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Ultra-HD-Beamer

Sony VPL-XW5100ES im Test: Beamen für Erwachsene

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Sony Professional ist einer der ganz wenigen Hersteller, die erstklassige, native Ultra-HD-Beamer für das Heimkino anbieten. Der BRAVIA Projektor 7 gilt als Einstieg in eine ganz neue Spitzenklasse. Hier unser Test.

Autor: Roland Seibt • 13.1.2026 • ca. 4:55 Min

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Januar 2026
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Sony VPL-XW5100ES im Test: Beamen für Erwachsene
Sony VPL-XW5100ES im Test: Beamen für Erwachsene
© Sony
Frag’ die KI

Das Mantra des Sony-Konzerns lautet: „From Lens to Livingroom“. Es betont, dass von professionellen Filmkameras und Filmstudios über Masteringmonitore bis hin zu Kinoprojektoren, TV-Geräten und Beamern die ganze Kette des Entertainments zum Portfolio gehört.Nicht zu vergessen die PlayStation,...

Pro

  • messerscharfes natives UHD
  • hochwertige Bildverarbeitung
  • sattes Schwarz dank 3-SXRD
  • Gaming mit 120 fps
  • HDR mit enormem Kontrast
  • exzellentes Farbsetup in SDR

Contra

  • hoher Preis
  • Gehäuse wirkt nicht sonderlich edel
  • kein 3D
  • HDR nur verhalten farbenfroh

Fazit

Leider werden native UHD-Beamer eher teurer als günstiger. Sony hat hier kaum Konkurrenz und setzt sich nun noch mit echten 120 Hz ab. Wer sein Heimkino ernstnimmt, erhält mit dem VPL-XW5100ES ein Top-Gerät, dessen Qualität in dieser Preisklasse ungeschlagen ist. connect-Urteil: sehr gut (554 von 650 Punkten)

Das Mantra des Sony-Konzerns lautet: „From Lens to Livingroom“. Es betont, dass von professionellen Filmkameras und Filmstudios über Masteringmonitore bis hin zu Kinoprojektoren, TV-Geräten und Beamern die ganze Kette des Entertainments zum Portfolio gehört.

Nicht zu vergessen die PlayStation, mit der sich Sony eine neue Generation kaufkräftiger Qualitätsliebhaber heranzog. Und für die ist der neue Projektor VPL- XW5100ES ein echter Leckerbissen. Mit Verbesserungen bei der HDR-Filmwiedergabe und einer Sonderstellung als nativer UHD-Beamer mit 120 fps Bildrate empfiehlt er sich nicht nur für Kinofans, sondern auch für besonders ambitionierte Gamer.

Sony VPL-XW5100ES im Test:
(links) Die beiden Räder für den optischen Lensshift sitzen unter einem magnetisch befestigten Deckel. (rechts) Zoom- und Fokus-Einstellungen nimmt man an klassischen manuellen Stellringen vor. Besonders der Fokusring arbeitet äußerst präzise und feinfühlig.
© Sony / Montage: connect

Damit schließt Sony eine Lücke in seinem Beamerangebot. Das günstigste Modell VPL-XW 5000ES (hier unser Test) hatten wir vor drei Jahren getestet und euphorisch als Innovation bewertet. Sein Preis sank inzwischen von 6000 auf 5000 Euro, und dennoch wirkt unser VPLXW5100ES mit 7000 Euro neben seinen großen Brüdern VPL-XW6100ES (16 000 Euro) und VPL-XW8100ES (26 000 Euro) (hier von uns vorgestellt) fast preiswert.

Alle Geräte haben nämlich drei derselben 0,61-Zoll-SXRD-Panels, um ein pixelgenaues Ultra-HD-Bild auf die Leinwand zu zaubern. Die teureren Modelle bringen als Bonus ein motorisiertes, in den Ecken schärferes „ACF“-Objektiv mit größerem Zoomfaktor und etwas mehr Lichtleistung mit. Der gehörige Aufpreis wirkt wie absoluter Heimkino-Luxus.

Sony VPL-XW5100ES im Test: Screenshot Bildverarbeitung
Die Bildverarbeitung beinhaltet Besonderheiten wie „Realismus“ zur Schärfeverbesserung, Bewegungsglättung, De-Banding und Schwarzwertoptimierung.
© connect

Einzigartige Bildqualität

Dabei scheint der XW5100ES auf den ersten Blick nur ein kleines Upgrade des älteren Modells 5000 zu sein. Die Geräte sind sich zum Verwechseln ähnlich und sind nahezu identisch ausgestattet. Nur der Bildprozessor „XR for Projector“ ist neu, doch zeichnet er für die HDMI-2.1-Verarbeitung genauso verantwortlich wie für die intelligentere Anpassung von HDR-Quellen.

