Car Connectivity im Test

So testen wir die smarten Fähigkeiten aktueller Fahrzeuge

Die Vernetzung im Fahrzeug hat sich in jüngster Vergangenheit rasant entwickelt. Dem tragen wir mit unserem Car-Connectivity-Test nun Rechnung. Wir erklären das Testverfahren von connect und P3.

Car Connectivity im Audi A6

© P3

Ein P3-Experte bei der Arbeit. Er testet die Connected-Car-Services

Es gibt wohl nur wenig Bereiche, die sich in jüngster Vergangenheit so rasant entwickelt haben wie die Vernetzung im Fahrzeug. Die Hersteller sind hier allerdings auch im Zugzwang – schließlich kennen die Fahrer aus dem häuslichen Umfeld viele Annehmlichkeiten wie eine natürliche Sprachbedienung dank Amazon Alexa, Apple Siri oder Google Assistant.

Auch das Smartphone mit all seinen Vorzügen ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. So haben Autokäufer heute eine ganz neue Erwartungshaltung an moderne Infotainmentsysteme im Fahrzeug. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, haben P3 und connect ein Testverfahren entwickelt, das Car-Connectivity-Lösungen bewertet.

Logo P3 & connect

© connect

connect und P3 haben ein Testverfahren für Car-Connectivity-Lösungen entwickelt.

Test in vier Kategorien

Der Test teilt sich in vier Kategorien auf: Während connect die Disziplinen „Infotainment“ (Benutzeroberfläche und Unterhaltung), „Navigation“ und „Connectivity“ untersucht, prüft P3 die „User Experience“, also das Nutzererlebnis.

connect testet die Autos mit bis zu drei Redakteuren über mehrere Tage hinweg unter Alltagsbedingungen. Beim Thema Infotainment spielen Anzahl der Displays, Größe und Auflösung sowie die Unterhaltungsausstattung eine wichtige Rolle. Auch fließt das User Interface in die Bepunktung mit ein.

Für eine positive Bewertung der Navigation muss nicht nur die Ausstattung und Darstellung des Systems auf höchstem Niveau liegen, sondern auch die Routenberechnung sowie die optische und akustische Zielführung für verschiedene Use Cases. Als Referenz auf den Testfahrten dienen die Routenberechnungen von Google Maps. Diese sind den connect-Redakteuren sehr vertraut und können zudem zuverlässig mit Stausituationen aufwarten.

Bei der Connectivity werden die zahlreichen Schnittstellen des Fahrzeugs, eine eventuell vorhandene Smartphone-App, aber auch Produktivitätsthemen wie die Verarbeitung von E-Mails sowie die Freisprecheinrichtung beurteilt. Letztere muss sich zudem in der Praxis bei mehreren Gesprächen beweisen.

Car Connectivity im BMW X5

© P3

Über die Fahrzeug-App lassen sich bei modernen Autos bequem Remote-Services ausführen und auch Informationen abrufen.

P3 untersucht die Connected-Car-Services (CCS) in einem Test mit vier Experten. Diese zeichnen sich durch mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Connected-Car-Services und User Experience aus.

Im ersten Teil des Modells führen die Experten vordefinierte Use Cases durch. Um für die Bewertung jedes Use Cases einen Referenzwert zu haben, identifizierten die Fachleute im Vorhinein Referenz-Systeme und bewerteten diese. Nach jedem Use Case beantwortet der Experte den After-Scenario-Questionnaire (ASQ).

Im zweiten Teil des Modells, dem objektbezogenen Test, bewertet der Experte die subjektiv wahrgenommene Usability und die Visualisierung der Connected Car App und des Fahrzeug HMIs anhand der Fragebogen UMUX (Usability Metrics for User Experience) und VisAWI-S (Visual Aesthetics of Websites Inventory). Nach der Erhebung werden die Daten in einer Experten-Fokusgruppe konsolidiert.

Alle drei Fragebögen werden anhand einer 7-stufigen Likert-Skala bewertet, woraus der Mittelwert aller Experten für jeden Use Case berechnet wird. Der Gesamt-UX Score wird aus den jeweiligen Mittelwerten des aufgabenbezogenen und des objektbezogenen Teils gebildet.

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