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Yamaha WXA-50: Einrichtung und Klang

Inhalt
  1. Yamaha WXA-50 im Test
  2. Yamaha WXA-50: Einrichtung und Klang

© Yamaha

Alles, was ein Verstärker braucht. Neben soliden Lautsprecherklemmen findet sich auf der Rückseite eine ganze Reihe von analogen und digitalen Anschlüssen. Sogar ein Subwoofer-Ausgang ist vorhanden. Die USB-A-Buchse wäre allerdings auf der Frontplatte besser aufgehoben, weil leichter erreichbar.

Auf der Frontplatte wird es trotz oder wegen bester Übersichtlichkeit etwas komplizierter. Die beiden Drucktasten für Quellenwahl und Play/Pause haben nämlich eine Doppelfunktion, die sich durch Drücken und Halten aktivieren und in Verbindung mit einem Smartphone nutzen lässt. Dort kann man dann die Einstellungen in den Menüs vornehmen: etwa um den WXA-50 mit einem WLAN zu verbinden. Diese zunächst mal etwas umständlichen Funktionen sind aber zum Glück nur am Anfang wichtig. Viele Einstellungen lassen sich sogar bequem im Webbrowser eines PC oder Mac erledigen.

Mit der Statusanzeige hat man dagegen immer zu kämpfen. Die kleine LED ändert ihre Farbe, je nachdem, welcher Eingang aktiv ist oder bei Fehlern blinkt. Da zu den anwählbaren Quellen auch USB-A für Menory-Sticks (leider auf der Rückseite), AirPlay oder Toslink gehören, kommt am Ende eine ganze Farbpalette zusammen, deren Bedeutung man lernen muss. Einziger Cheat ist der Blick auf die App. Da, wo es drauf ankommt, hat Yamaha nicht gespart. Statt auf den abnehmbaren Füßen, für die sogar Anti-Rutsch-Polster beiliegen, kann man den WXA-50 auch senkrecht auf den mitgelieferten Ständern aufstellen. Dank einer Remote-Buchse für Infrarot-Empfänger eignet sich der Allrounder für verdeckten Einbau, bei dem er auch mit seinem geringen Kühlluftbedarf punkten kann. Und wer den Winzling im Bass entlasten möchte,​ der findet einen Ausgang für aktive Subwoofer sowie einen Trigger-Ausgang.​

Klang nach Maß

Die Funktion „Adaptive EQ“, eine von der Lautstärke abhängige Loudness, berücksichtigt nach entsprechender Eingabe durch den Benutzer, ob es sich bei den angeschlossenen Lautsprechern um Kompakt-, Regal-, Standboxen- sowie Wand- und Deckeneinbau-Lautsprecher handelt. Damit kann man den Yamaha im Bass an die Lautsprecher anpassen. Dadurch sollen sich brummige Übertreibungen beim Aktivieren der Funktion in Grenzen halten. 

Im Hörtest musste sich der WXA-50 an einer ganzen Reihe von Boxen bewähren – etwa an der leistungshungrigen Standbox Nubert nuVero 110 oder der PMC Twenty.5 24. Dabei gelang es dem kleinen Japaner nicht nur, überraschend laut und klar zu spielen. Er erhielt auch den Charakter der angeschlossenen Lautsprecher so, wie man ihn von teuren HiFi-Amps kannte. Gerade im Bass gefielen seine Kontrolle und sein Differenzierungsvermögen. Auch in den Höhen ging der Yamaha beherzt zu Werke. Mit seinem schlanken Grundtonbereich schob er allerdings gerade Stimmen etwas nach hinten, was ihn trotz tollem Timing etwas distanziert wirken ließ. In der Summe ein tolles Paket fürs Geld.

MusicCast Controller App​

Die MusicCast Controller App ist übersichtlich und intuitiv, wenn man die Einrichtung hinter sich gebracht hat. Hier hapert es ein wenig am Dialog mit dem User: ein zentraler Punkt, bei dem sich Sonos einigen Vorsprung erarbeitet hat. Während der neue User bei Sonos das Gefühl hat, dass ihn die App bei der Hand nimmt, lässt einen die Yamaha App schon mal im Kreis rotieren, wenn man beispielsweise am WXA-50 bei der Einrichtung die falsche Taste drückt oder das WLAN auf der Rückseite deaktiviert ist, was der Amp der App nicht einmal über das LAN-Kabel gemeldet hat. 

Wem die Musikauswahl auf seinem DLNA-NAS nicht reicht, der kann über MusicCast auf Streaming-Dienste wie Spotify, Napster, Juke oder Qobuz zugreifen: ein Bereich, in dem im Vergleich zu Sonos oder Heos Luft nach oben ist. Eine Killer-App haben die Japaner allerdings mit Disklavier Enspire, den Streaming-fähigen Multiroom-Pianos, die mit MusicCast zusammenspielen.​

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