Testbericht

Blackberry Bold 9790 im Test

13.4.2012 von Bernd Theiss und Michael Peuckert

Seit dem Vorgänger 9780 hat sich bei RIM viel getan. Kann der Blackberry Bold 9790 Fortschritt in Punkte umsetzen? Unser Test gibt die Antwort.

ca. 2:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Blackberry Bold 9790 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Blackberry Bold 9790
Blackberry Bold 9790
© Hersteller

Pro

  • stabiles Gehäuse
  • erfreulich handlich

Contra

  • nur 5-MP-Kamera

Wo sich der Blackberry Bold 9790 im Produktportfolio von RIM einordnet, haben erfahrene Finger sehr schnell erkundet. Das Gehäuse ist stabil ausgeführt und an der Front ums Display in glänzendem, an der Tastatur in mattem Kunststoff gehalten. Seitlich wird das Ganze von einem verchromten Rahmen eingefasst, der oben breiter wird und auf der Rückseite verläuft. Letztere besteht hauptsächlich aus der Abdeckung des Akkufachs, die mit ihrer dünnsamtig wirkenden Oberfläche sehr angenehm in der Hand liegt. Das wirkt hochwertig, doch der deutlich kostspieligere und in dieser Beziehung hochgelobte Bold 9900 hebt sich vom  ohne Vertrag um die 380 Euro teuren Bold 9790 noch einmal spürbar ab.

Kompatibilitätstest
Im Kompatibilitätstest der vorläufigen HTML5-Spezifikation schneidet der Blackberry-Browser recht gut ab. Das spricht für Zukunftssicherheit.
© connect

Kompakte Bauform

Auch in der Größe reiht er sich zwischen 9900 und dem günstigeren Curve 9360 ein. Dabei ist er mit 105 Gramm Gewicht erfreulich handlich. Das Keyboard ist naturgemäß weniger üppig ausgefallen wie beim großen Bold, bietet dank ergonomischer Ausformung der hochwertigen Tasten aber fast den gleichen Schreibkomfort. Menschen, die in Textform etwas zu sagen haben, sind hier richtig - unabhängig davon, ob der Kommunikationskanal klassisches E-Mail, SMS, Facebook, Twitter oder ein Messagingdienst ist.

RIM: Alle Blackberry-Tests im Überblick

Doch bei der Bedienung ist die Tastatur nur ein wichtiger Baustein, erhöhte Bedeutung kommt auch dem Display zu. Das ist im Vergleich zu aktuellen, reinen Touchscreen-Geräten mit 480 x 360 Pixeln eher mager aufgelöst, was aber zur begrenzten Größe von 2,4 Zoll passt. Berührungsempfindlich ist auch der Bildschirm des 9790, doch Nutzer mit normalen Fingern dürften bei der begrenzten Fläche froh sein, dass es unterhalb des Bildschirms noch ein Touchpad zur sehr feinfühligen Navigation gibt. Hier manifestiert sich wie im etwas komplizierter als üblichen User Interface die Blackberry-Philosophie, dem Nutzer in der Bedienung viele Optionen anzubieten. Das kann für Einsteiger verwirrend sein, mit der Erfahrung steigt der Vorteil der Freiheit.

Bildergalerie

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Viel Ausstattung packt RIM in das Gehäuse des kleinen Bold. So ist der verfügbare Speicher gegenüber dem Vorgänger von 230 MB auf 6 Gigabyte angewachen. Ein Micro-SD-Slot sorgt für weitere Ausbaumöglichkeit. Natürlich unterstützt der Bold 9790 unterhalb von LTE alle wesentlichen Funkstandards. Dem subjektiven Geschwindigkeitseindruck kommt entgegen, dass die Datenübertragung in für das Gerät optimierter Komprimierung erfolgt. Die mit LED-Fotolicht ausgestattete 5-MP-Kamera schießt anständige Bilder.

Fazit: Vorgänger deutlich distanziert

Auch bei den Messwerten kann der Bold strahlen. Nur in der Ausdauer war sein Vorgänger besser, gut ist er aber auch so. Unterm Strich kann der RIM Blackberry Bold 9790 seinen Vorgänger deutlich distanzieren, dem großen Bold 9900 kommt er im Endurteil sehr nahe.

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