Vergleichstest

Huawei Freebuds 3

© Huawei

Huawei Freebuds 3 im Test

Pro

  • Kopfhörer sind kompakt und leicht
  • unter EMUI einfaches Pairing und Bedienung
  • gute Verarbeitung und Materialwahl
  • guter Klang

Contra

  • Akkulaufzeit nur befriedigend
  • ANC gibt Rätsel auf, in dieser Form verzichtbar
  • wenige Einstellungen
  • aufgrund der Bauform ist der Sitz im Ohr vergleichsweise locker

Fazit

connect-Urteil: befriedigend (350 von 500 Punkten)

Den Titel „Airpods für Android“ haben sich die Freebuds 3 redlich verdient. Vom kantigen Design einmal abgesehen, gibt es viele Parallelen: Auch Huawei setzt auf das „Einhängen“ am Ohr, Kopfhörer und Case sind aus glänzendem und extrahartem Kunststoff, der jedoch nicht nach IP-Norm wasserfest ist. 

Wie bei Apple genügt es, die Kopfhörer neben das Smartphone zuhalten, um beide zu pairen – mit der Einschränkung, dass es sich um ein Huawei-Phone mit EMUI 10 handeln muss. Die App mit dem sperrigen Namen „AI Life“ läuft dagegen auf jedem Android-Smartphone. Hier wird die Akkulaufzeit erfreulicherweise für jeden Ohrhörerseparat angezeigt, zudem kann man die Steuerung anpassen. Wie bei den Airpods lässt sich jeder Ohrhörer nur mit einer Funktion belegen, die per Doppeltipp ausgelöst wird.

Dass ANC bei einer offenen Bauform nur eingeschränkt funktionieren kann, erschließt sich selbst dem Laien schnell. Insofern überrascht die Entscheidung von Huawei, die Freebuds 3 entsprechend auszustatten. Auch die konkrete Umsetzung gibt Rätsel auf, denn eine nachvollziehbare Regulierung der Rauschunterdrückung (per App) gelang uns nicht. Außengeräusche werden zwar unterdrückt, aber selektiv und nach einem Prinzip, das wir nicht verstehen. 

Das spiegelt sich auch in den Messergebnissen wider, nach denen ANC praktisch keinen Effekt hat. Ärgerlich ist zudem, dass ANC in der Grundeinstellung immer ausgeschaltet ist. So muss man es jedesmal, wenn man die Hörer aus dem Case nimmt, aufs Neue aktivieren, entweder per Doppeltipp oder in der App. Letztere bietet weder einen Equalizer noch erweiterte Funktionen. Immerhin lässt sich die Trageerkennung ausschalten. Der Klang ist gut, erreicht aber nicht das Niveau der Airpods. Für die Akkulaufzeit gilt das gleiche, und das bedeutet, dass die Freebuds mit 4:15 Stunden zu den Schlusslichtern im Testfeld gehören. Insgesamt ein wenig überzeugendes Gesamtbild.

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