Testbericht

B&W CM5

Oft verwenden auch alte HiFi-Hasen noch die Bezeichnung "Regalboxen" - doch die Edel-Kompakten von heute passen klanglich zumeist gar nicht zwischen Bücher: Mit freier Aufstellung und einem stabilen Ständer klingt's um Welten besser. Die Zeiten, in denen Mini-Monitore nur Leisehörer und Bassverächter zufrieden stellten, sind lange vorbei - die CM 5 von B&W gibt sich dynamisch und erwachsen.

  1. B&W CM5
  2. Datenblatt
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© Archiv

Wenn es eine Lautsprecherreihe gibt, die die Highend-Welt nachhaltig verändert hat, dann die 800- bzw. Nautilus-Serie von Bowers_&_Wilkins. Deren heimlicher Star ist, auch aus Sicht der Redaktion, die Kompaktbox 805. Aufs schärfste gespannt waren deshalb nicht nur B_&_W-Fans, als der englische Vorzeigehersteller Ende letztes Jahres die neue CM 5 ankündigte, die zwar in die konventionelle Quaderform gewandet ist, von Konzept und Abstimmung her jedoch der Wunderbox so nahekommen soll wie keine andere. Wie die runder geformte Schwester ist sie auch ein klassisches Zweiwege-Konzept mit hoher Trennung (vier Kilohertz) und besonders flacher, zeitrichtiger Filterung.

Ein solches Konzept geht nur auf, wenn die Chassis Weltklasse sind - sonst drohen vor allem vom Hochtöner Verzerrungen. B_&_W nutzt hier die Nautilus-Technik der 800er-Serie und spendiert der hochwertigen Aluminium-Kalotte ein sich nach hinten verjüngendes Rohr-Gehäuse, das schädliche Resonanzen komplett eliminieren soll. Der 17er-Tiefmitteltöner hat einerseits eine sehr flexible, hubfreudige Sicke für dynamische Bässe, zum anderen eine gewobene Kevlar-Membran, um in den oberen Mitten möglichst gleichmäßig abstrahlen zu können.

Allen optischen Unterschieden zum Trotz waren die 805 und die CM 5 im Hörraum kaum auseinanderzuhalten. Ihre klanglichen Panoramen gerieten bei Holsts "Planeten" (Russell Davies, Chesky) derart weit, dass die in Tagträume versunkenen Redakteure spontan an eine Open-Air-Aufführung des Werkes dachten. Dieses kleine Wunder vollbrachte die Neue, ohne an der Klangfarbentreue oder der Deutlichkeit im Ausdruck zu sparen. Allenfalls einen Hauch mehr Auflösung und Glanz vermochte die 805 darzustellen, die CM 5 zauberte dafür bei Runrigs "A Dhinnse Na Firinn" ("In Concert", Zounds-Gold-CD) das dynamischere und im Bass konturiertere Klangbild.

Wer gerne lang entspannt hört und dennoch eine hochauflösende Box sucht, kommt in dieser Klasse an der CM 5 kaum vorbei: Bei ihrem seidigen Klangbild vergisst man glatt, wieviele Stunden man schon gehört und genossen hat.

B&W CM 5

HerstellerB&W
Preis1200.00 €
Wertung84.0 Punkte
Testverfahren1.0

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