Drahtloser Lautsprecher

Devialet Silver Phantom im Test

1.1.1970 von Dirk Waasen

Der Silver Phantom von Devialet spielt in einer eigenen Liga - beim Klang und leider auch beim Preis. Wir haben den drahtlosen Lautsprecher getestet.

ca. 1:45 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Devialet Silver Phantom mit Fernbedienung
Kann ein Lautsprecher, der so eindeutig auf Design getrimmt ist, auch gut klingen? Er kann. Éstee Lauder? Nein, was aussieht wie ein Cremedöschen, ist in Wahrheit die 149 Euro teure Fernbedienung zum Phantom.
© Devialet Phantom

Pro

  • schickes, außergewöhnliches Design
  • hoher technischer Anspruch
  • hohe Flexibilität hinsichtlich möglicher Musikquellen und Einsatzbereich

Contra

  • eventuell gewöhnungsbedürftiges Design
  • hoher Preis

Sie haben eine Vorstellung davon, wie Lautsprecher aussehen? Vergessen Sie's. Sie haben eine Vorstellung davon, wie drahtlos angebundene Lautsprecher klingen? Vergessen Sie auch das. Sie haben eine Vorstellung davon, was mobile Lautsprecher kosten? Bitte auch vergessen.

Devialet definiert Lautsprecher neu

Der Grund: Mit dem 2000 Euro teuren Silver Phantom entwickelte der französische Hersteller Devialet einen Lautsprecher, der einfach anders ist als andere. Das betrifft zunächst das Design:

Von vorne betrachtet wirkt der Lautsprecher wie eine Bowlingkugel, aus der ein Schallwandler heraus nach vorne linst, der den Mittelhochtonbereich wiedergibt. Zwei weitere Tieftonwandler sitzen seitlich und spielen auf einem vergleichsweise winzigen Volumen. Alles, was davor passiert, erledigt eine Armada von Elektronik. Bis zu 3000 Watt Spitzenleistung lesen sich im Prospekt beeindruckend, dürften im normalen Wohnzimmer aber weder erreichbar noch gefordert noch vonnöten sein.

Apropos Wohnzimmer: Mit Unterstützung der als Dialog bezeichneten, 300 Euro teuren Netzwerkzentrale greift der über Bluetooth, WLAN oder klassisch per optischer Verbindung steuerbare Phantom nahezu alle relevanten Musikquellen ab: Smartphone, Tablet, PC, Apple Music, Webradio, Spotify, Deezer, TV, Airplay, Netflix, CD-Player, NAS - um nur die wichtigsten zu nennen. Aus zwei Silver Phantoms wird dann auch ein Stereopärchen, und wer zu viel Geld oder Zimmer hat, kann noch 22 weitere Phantoms beliebig im Herrschaftssitz verteilen und zusammenschalten. Dabei könnten auch noch Freunde dazustoßen, mit denen man über die Spark-App gemeinsam Playlisten erstellt.

Devialet Silver Phantom
Maße: 253 x 255 x 343 mm (B x H x T).
© Devialet Phantom

Klang vom Feinsten

Wenn dieser Teil erquicklicher Arbeit getan ist, kann's ans Hören gehen. Und da heißt es erst mal anschnallen. Wer hinter den Devialets böswillig pures Design vermutete, muss sich alsbald geschlagen geben: Von Bässen, die via DSP kontrolliert, gleichzeitig rund, warm und dennoch kontrolliert loslegen, als gäbe es kein Halten mehr. Was der Silver Phantom auf einer Grundfläche von 25 auf 35 Zentimetern bei nur 25 Zentimetern Höhe abfackelt, ist mehr als beeindruckend. Beeindruckend ja, überzogen nein.

Denn in Kombination mit dem sehr aufgeräumten Mitteltonbereich und pointierten Höhen bewegte sich der Devialet ganz klar von purer Beschallung in Richtung anspruchsvolles HiFi. Schon einer füllte den Raum dermaßen, dass wir all jene beneiden, die sich zwei leisten können. Mit seinem Stückpreis kann der Silver Phantom sicher keinen Preistipp holen. Sein Klang, sein Design und die Konsequenz in der Umsetzung heben ihn aber auf die Wunschliste aller, die außergewöhnliche Qualität zu honorieren wissen.

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