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Over-Ear Kopfhörer: offen & geschlossen

Beyerdynamic T1 & T5 im Test

Die Tesla-Technologie von Beyerdynamic geht in Runde drei: Der offene T1 und der geschlossene T5 kommen in neuen Versionen. Wir testen sie beide.

© Beyerdynamic

Spielfreude trifft Tiefgang.

Pro

  • Kraftvoller, ausgewogener Klang mit Tiefgang, Feine Auflösung (T5)
  • hohe Impulstreue, spritziger Klang mit viel Spielfreude (T1)

Contra

Fazit

AUDIO Klangurteil: 93 Punkte (T5); 94 Punkte (T1); Preis/Leistung: überragend (T5 & T1); AUDIP-Klangtipp
Hervorragend

Mehr als ein Tesla magnetische Flussdichte – das war das Highlight der ersten Generation der T-Modelle, die Beyerdynamic 2009 einführte. Das ermöglichte kraftvolle Treiber mit bis dato nie gekannten Feinheiten in der Auflösung – eine Tradition, welche die zweite Generation 2015 fortsetzte.

Die dritte Generation kommt nun in behutsam angepasstem Design und mit tonal leicht geänderter Feinabstimmung. Die Heilbronner Ingenieure wollten den Charakter der besonders im Tonstudio beliebten Kopfhörer nicht wesentlich verändern. Auffallend sind die neuen

Kapselhalterungen aus fein gebürstetem, schwarz eloxiertem Aluminium. Sie bleiben nun massiv und verzichten auf gelaserte Intarsien und Ausschnitte. Beiden Modellen gemein ist auch der vollständig gepolsterte Kopfbügel aus Stahl.

Unterschiede finden sich hingegen im Bezug der mit Memory-Schaum gefüllten Ohrkissen. Während beim T1 weiches Velours zum Einsatz kommt, das sich im Test angnehm trug, sind die Polster des T5 mit glattem, proteinbeschichteten Kunstleder überzogen. Das soll den geschlossen Hörer akustisch noch besser nach außen hin abdichten.

Lesetipp: Beyerdynamic T1 im Test

Auch bei den Abdeckungen der Kapsel gibt es Unterschiede: Beim offenen T1 muss Luft hindurch, was ein präzises Lochmuster in der Abdeckung aus lackiertem Edelstahl gewährleistet. Beim geschlossenen T5 bestehen die Abdeckungen aus eloxiertem Aluminium.

Klangwelten vereint

Die T-Modelle tönten gut: sauber und neutral im Klangbild, feinste Klangverästelungen in der Auflösung. Man fühlte sich in den Tontechniker hineinversetzt, wie er die klangliche Abstimmung der Songs vornimmt. Hier wurde nichts weggelassen, nichts verfärbt, nichts hinzugefügt.

Die Spielfreude des T1 paarte sich mit einer Prise seidiger Brillanz in den unteren Höhen, eine Offenbarung für Rock und Pop. Dem T5 lagen Jazz und Klassik eine winzige Spur mehr.

Fazit

Das ist wirklich eine schwere Entscheidung. Im Test hinterließen beide Versionen in mir einen bleibenden Eindruck, wobei mir Spritzigkeit und Spielfreude des T1 besonders gut gefielen. Andererseits mochte ich den erdigen Tiefbass des T5. Na gut, eigentlich will ich beide – wenn doch der Geldbeutel mitspielen würde!

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