Duales System

Matsunichi Dual SIM D620

Das D620 ist nicht gerade klein, aber das am besten bedienbare Handy im Test.

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Das Matsunichi D620 kann mit einem berührungsempfindlichen Display aufwarten. Von einem Touchscreen-Handy a la Apple iPhone ist der Chinese allerdings weit entfernt. Made in China sind praktisch alle Testkandidaten, doch dass von dort nur Plastikspielzeug kommt, gilt schon lange nicht mehr - schließlich wird auch das iPhone dort gebaut. Ganz so edel ist das D620 zwar nicht, doch die Verarbeitung ist dennoch sehr gut. Da wackelt nichts, da knarzt nichts, den Anschluss für Daten- und Ladekabel schützt eine bündig ins Gehäuse versenkte Abdeckung. Lediglich der Akkudeckel löst sich etwas zu leicht. Dank des großflächigen und brillanten Displays und der ebenfalls großen Tastatur geht die Bedienung sicher und einfach von der Hand. Das Menü, das auf horizontale Register mit je vier Einträgen verteilt ist, wirkt zunächst etwas ungewohnt, lässt sich aber schnell in den Griff bekommen. Nur selten finden sich unglücklich bezeichnete Menüeinträge. Leider fallen manche Schriften unnötig klein aus; auf der kräftig strahlenden Anzeige wäre meist Platz für größere Buchstaben.

Der Betrieb der beiden SIM-Karten funktioniert kinderleicht: Nach dem Einschalten fragt das D620 nacheinander die beiden PIN-Codes ab und bucht sich dann in beide Netze ein. Links oben im Display zeigen zwei Feldstärkeanzeigen, wie gut jeweils der Empfang ist. Wählt man eine Nummer, dient der linke Softkey als zweite Telefontaste für die zweite SIM-Karte. Das Telefonbuch greift gleichzeitig auf beide SIM-Karten zu und zeigt bei jedem Kontakt an, wo dieser gespeichert ist. Das interne Adressbuch speichert 300 Kontakte, die von Outlook importiert werden können. Entsprechende Software und ein Datenkabel liegen bei, auch ein Stereo-Headset wird mitgeliefert. Der Klang beim Telefonieren war in Ordnung, könnte aber etwas lauter sein. Den Touchscreen haben wir übrigens kaum verwendet, nur beim Schreiben von SMS kann es sich lohnen, den Stift zu zücken und die virtuelle Tastatur zu beackern, denn eine Eingabehilfe wie T9 fehlt hier.

Bezugsadresse

Matsunichi Europe mit Sitz in Hilden hat vom Mutterunternehmen in China außer dem D620 auch eine mobile Navigationslösung und einen digitalen Bilderrahmen im Programm. Das Dual-SIM-Handy wird dabei vom Electronic-Spezialisten Conrad für 299 Euro vertrieben: www.conrad.de. Auch Matsunichi lässt durchblicken, dass es in Sachen Dual-SIM nicht beim D620 bleiben soll.

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