Testbericht

Bedienung: teils komplex

Das N97 arbeitet auf der S60-Smartphone- Plattform, die seit der Version 5 auch Touchscreen-Modelle unterstützt. Das Gerät bietet einen selbst definierbaren Startbildschirm, auf dem sich Schnellstarter für wichtige Programme, die wichtigsten Kontakte, E-Mail-Postfächer sowie kleine Widgets etwa für den Facebook-Account oder die Fotodienste Flickr und Ovi Share einblenden lassen.

Fünf verschiedene Bereiche stehen hierfür auf der Front zur Verfügung. So lässt sich vieles auch ohne den Gang übers Hauptmenü aufrufen. Das wiederum hat Nokia kräftig aufgeräumt und mit farblich voneinander abgesetzten Icons versehen.

Durch die Aufräumarbeiten ist allerdings an anderer Stelle Chaos entstanden: Unter dem Menüpunkt "Programme" finden sich beim Testgerät 38 Einträge, ein wildes Sammelsurium von der Kamera über das Anrufprotokoll bis zu vorinstallierter Zusatzsoftware. Hier empfiehlt es sich, eigene Ordner anzulegen und die Dinge thematisch zu sortieren, wie wir das von S60-Geräten schon immer kennen.

Vieles ist doppelt gemoppelt

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die handytastatur erscheint, sobald im standy-modus die zifferntasten gedrückt werden

Generell erinnert vieles noch an ein klassisches Handymenü, die typischen langen Optionslisten sind allgegenwärtig. Dabei ist vieles doppelt gemoppelt: So lässt sich im Adressbuch ein Kontakt sowohl durch einen einfachen Klick auf den Namen als auch über das Optionsmenü öffnen. Hinzukommt, dass die S60-Plattform dem Nutzer eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten bietet, ob das Einstellungsmöglichkeiten sind oder Querverbindungen zu anderen Anwendungen.

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nokia hat ein buntes paket an widgets vorinstalliert

In der Summe macht das die Sache etwas komplex und verlangt dem Neulingen eine gewisse Eingewöhnung ab. Einschalten, Loslegen, Spaß haben - das funktioniert hier leider nicht. Doch wie gesagt: Wer sich auf das System einlässt, bekommt ein mächtiges Gerät an die Hand. Und gewöhnt sich dabei auch schnell daran, dass das N97 nicht immer sofort reagiert.

Insgesamt arbeitet es durchaus flott, doch bei einigen Operationen nimmt sich das Smartphone eine kleine Denkpause. Die Komplexität zeigt sich auch, sobald man die beiliegende DVD ins PC-Laufwerke legt. Dann stehen über zehn Programme und Komponenten zur Installation bereit.

Darunter finden sich neben der Ovi-Suite zum Datenabgleich mit dem PC durchaus praktische Dinge wie der Maploader, mit dem Kartenmaterial bequem über den Rechner aufs N97 übertragen werden kann. Im späteren Navigationseinsatz muss die Kartenanwendung dann nicht Kartendaten übers Mobilfunknetz laden. 

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