Smartphone

Archos 55 Diamond Selfie im Test

Mit tollem Look, großem und gutem Display sowie riesigem Speicherplatz ist das 55 Diamond Selfie eine spannende Alternative in seiner Preisklasse. Wir haben das 5,5-Zoll-Smartphone getestet.

Archos 55 Diamond Selfie

© Archos

Archos 55 Diamond Selfie

EUR 229,99

Pro

  • solide Verarbeitung
  • Gehäuse aus Metall und Glas
  • scharfes 5,5-Zoll-Display
  • gute Empfangswerte
  • 51 GB interner Speicher
  • Dual-SIM- oder Wechselspeicherslot

Contra

  • alte Android-Version
  • hohes Gewicht
  • zu leise Gesprächsakustik
  • Oberflächen anfällig für Fett
  • Kameras mit Schwächen

Fazit

connect-Urteil: befriedigend (363 von 500 Punkten)
72,6%

Wie Wiko kommt auch Archos aus Frankreich und hat neben Smartphones, Tablets und Drohnen mittlerweile auch E-Fahrzeuge mit zwei und drei Rädern im Portfolio. Zum Test hat Archos das aktuelle Phablet-Flaggschiff 55 Diamond Selfie geschickt. Wir sind gespannt, was der Preisbrecher für 250 Euro UVP auf dem Kasten hat. 

Edles Teil mit Mankos 

Rein äußerlich schon mal eine ganze Menge: So kommt das Archos mit einem Metallrahmen und kratzerhemmenden Glasoberflächen vorne und hinten. Das sieht schick aus, treibt zusammen mit dem Akku, der für eine ordentliche Laufzeit im Mischbetrieb von knapp sechs Stunden gut ist, aber auch das Gewicht auf 185 Gramm – da heißt es im Alltag gut zupacken.

Archos 55 Diamond Selfie

© Archos

Die Glasoberflächen des Archos suchen förmlich jeden Fingerabdruck. Hier steht Putzen auf der Tagesordnung.

Apropos Alltag, der besteht beim 55 Diamond Selfie leider aus vielen Putzaktionen, denn bei dem günstigen Preis hat es wohl nicht mehr für eine fettabweisende Beschichtung der Oberflächen gereicht. Der Tester hatte auf jeden Fall noch nie ein Mobiltelefon in der Hand, das so fleißig Fingerabdrücke gesammelt hat wie das 55 Diamond Selfie. Doch genug der Schelte, denn es gibt auch Erfreuliches beim Archos zu entdecken, etwa die 5,5 Zoll große IPS-Anzeige. Sie bietet eine Auflösung von 1080 x 1920 Pixeln und gibt die Inhalte scharf sowie Farben neutral wieder. Das sieht bei Fotos und Videos richtig gut aus, zumal auch die Strahlkraft mit 420 cd/m2 mehr als ordentlich ausfällt.

Bilder fängt ein 16-Megapixel-Sensor auf der Rückseite ein, Selfies schießt eine 8-Megapixel-Kamera auf der Front. Leider ist die Qualität hier wie da nur durchwachsen. Den Aufnahmen mangelt es an Details und auch das Grundrauschen ist sogar bei guten Lichtverhältnissen recht deutlich sichtbar. Der Rauschanteil steigt bei schlechten Lichtbedingungen dann noch einmal erheblich an. Dazu gesellt sich ein träger Autofokus, der Schnappschüsse zuverlässig verhindert. Fotofans kommen beim Wiko U Feel Prime​ und beim Huawei P8 Lite (2017)​ eher auf ihre Kosten.

Screenshot

© Weka/Archiv

Der gute Videoplayer „Archos Video Player“ ist beim 55 Diamond Selfie bereits vorinstalliert.

Speichermeister mit nativem Android 

In einer eigenen Liga spielt das 55 Diamond Selfie in seiner Preisklasse in Sachen Speicher, denn das Phablet bringt sagenhafte 64 Gigabyte mit, von denen für den Nutzer satte 51 GB für eigene Dateien zur freien Verfügung stehen, der Rest ist von Systemdateien belegt. Dank Hybridslot lässt sich die Kapazität mit einer Micro- SD-Karte sogar noch erweitern, wenn der Platz nicht bereits von einer zweiten SIM-Karte eingenommen wird. 

Auch die Performance stimmt, vertraut Archos doch auf die ordentliche Einsteigerplattform MSM8937 von Qualcomm, die in Verbindung mit 4 GB Arbeitsspeicher flott zu Werke geht. Im Test gab es nichts auszusetzen, auch nicht beim gut funktionierenden Fingerabdrucksensor, der von Archos ergonomisch griffgünstig auf der Rückseite platziert wurde. Softwareseitig gibt es dagegen nicht viel Eigenständiges zu entdecken, das 55 Diamond Selfie setzt auf ein natives Android 6.0.1 und lässt sich so problemlos bedienen. Lobenswert sind der vorinstallierte Dateibrowser und der hauseigene Videoplayer.

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