Kabelloser Lautsprecher

Libratone Zipp im Test

1.1.1970 von Christian Möller

Mit dem drahtlosen Lautsprecher Zipp will sich Libratone vom Einheitsbrei abheben – optisch mit sieben Farben und technisch mit einem cleveren Multiroom-Konzept.

ca. 2:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Libratone ZIPP
Die Stoffhüllen der Libratone Zipp sind austauschbar, kosten 30 Euro und sind in sieben Farben erhältlich.
© Libratone

Pro

  • simple Einrichtung via Smartphone-App
  • viele Anschlussmöglichkeiten
  • knackiger Bass

Contra

  • einige Stofffarben nur als Zusatzoption erhältlich

Fazit

Audio-Klangurteil: 72 Punkte; Preis/Leistung: sehr gut

Das gab fragende Gesichter, als der Libratone Zipp in der Redaktion ankam. Thermoskanne? Regenschirm? Getränkekühler? Fläschchenwärmer? Dass es sich beim kreisrunden Zipp um einen Wireless-Speaker handelt, erkennt mancher erst auf den zweiten Blick, nämlich dann, wenn er das Anschlussterminal auf der "Rückseite" entdeckt. Und dann der Reißverschluss: Er reizt spontan dazu, ihn aufmachen und nachzusehen, was denn darunter zum Vorschein kommt. Ganz so einfach ist dies aber nicht, denn die Befestigung der durchaus praktischen Halteschlaufe steht einer vollständigen Entkleidung zunächst einmal im Wege. Erst mit einem Trick (drücken und drehen gleichzeitg) gelang es uns, den bunten Strumpf komplett abzustreifen. Darunter kommt eine stabile Kunststoffstruktur zum Vorschein, die fünf Chassis (zwei davon passiv) beherbergt.

Und damit sind wir schon beim wichtigsten Unterscheidungsmerkmal des Zipp zu anderen drahtlosen Lautsprechern: Es ist weitgehend egal, wie und wo der Zylinder im Raum steht, der Klang bleibt rundherum gleich. Und der Sound war im Test ordentlich. Die Bässe brachte der Zipp mit einem knackigen Druck, den man von so einem kompakten Lautsprecher erst einmal nicht erwartet hätte. Die Mitten blieben stets präsent, manchmal etwas zurückhaltend, während er die hohen Frequenzen nicht so mochte. Sie wirkten verhangen und wenig nuanciert.

Doch für den wahren HiFi-Genuss ist der Zipp sowieso nicht gedacht, er soll unterhalten, Spaß machen und nebenbei zu Hause oder im Büro Dienst tun oder zu einer spontanen Party einladen. Und all das tut er ohne jeden Zweifel.

Partylautstärke liefert er auf jeden Fall, zur Not auch ohne Steckdose, dafür sorgt der eingebaute Akku. Interessant ist die Touch-Bedienung an der Oberseite: Der kreisrunde Sensor reagiert auf Tippen und Streichen. Will man etwa die Lautstärke regeln, steicht man in Kreisbewegungen über die Fläche. Sämtliche Möglichkeiten der Zipp erreicht man mit der Touch-Fläche allerdings nicht, dazu braucht man dann die App.

Richtig spannend wird es, wenn man gleich mehrere der bunten Zipp-Zylinder zusammenschaltet. Dazu sollte man jedoch vorher auf jeden Fall die App (für iOS oder Android) installieren. Zwar lassen sich die Lautsprecher auch ohne Smartphone koppeln, aber das gelang uns im Test erst nach mehreren Versuchen. Mit der App ist es hingegen ein Kinderspiel. Wichtig ist es, die Lautsprecher im selben WLAN zu betreiben wie das Smartphone.

In der App richtet man sogenannte Soundspaces ein, wobei es sich im Normalfall um die Räume des Hauses handelt. Alle Zipps innerhalb eines Soundspaces spielen dann parallel die Musik von derselben Quelle und lassen sich gemeinsam über die App steuern. Es gibt auch die Option, zwei Geräte zu einem echten Stereopaar zu verbinden. Diese Konfiguration ist allerdings sehr tief in der App versteckt.

Praktisch: Ins WLAN eingebunden, streamt die Box auch Internetradio oder Spotify. Das programmiert man über die App und kann fortan das Smartphone ausgeschaltet lassen, denn dann reichen die Touch-Bedienelemente, um sich durch die Stationen zu zappen.

Fazit

Das hat richtig Spaß gemacht! Zusammen mit der Smartphone-App wird der Libratone Zipp zur kräftig aufspielenden Partymaschine, bei der man sich nicht mehr groß darum kümmen muss, wo genau man sie hinstellt. Über die Optik lässt sich streiten, aber ich finde die Idee mit den farbigen Stoffhüllen klasse. Unter den sieben schicken Farben sollte man schon mal fündig werden. Ohne App gelingt die Bedienung jedoch nicht sonderlich intuitiv, besonders wenn es in die Tiefen der Konfiguration geht.

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