Laut Hersteller liefert das alte Modell mit dem blauen Laser als Lichtquelle in Kombination mit dem Z-Phosphor 2000 Lumen, der neue hellere 2200. Unser Labor bescheinigte dem „Kleinen“ aber schon damals eine höhere als die angegebene Performance, sodass die Modelle nun farbkalibriert ähnliche Brillanzen abgeben.

Tatsächlich ermittelten unsere Messungen kleine Vorteile in Sachen Kontrast (Schwarzwert) sowie HDR-Farbraum. Man kann also Sonys Weiterentwicklung von Plattform und Feintuning positiv anerkennen. Und auch die Rufnamen der Geräte hat Sony nun geändert; sie sollen an die hochwertigen Fernsehgeräte aus demselben Hause erinnern. Unser Testgerät heißt offiziell BRAVIA Projector 7, die großen Brüder haben die Nummern 8 und 9.

Sony VPL-XW5100ES im Test: Screenshot Einstellungen
In den Vorgaben „Referenz“ und „Benutzer“ waren sämtliche Einstellungen ab Werk erstklassig. Farbraum- oder Gammakorrektur waren nicht nötig.
© connect

Korrekt abgespeckt

Anders als die vielen smarten Kleinprojektoren, die wir in letzter Zeit testen durften, fühlen sich diese Geräte im ausgewachsenen Heimkino oder im geräumigen Wohnzimmer (es gibt auch eine weiße Variante) pudelwohl. Denn ihre Optik ist auf größere Distanzen abgestimmt, mit einem Projektionsverhältnis von bis zu 2,2.

Man platziert sie am besten hinter den Zuschauern an der Decke. Dort muss man einmal auf die Leiter steigen, um Zoom, Lensshift und Fokus manuell abzustimmen, wozu man bei der enormen Pixelschärfe am besten ein Fernglas nutzt. Gerade der Fokus arbeitet dabei äußerst präzise.

Beamer vs TV

Das 1,6-fach-Zoom unseres Testmusters bot wenig Widerstand, blieb dann jedoch sicher in der Zielposition. Beim weiträumigen Lensshift stellte sich ein großes Spiel der Regler ein, wir können jedoch nicht ausschließen, dass ein Vorbesitzer die Einstellungen überdreht hatte und dies somit nicht der Serienqualität entspricht. Insgesamt ist das Gerät schwer und stabil verarbeitet, die grob mattierte Kunststoffoberfläche behielt Fettfinger lange in Erinnerung.

Sony VPL-XW5100ES im Test: Anschlüsse
(links oben) Die beiden HDMIs vertragen die volle Bandbreite von 48 Gbit/s. So ist jetzt auch Gaming mit 120 fps möglich. Für Profis gibt es Steueroptionen via RS-232 und LAN. (rechts unten) Die dezenten Lüfter schaufeln viel Kühlluft durch die Schlitze hinten und vorn. Das Menü zeigt sogar ihre Temperatur an.
© Sony / Montage: connect

Außer den beiden HDMI-Eingängen, die jetzt die volle Bandbreite unterstützen – bei unserem Gaming-PC also 4K@120 fps RGB 12 Bit – gibt es für die Steuerung und die Einbindung in eine klassische Heimautomation noch Netzwerk und RS-232. Über eine 12-Volt-Klinkenbuchse lässt sich zum Beispiel ein Leinwandmotor bewegen. Eingebautes Smart-TV, Streaming, USB-Medienplayer oder Lautsprecher gibt es nicht. Hier bleibt Sony ganz professionell und konzentriert sich auf den Einsatz in einer reinen Heimkino-Umgebung.

Die Menüs der Bedienoberfläche sind wohlbekannt und sinnvoll sortiert. Die Fernbedienung hat eigentlich zu viele Sondertasten; damit lassen sich Details der Bildabstimmung direkt verändern. Das ist nur selten nötig, da der Benutzermodus exzellent voreingestellt ist – in HDR genauso wie in HDTV. Wir haben eigentlich fast nur Eingänge gewechselt und durch Menüs navigiert, wozu wir nie die Beleuchtung brauchten.

Sony VPL-XW5100ES im Test: Testbild
Anders als bei pixelshiftenden DLP- Geräten wird hier jedes Fitzelchen der UHD-Schärfe glasklar abgebildet. Nur bei Testbildern können sich Farbkanten an kritischen Strukturen bilden.
© connect

Dabei liefert der XW5100ES dank seiner hochwertigen Bildverarbeitung bei ordentlichen Videoquellen stets einen berauschenden Detailreichtum und spitzenmäßigen Kontrast – und kann überdies auch mäßige Signale aufhübschen. Das unterscheidet ihn von vielen anderen Geräten.

