Spam-Nachrichten

WhatsApp: Kettenbriefe erkennen und richtig reagieren

Manche Spam-Nachrichten machen auf WhatsApp immer wieder die Runde. Wir erklären, wie Sie Kettenbriefe in WhatsApp erkennen und was zu tun ist, wenn Sie einen erhalten haben. Außerdem stellen wir einige hartnäckige Exemplare vor, die immer wieder auftauchen.

Inhalt
  1. WhatsApp: Kettenbriefe erkennen und richtig reagieren
  2. WhatsApp: Diese Kettenbriefe sollten Sie kennen
Whatsapp - Warnung vor Abofallen

© Whatsapp / Montage: connect

Kettenbriefe auf WhatsApp nerven! Sie können aber auch richtig gefährlich werden.

Fast jeder hat vermutlich schon einmal einen Kettenbrief in WhatsApp erhalten. Dabei kann es sich einfach um nervige Spam-Nachrichten handeln. Doch im schlimmsten Fall können sie beim Empfänger sogar tatsächlichen Schaden anrichten. Denn neben harmlosen Sprüchen und gruseligen Scherzen kann sich auch eine Abofalle oder gar ein Trojaner dahinter verbergen.

Wir erklären, woran Sie Kettenbriefe erkennen und wie Sie am besten darauf reagieren.

So erkennen Sie einen Kettenbrief

Früher kamen Kettenbriefe per Post, heute werden sie eher digital verschickt, ob per E-Mail, über Facebook oder eben WhatsApp, wo sie ohne großen Aufwand geteilt werden können und sich somit rasend schnell weiter verbreiten. Damals wie heute ist genau das das Ziel: Ein Kettenbrief soll möglichst viele Empfänger erreichen.

Weitergeleitete Nachricht

Daher finden Sie in Kettenbriefen oft eine Formulierung, die darauf abzielt, dass Sie die Nachricht an möglichst viele Kontakte weiterschicken sollen. Neben einem plumpen „Schicke diese Nachricht an x Personen weiter“ kann die Anweisung etwa auch lauten, man solle seine Freunde und Bekannten vor einer Gefahr warnen. Teilweise sind diese Aufforderungen auch mit einer Drohung verknüpft: Wenn man die Nachricht nicht weiterleitet, soll etwas Schreckliches geschehen. Umgekehrt werden oft auch Belohnungen für das Verbreiten der Nachricht versprochen – die man natürlich nie erhält.

Seit dem Sommer 2018 ist es im Übrigen einfacher geworden, eine weitergeleitete Nachricht in WhatsApp zu erkennen. Seitdem werden diese nämlich speziell gekennzeichnet. WhatsApp will damit auch der Verbreitung von Spam und Kettenbriefen entgegenwirken.

whatsapp weitergeleitet hinweis

© Whatsapp / Tenor / Screenshot & Montage: PC Magazin

Der Hinweis "Weitergeleitet" kennzeichnet in Whatsapp nun Nachrichten, die über die "Weiterleiten"-Funktion verbreitet wurden.

Fehlerhafte Sprache

Ein Hinweis auf einen Kettenbrief kann auch die Sprache sein, die bei Spam-Nachrichten oftmals fehlerbehaftet ist. Gerade, wenn die Nachricht angeblich von WhatsApp selbst oder einer anderen großen Firma stammt, sollte man bei holprigen Formulierungen stutzig werden. Andersherum kann man sich natürlich nicht darauf verlassen, dass fehlerfreie Nachrichten automatisch kein Spam sind.

Verdächtige Links

Ganz genau hinsehen sollte man auch bei Links, die man über WhatsApp bekommt. Denn Spam-Nachrichten werden auch gerne für Phishing-Angriffe benutzt. Da Phishing-Webseiten oft die Webauftritte bekannter Firmen imitieren, soll auch die URL auf den ersten Blick authentisch wirken. Oft merkt man erst bei genauem Hinsehen, dass etwa ein Buchstabe durch ein ähnlich aussehendes Sonderzeichen ersetzt wurde oder sich hinter dem bekannten Namen doch noch eine andere Domain versteckt.

Auch hier bietet WhatsApp seit dem Sommer 2018 eine kleine Hilfestellung: Eine Anti-Spam-Funktion soll vor verdächtigen Links warnen, die beispielsweise ungewöhnliche Zeichen enthalten. 

Was tun, wenn man einen Kettenbrief erhält?

Wenn Sie einen Kettenbrief erhalten haben, sollten Sie die Nachricht einfach ignorieren und am besten direkt löschen. Auf keinen Fall sollten Sie den Kettenbrief weiterleiten und damit zu seiner Verbreitung beitragen. Auch wenn es sich nur um einen harmlosen Hoax handelt, würden Sie damit zumindest zur Verunsicherung weiterer Nutzer beitragen. Und dass die unkontrollierte Verbreitung von Falschmeldungen auch ernste Konsequenzen haben kann, zeigten einige Fälle in Indien, wo es sogar zu Todesfällen durch Lynchmobs gekommen war. Aufgrund dieser Entwicklung hat WhatsApp sogar die Weiterleitungsfunktion eingeschränkt.

Bekannter Absender

Wenn Sie den Absender der Nachricht kennen, sollten Sie ihn darauf hinweisen, dass es sich um einen Kettenbrief handelt. So können Sie auch dazu beitragen, dass künftig weniger Spam-Nachrichten verbreitet werden. Wenn die Nachricht zudem einen verdächtigen Link enthält, sollten Sie den Absender auch darauf hinweisen. Schließlich könnte er unwissentlich in eine Abofalle geraten oder Opfer von Phishing geworden sein.

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Unbekannter Absender

Sollten Sie den Absender der Nachricht nicht kennen, blockieren Sie den Kontakt am besten gleich. Zudem sollten Sie die Nachricht als Spam melden. Dann kann WhatsApp handeln und verhindern, dass über den Account weiterhin Spam verteilt wird. 

Links und Dateien

Zudem gilt natürlich, wie überall im Internet: Klicken Sie keine verdächtigen Links an und öffnen Sie keine unbekannten Dateien. Laden Sie außerdem keine Apps aus unbekannten Quellen auf Ihr Handy. Wenn Ihnen ein Bekannter einen Link schickt, fragen Sie lieber nach, ob er diesen tatsächlich bewusst verschickt hat (schließlich könnte auch sein Account gehackt worden sein) und was sich dahinter verbirgt. 

Lesetipp: Whatsapp-Update - aktuelle Änderungen und Neuerungen

Auf der nächsten Seite stellen wir Ihnen einige typische Kettenbriefe vor, denen man auf WhatsApp immer wieder begegnet.

WhatsApp-Tipps: Die Top 5 Regeln für den Messenger

Quelle: connect
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