Mobilfunk-Tarife

Netzbetreiber-Check: Angebote für Normalnutzer

Der Normalnutzer hat sein Smartphone zwar regelmäßig im Einsatz, schlägt aber beim Surfen nicht über die Stränge und schaut aber auch auf die Kosten.

​Der Appetit kommt mit dem Essen, das ist im Mobilfunk nicht anders. Wer die ersten Gehversuche im mobilen Internet hinter sich hat, greift immer häufiger zum Smartphone, ruft seine E-Mails regelmäßig ab, surft vermehrt im mobilen Web, liest die Tageszeitung digital in der Bahn und schaut unterwegs ab und an auch die Tagesschau.​

O2: Preis-Leistung stimmt

Das Mobiltelefon ist im Alltag integriert, womit die Datennutzung steigt. So hat Telefónica unlängst verkündet, dass ihre LTE-Kunden monatlich im Schnitt 2,8 GB verbrauchen – 56 Prozent mehr als noch vor Jahresfrist.​

Dem steigenden Datenhunger der deutschen Bevölkerung trägt der mit über 48 Millionen Kunden größte deutsche Mobilfunker Rechnung und stattet seine O2-Free-Bundles üppig aus: Im Tarif O2-Free M sind für knapp 30 Euro monatlich satte 10 GB mit bis zu 225 Mbit/s inklusive. Selbst wer die verbrät, kann bis Monatsende mit 1 Mbit/s weitersurfen. Weiteres Highlight: O2-Free-Kunden können den Tarif neuerdings mit bis zu zehn SIM-Karten ohne Aufpreis mit weiteren Geräten teilen. Woran’s hapert, ist die Netzabdeckung: Da hinken die Münchner der Konkurrenz nach wie vor hinterher.

Die Fusion der beiden Netze von E-Plus und O2 hat dem Netzbetreiber 40.000 Mobilfunkstandorte beschert. Damit verfügt Telefónica über die meisten Sendestationen, die seit zwei Jahren in äußerst aufwendiger Prozedur zusammengelegt werden. Die Netzintegration soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Zugleich sind die Bayern dabei, ihr Netz zu modernisieren und den LTE-Ausbau voranzutreiben. Das ist auch bitter nötig: Vor allem außerhalb von Ballungsgebieten leiden O2-Kunden unter schwächerem Empfang.

Vodafone siegt deutlich

Damit hat Vodafone nicht zu kämpfen, Netzausbau und -qualität haben laut dem letzten connect-Netztest​ einen Sprung nach vorne gemacht. Doch auch bei der Tarifpolitik sind die Düsseldorfer innovativ: So spicken sie ihr Red-M-Paket mit 11 Gigabyte und offerieren dem Normalnutzer das meiste Kontingent für einen bezahlbaren Preis. Die Telekom macht’s umgekehrt und bietet dem moderaten Surfer das kleinste Datenpaket zum höchsten monatlichen Durchschnittspreis.

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