Lichtsteuerung im Smart Home

Smartes Licht: WLAN-Systeme im Überblick

LIFX Mini LED

© Lifx

WiFi-Lampen wie die Lifx Mini benötigen keine extra Funkzentrale. Sie erhalten ihre Befehle vom Router.

WiFi­-Lampen funken mit derselben Technik wie das heimische WLAN. Deshalb ist keine extra Basisstation nötig. Die Leuchtmittel werden mit dem WLAN-Passwort direkt am Router angemeldet.

Damit ist auch ihr Einsatzgebiet umrissen: Um Befehle vom Smartphone empfangen zu können, müssen die Lampen in WLAN-Reichweite sein. Das verlangt in großen Wohnungen eventuell den Einsatz von Repeatern. Bei Dualband-­Routern, die auf 2,4 und 5 Gigahertz senden, empfiehlt es sich, verschiedene Namen für die beiden Frequenzbänder zu verwenden – damit die Lampen das richtige Netz finden. Wegen der größeren Reichweite arbeiten sie ausschließlich mit 2,4 GHz.

Steuergeräte wie Funktaster oder Bewegungsmelder sind in WiFi­-Systemen eher die Ausnahme. Von den Herstellern im Test bietet nur Wiz eine Fernbedienung an. 

Lifx

Die Geschichte der Lifx-­Lampe nahm 2012 als Kickstarter­-Projekt ihren Anfang. Inzwischen ist das Sortiment auf rund ein Dutzend Leuchtmittel angewachsen, darunter LED­-Paneele und Lichtstreifen.

Besonderheit: Die E27-­Lampen der Serie Lifx+ besitzen einen Infrarot-­Modus, der im Dunkeln unsichtbares Licht aussendet. Überwachungskameras können damit nachts besser sehen.

Fast alle Modelle sind kompatibel zu Apple HomeKit. So lässt sich die heimische Lichtsteuerung um Produkte ergänzen, die Lifx selbst nicht anbietet. Zum Verbinden mit HomeKit wird das Leuchtmittel auf Werkseinstellungen zurückgesetzt, was im Test einige Anläufe benötigte. Danach funktionierte alles problemlos. Die App bietet viele Funktionen, verlangt dafür aber etwas Einarbeitung vom Nutzer. 

WLAN Lifx

© Lifx

​connect@home Testurteil: sehr gut (433 von 500 Punkten)​

TP-Link Kasa

Zum Smart-­Home­-Sortiment von TP-­Link gehören auch vier WLAN-­Lampen. Sie unterscheiden sich außer im Preis durch ihre Helligeit und das Farbspektrum. Alle haben ein klassisches E27-­Gewinde, eignen sich also zum Nachrüsten vorhandener Leuchten – sofern der stattliche Lampenkorpus (7 x 14 cm) darin Platz findet.

Zur Steuerung dient die Smartphone-­App Kasa, mit der sich auch WLAN-­Steckdosen von TP-­Link schalten lassen. Installation und Bedienung gehen weitgehend reibungslos vonstatten. Für häufig benötigte Funktionen wie das zentrale Ein­ und Ausschalten mehrerer Lampen müssen aber erst eigene Szenen angelegt werden.

Die Lichtqualität ist gut, besonders beim Modell mit regelbarer Farbtemperatur. Die bunte RGB­Lampe driftet bei kaltweißer Einstellung ein wenig ins Violette ab.

WLAN TP Link

© TP Link

​connect@home Testurteil: gut (394 von 500 Punkten)​

Wiz

Dass WLAN-­Lampen nicht mehr kosten müssen als andere funkgesteuerte Leuchtmittel, zeigt Wiz mit seinem Sortiment. Es gibt Modelle für die gängigsten Fassungen und komplette Leuchten zum Aufhängen oder Hinstellen.

Für jede Lampe lassen sich in der App zwei Einstellungen definieren, die mit dem gewohnten Lichtschalter abrufbar sind: Normales Anknipsen aktiviert die erste, Ein­-Aus-­Ein schaltet auf die zweite Lichtstimmung um.

Außerdem bietet Wiz eine Infrarot-Fernbedienung an. Sie steuert Leuchtmittel, die der Nutzer direkt damit anvisiert – sofern kein Lampenschirm die Infrarotsignale blockt.

Die App bietet viele Funktionen, eine wichtige fehlt jedoch: Es gibt keine Möglichkeit, das Licht zentral ein­ oder auszuschalten. Szenen und Bedienelemente gelten immer nur für den gerade ausgewählten Raum.

WLAN Wiz

© Wiz

​connect@home Testurteil: sehr gut (422 von 500 Punkten)​

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