WLAN erweitern

Was steckt hinter Mesh-WLAN?

8.6.2018 von Hannes Rügheimer

ca. 2:00 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. WLAN-Repeater im Vergleich
  2. Asus RP-AC66 im Test
  3. AVM Fritz!WLAN Rep 1750E im Test
  4. Devolo WiFi Repeater ac im Test
  5. D-Link DAP-1620 AC1200 im Test
  6. Logilink WL0242 im Test
  7. Netgear AC1900 EX6400 im Test
  8. TP-Link AC1900 RE500 im Test
  9. Zyxel AC1300 WRE6606 im Test
  10. Was steckt hinter Mesh-WLAN?
Was steckt hinter Mesh-WLAN?
Clevere Satelliten: In WlANs mit Mesh-Funktion (hier von AVM) wird jedem Endgerät die stärkste WLAN-Basis zugewiesen.
© AVM

Wenn es um die WLAN-Versorgung großer Wohnungen oder Einfamilienhäuser geht, sollen „Mesh-WLAN“-Systeme mehr Leistung bringen. Was steckt dahinter?

So nützlich WLAN-Repeater sind, haben sie im Alltag doch auch Nachteile. Der größte: Solange ein WLAN-Endgerät überhaupt noch Kontakt zum Funknetz hat, sieht es keinen Grund, zu einer anderern WLAN-Basis zu wechseln – auch wenn es dort vielleicht ein viel besseres Signal und somit höhere Datenraten bekommen würde. Man spricht von „sticky Clients“ – WLAN-Clients, die an ihrer letzten Basis „kleben“. 

Sogenannte Mesh-WLAN-Systeme (engl. „mesh“ = Masche, Geflecht) unterscheiden sich von reinen Repeatern darin, dass mehrere Basisstationen beziehungsweise Satelliten sich untereinander abstimmen, welches Endgerät an welchem von ihnen angemeldet sein sollte. 

Entscheidungsgrundlage dafür ist dabei die Empfangsqualität jedes Clients. Mesh-Systeme lassen sich „hinter“ einem bereits vorhandenen Router betreiben – für vollen Funktionsumfang sollte man die Clients aber nur an den Mesh-Satelliten anmelden und nicht am Router direkt.

Drei oder zwei Funkmodule? 

Die auf dem Markt erhältlichen Mesh-Systeme unterscheiden sich vor allem darin, wie die Abstimmung zwischen den Stationen stattfindet. So setzen Systeme wie Netgear Orbi AC3000 (drei Stationen: 600 Euro) zu diesem Zweck auf einen dritten WLAN-Kanal neben den beiden für Dualband-WLAN üblichen Funkmodulen. Das optimiert die Datendurchsätze, macht solche Systeme aber auch vergleichsweise teuer. 

Um die Kosten etwas zu senken, nutzen einfachere Mesh-Systeme wie Engenius EMR 3000 (Dreier-Set: 300 Euro), Google WiFi (Dreier-Set: 380 Euro) oder TP-Link Deco M5 (Dreier-Set: 300 Euro) nur zwei WLAN-Module – auf den auch von Routern und Repeatern bekannten Frequenzen von 2,4 und 5 Gigahertz. Die Abstimmung zwischen den Stationen findet dann parallel zum Datenverkehr statt. 

Das kostet zwar etwas Datendurchsatz, aber wenn sich nicht ständig viele mobile Clients zwischen den Satelliten hin und her bewegen, sind diese Verwaltungsinformationen zu vernachlässigen. Bei den drei erwähnten Systemen handelt es sich um AC1200- oder AC1300-Lösungen – sie kombinieren 300 oder 400 Mbit/s im 2,4-GHz-Band mit maximal 867 Mbit/s im 5-GHz-Band.

Sonderfall AVM 

Eine Sonderstellung im WLAN-Mesh-Markt in Deutschland nimmt AVM ein. Der Berliner Anbieter ist ohnehin dafür bekannt, auch bereits ausgelieferte Produkte noch lange mit Software-Updates zu pflegen. Die Unterstützung für Mesh-Funktionen hat AVM deshalb sukzessive für seine Fritz!Boxen und die zugehörigen Fritz!WLAN-Repeater per Update nachgeliefert. Dies gilt beispielsweise auch für unseren Testkandidaten Fritz! WLAN Repeater 1750E. 

Voraussetzung ist allerdings, dass alle genutzten Repeater plus der Router von AVM kommen. Da die bereits länger angebotenen WLAN-Komponenten kein drittes WLAN-Modul besitzen, setzt auch AVM auf reinen Dualband-Betrieb. Je nach verwendeten Geräten kann der Gesamtdurchsatz dabei aber bis zu 1750 Mbit/s steigen (450 Mbit/s auf 2,4 GHz plus 1300 Gbit/s auf 5 GHz). Und: Den Mesh-Komfort gibt es bei AVM ohne weiteren Aufpreis.

Mehr lesen

Bestenliste

Top 10: Die besten Android-Smartphones 2020

Top 10 Smartphones - Bestenliste

Die besten Smartphones bis 300 Euro

Bestenliste

Top 10 - Die zehn besten Tablets im Test

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

WLAN-Steckdose

Alte Geräte ins Smart Home einbinden

Smarte Steckdosen mit WLAN oder Funk: 10 Produkt-Tipps

Mit einer smarten Steckdose können Sie auch nicht-smarte Geräte steuern. Wir verraten, worauf Sie beim Kauf achten müssen und geben Produkt-Tipps.

Philips Luftreiniger

SmartHome

Smarte Luftreiniger kaufen: 7 Empfehlungen von Philips,…

Luftreiniger filtern per App-Steuerung gezielt Schadstoffe und sorgen für Wohlbefinden und bessere Gesundheit. Wir liefern eine Kaufberatung und…

Eero-pro-6-3-Aufmacher

WLAN-Mesh-System für Gigabit-Anschlüsse

Amazon Eero Pro 6 im Test: Schnelles Wi-Fi 6 und Zigbee-Hub

Eero Pro 6 verspricht stabiles und schnelles Internet mit modernem Wi-Fi-6-Standard. Kann das 3er-Set mit großer Flächenabdeckung glänzen?

Smart Home: 8 Starterkits im Vergleich

HOME connect

Grundlagen der Heimvernetzung: Ethernet, WLAN & Co.

Meist entsteht das Heimnetz unbemerkt: Zwei, drei Geräte per Ethernet-Kabel an den Router gehängt, andere per WLAN angebunden – schon betreiben Sie…

eero-Pro-6E-Aufmacher

High-End-Triband-Mesh-Set

Eero Pro 6E im Test: Amazons Mesh-System jetzt mit Wi-Fi 6E

Der Eero Pro 6E funkt zusätzlich zu den üblichen WLAN-Frequenzen 2,4 und 5 GHz auch auf 6 GHz. Was bringt die Triband-Technologie in der Praxis?