele Kompakt-Kameras in der Bildqualität distanzieren. Messungen im Testlab zeigen, wer die Optik im Griff hat.

Testlabor connect

© WEKA Media Publishing GmbH

Neben dem Auflösungsvermögen misst connect Bildrauschen, Farb-, und Helligkeitsabweichung und verschiedenste Arten von Störungen, die in einem digital aufgenommenen Bild vorkommen.

Viele Menschen beurteilen die Qualität einer Kamera anhand der in Megapixel gemessenen Auflösung. Doch wer Aufnahmen vergleicht, die von zwei unterschiedlichen Handys mit gleicher Auflösung stammen, merkt schnell, dass Megapixel nicht gleich Megapixel sind. Das für connect arbeitende Testlab hat investiert, um auch bei den besten Smartphone-Kameras Unterschieden in der Bildqualität auf den Grund gehen zu können.​

Ein Chart für alle Fälle

Den Grundstein des Kameratests bildet das renommierte TE42-v2-Testchart der Firma Image Engineering aus Frechen. Es enthält unter anderem Bereiche zur Bestimmung der Auflösung über Siemenssterne, über schräge Kanten und über Dead-Leaves-Felder. Letztere vermeiden gleichmäßige Strukturen und ermöglichen so Messungen auf Mustern, die echten Bildern stärker ähneln als Siemenssterne. Übertriebenes Entrauschen, fehlende Detailzeichnung, zu stark angehobene Kanten oder überzogene Kontraste lassen sich aus der Summe der Messwerte herauslesen.​

All diese Punkte werden von dem zur messtechnischen Bildanalyse eingesetzten iQ-Analyzer v6 (ebenfalls von Image Engineering) ebenso erkannt und vermessen wie viele andere Bildfehler. Erwähnenswert ist etwa die Analyse von Farbfehlern: Viele Kameras neigen besonders bei den Primärfarben zu deutlich satteren Tönen, als sie im Motiv wirklich vorkommen. Das wirkt auf den ersten Blick beeindruckend farbig, lässt aber Hauttöne auch schnell unnatürlich erscheinen.​

Für gute Bilder wichtig ist auch ein geringes Bildrauschen und eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung über die gesamte Fläche.​

Dunkelkammer

Um reproduzierbare Ergebnisse über einen weiten Einsatzbereich zu garantieren, steht der Kamera-Testplatz in einem verdunkelten Raum. Zwei 2000 Watt starke Fluter mit großen Diffusor-Schirmen sorgen für gleichmäßige, blendfreie Chart-Ausleuchtung.​

Mit variablen Lichtstärken und Farbtemperaturen simuliert das Testlab zudem diverse Aufnahmebedingungen wie Dämmerlicht, Tageslicht und Kunstlicht.​

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