Der vermeintliche Auflösungsgewinn durch „Realismus“ ist deutlich sichtbar, Rauschen und Artefakte können gemindert werden. Was das Entfernen von Farbschlieren betrifft, war Sony ohnehin Vorreiter, und auch die Bewegungsglättung arbeitet ohne störende Risiken und Nebenwirkungen – obwohl sie nur drei Stufen hat.

Optimale Einstellungen: Sony VPL-XW5100ES

OPTIMALE EINSTELLUNGEN
BildmodusBenutzer
Laserlicht80, volle Dynamik
Kontrastmax
Helligkeit50
Schärfe0
Farbe50
Gammakorrekturaus
FarbtemperaturD65
Farbkorrekturaus
EMPFOHLENER SEHABSTANDDank 1,6-fachen langen Zooms und Lensshift fürs Heimkino ideal.
GAMINGIm Gegensatz zu den Vorgängermodellen unterstützt der XW5100 120 fps. ALLM aktiviert die schnelle Bildverarbeitung mit 25 ms Latenz. VRR oder weiterführende Gimmicks brauchen wir noch nicht zu erwarten.

Da wir Kinofans sind, gefällt uns „True Cinema“ am besten, denn hier wird Ruckeln nur minimal überblendet. Ansonsten ist wie bei „Aus“ echtes 24p-Kino ohne Pulldown geboten. Dessen konnten wir uns bei Beamern leider schon lange nicht mehr so richtig erfreuen.

Fast schlimmer noch, dass viele DLP-Projektoren auch unser 50-Hertz-Fernsehen ins 60p-Raster der Chips zwängen und damit Stottern hervorrufen. Bei Top-Geräten wie diesem Testkandidaten ist die Welt der Framerates jedoch in bester Ordnung. Und weil drei 4K-SXRD-Chips für die Grundfarben gleichzeitig ans Werk gehen, sind Regenbogen- oder Bewegungsartefakte kein Thema.

Nur wer wirklich ganz genau hinsieht, erkennt, dass gewisse Farbanteile zeitlich hintereinander produziert werden, wahrscheinlich um die Quantisierung zu maximieren und auf 10-Bit-HDR-Look zu trimmen. Eingeweihte können in bewegten Verläufen minimale Falschkonturen ausmachen. Das ist aber Meckern auf allerhöchstem Niveau.

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SonyVPL-XW5100ES
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Highlight
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Was die Farben und Helligkeitsverhältnisse betrifft, gibt sich Sony schön professionell: Locker über 2000 Lumen bei einem In-Bild-Kontrast von knapp 3000:1 (0,7 lm natives Schwarz) sind auf großer Leinwand eine Offenbarung. Die Lasersteuerung lässt dabei dunkle Szenen ohne sichtbares Pumpen fünfmal satter wirken.

Studiogerecht abgebildete Art und Sättigung aller Mischfarben sind für Sony in HDTV ein Kinderspiel. Für HDR wurde das Spektrum des (gelben) Z-Phosphors so gefiltert, dass 91 % DCI-Farbvolumen bei möglichst hoher Lichtausbeute bleiben. Das sind lediglich 68 % des theoretischen HDR-Farbraums, der aber lange noch nicht so bunt gemastert wird.

Gerade in HDR begeistern der satte Schwarzwert bei bester Durchzeichnung dunkler Inhalte sowie die saubere Abbildung von Spitzlichtern, die selbst bei Sonys Top-Geräten aus vergangener Zeit noch beschnitten wurden.

Fazit

Leider werden native UHD-Beamer eher teurer als günstiger. Sony hat hier kaum Konkurrenz und setzt sich nun noch mit echten 120 Hz ab. Wer sein Heimkino ernstnimmt, erhält mit dem VPL-XW5100ES ein Top-Gerät, dessen Qualität in dieser Preisklasse ungeschlagen ist.

connect Testlab

Aus dem Messlabor

Bildmessung HDTV Full-HD, BT.709, 8 Bit

Sony VPL-XW5100ES im Test: Aus dem Labor HDTV
Sony VPL-XW5100ES: Bildmessung HDTV Full-HD, BT.709, 8 Bit
© connect

Bei über 2000 Lumen und einem erstklassigen Kontrast liefert der Sony eine bilderbuchmäßige Farbmessung ab. Die Gammaerhöhung nahe Weiß verbessert dort sogar die Durchzeichnung ein wenig.

Bildmessung Ultra-HD, HDR BT.2100, 12 Bit

Sony VPL-XW5100ES im Test: Aus dem Labor HDR
Sony VPL-XW5100ES: Bildmessung Ultra-HD, HDR BT.2100, 12 Bit
© connect

Im Spektrum erkennt man die Bandsperre von Gelb, durch die der DCI-Farbraum akzeptable 91 % bei höchster Brillanz erreicht. