Android-Tablet

Huawei Mediapad M5 (10 Zoll) im Test

Das Mediapad M5 gibt es gleich drei Mal. Vor uns liegt die Pro-Version mit 10 Zoll und Stylus. Das Android-Tablet schneidet im Test wegen eines schwächeren Displays nicht ganz so gut ab wie der 8-Zöller, den wir getestet haben.

Huawei Mediapad M5 im Test

© Huawei

Huawei Mediapad M5 im Test - Stylus inklusive

Pro

  • hochwertiges, gut verarbeitetes Tablet
  • robustes Aluminiumgehäuse
  • gute Performance
  • LTE
  • Telefonie + SMS
  • guter Klang über vier Lautsprecher
  • Finger-Scanner
  • gute Ausdauer

Contra

  • kein Anschluss für Klinkenstecker (Adapter zu USB-C liegt bei)
  • Display mit Schwächen

Fazit

connect Testurteil: gut (392 von 500 Punkten)
78,4%

Das Mediapad M5 in 8-Zoll, das mit Fingerprint-Sensor, 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, LTE sowie SMS- und Telefoniefunktion sehr gut ausgestattet ist, haben wir bereits getestet. Das Android-Tablet und seine zwei Geschwister in 10 Zoll, alle einheitlich im anthrazitfarbenen Aluminiumgehäuse, gleichen sich in vielen Punkten, selbst bei der Kamera (vorne 8, rückseitig 13 Megapixel) und Displayauflösung. 

Alle drei setzen einen hohen Standard. Zwar sinkt die Pixeldichte der größeren Widescreen-Displays von 359 auf 280 ppi; damit rangiert das M5 Pro aber immer noch vor Apples iPad und iPad Pro. Das größere Gehäuse nutzt Huawei für vier anstelle von zwei Harman-Kardon-Lautsprechern, die Stereotöne unabhängig von der Haltung des Tablets immer seitenkorrekt ausgeben. Das vorliegende Pro-Tablet besitzt zudem mit 64 GB doppelt so viel Datenspeicher.

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Stylus inklusive

In der Modellreihe ist das Mediapad M5 Pro das einzige, das mit einem aktiven Eingabestift bedient werden kann – und der ist im Lieferumfang bereits inbegriffen. Schon beim Auspacken fällt der hochwertige Stylus positiv auf; er wird über USB-C aufgeladen, also mit demselben Kabel wie das Tablet selbst. Der Anschluss liegt unauffällig unter einem Clip, der zum Laden zur Seite gedreht wird. In der Praxis erleichtert der Stylus nicht nur das Zeichnen: Tippt man auf ein beliebiges Textfeld, erscheint ein großes Fenster für handschriftliche Eingaben. Die werden umgehend in gedruckten Text konvertiert und in das Feld übernommen. Im Test klappte das sowohl in der Notizen-App als auch in den Apps des vorinstallierten WPS-Office gut.

Das Tablet bietet zunächst keinen App-Drawer. Huaweis Benutzeroberfläche EMUI, die wie Android in Version 8 installiert ist, bringt jedoch einen mit; bei Gefallen kann man ihn in den Einstellungen aktivieren. Auch eine Gamesuite ist an Bord, und die kann mehr als nur die Spiele an einem Ort zu versammeln – auf Wunsch werden eingehende Benachrichtigungen für die Dauer des Games unterdrückt und die Navigationsleiste deaktiviert. Zusätzlich kann man per Wahlschalter die Systemleistung vorübergehend erhöhen oder alternativ die Leistung bremsen, um den Akku zu schonen.

Jüngere Kinder bedient die App „Kids Korner“ mit kindgerechten Spielen und Kontrollfunktionen für die Eltern. Damit Eltern ihr Tablet unbesorgt aus der Hand geben können, lassen sich direkt in der App die Fingerabdrücke von einem oder mehreren Kindern registrieren; sobald ein Kind das Tablet entsperrt, landet es direkt in seiner eigenen virtuellen Spielecke.

Testsiegel connect gut

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel connect gut

Sensoren und Schalter 

Der Fingerprintscanner erkennt, wie von einigen Huawei-Smartphones gewohnt, auch Gesten für die Android-Navigation. Im Querformat sitzt er zusammen mit dem Ein/Aus-Schalter und der Lautstärkewippe seitlich, alle drei lassen sich von Daumen und Zeigefinger gut bedienen. Hält man das Tablet im Hochformat, finden sich die Elemente unten; das ist für den Scanner in Ordnung, für die Regulierung der Lautstärke unten ans Tablet greifen zu müssen, ist gewöhnungsbedürftig. An einer der Längsseiten besitzt das M5 Pro übrigens Connectoren für die Verbindung mit Huaweis Keyboard-Case, das es derzeit nur in Verbindung mit der Tablet-Flat bei 1&1 gibt. Die UVP für das Tablet inklusive fest zum Lieferumfang gehörendem Stylus liegt bei 549 Euro.

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