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Bluetooth-Lautsprecher

Dockin D Fine im Test

Der Dockin D Fine ist solide gebaut, aber fast zu schwer für den Outdoor-Einsatz. Wie klingt die robuste Bluetooth-Box im Test?

© Dockin

Dockin D Fine Bluetooth Lautsprecher

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EUR 94,95

Pro

  • umfangreich ausgestattet
  • solide verarbeitet
  • tiefer Bass

Contra

  • mit zunehmender Lautstärke immer unausgewogener

Fazit

AUDIO Klangurteil: 70 Punkte; Preis/Leistung: sehr gut
Gut

Gerade in führenden Online-Stores ist der dicke Brocken des Newcomers Dockin aus Berlin zum kleinen Preis ein Bestseller. Es darf auch bezweifelt werden, dass es für 140 Euro derzeit mehr Masse und mehr Ausstattungsumfang fürs Geld gibt. Auch bei den Treibern legen die jungen Berliner Bluetooth-Boxenbauer vor: Der Dockin D Fine besitzt pro Kanal zwei getrennte Hochtöner- und Tief-Mitteltöner. Damit verspricht er in Verbindung mit seinem 28,5 x 10 x 10,3 cm großen Gehäuse eine Menge Spaß am Bass.

Leider führt die Großzügigkeit mit den vielen Treibern zu Auslöschungen, außerdem zu einem stattlichen Gewicht. Der ohnehin sperrige Lautsprecher liegt schwer in der Tasche und lässt sich nicht mal so eben gemeinsam mit den benötigten Outdoor-Utensilien in den Rucksack stecken. 

Dabei kann er sogar Spritzwasser und Schmutz ab: Der Dockin erfüllt die IP55-Norm. Außerdem liegt ihm eine Transporttasche bei – besser gesagt ein Transport-Netz – und sein Akku reicht für bis zu 10 Stunden. Bei Bedarf dient er als Powerbank und kann das Handy über seinen USB-A-Anschluss mitversorgen. Zum Schutz gegen Dreck und Feuchtigkeit liegen sämtliche Anschlüsse unter einer Gummi-Abdeckung.

Doch eigentlich ist der Dockin D Fine auch vom Design eher ein zeitgemäßer Ersatz für die heimische Mini-Anlage. Dazu passt sein mitgeliefertes Netzteil, das ihn vom Dasein als Anhängsel eines Laptops zum Laden des mit 6600 mAh üppig großen Akkus befreit. Ein weiteres Detail ist das beigelegte, ziemlich hochwertige Miniklinkenkabel, mit dem sich analoge Quellen am AUX-Eingang andocken lassen.

Hörtest

Was den Bass betrifft, wurde der Dockin D Fine seiner stattlichen Erscheinung im Hörtest gerecht. Er klang richtig satt und servierte die volle Packung in den unteren Oktaven. Die Membranfläche verfehlte ihre Wirkung nicht, das machte mit elektronischer Musik schon etwas her. Allerdings ging Quantität vor Qualität. 

Der Bass schien ein Eigenleben zu führen, welches das Timing-Gefühl schmälerte. Und der Tiefton wirkte auch schon weit unterhalb der Maximallautstärke verschmiert und recht lahm. Obendrein fehlte den Stimmen einfach jener Schmelz, der sich inzwischen sogar mit winzigen Bluetooth-Boxen realisieren lässt. 

Wer den D Fine über die Lautstärke von Hintergrundmusik aufdrehte, sah sich darüber hinaus einem zunehmend strengeren Klangbild ausgesetzt. Für den Dockin D Fine sprechen neben dem günstigen Preis seine Verarbeitung, der üppige Materialeinsatz und das umfangreiche Zubehör.

Deutsche HiFi Tage 2017 - Die Bilanz

Quelle: WEKA Media Publishing GmbH
Veranstalter, Aussteller und Besucher ziehen Bilanz über die Deutschen HiFi Tage 2017.

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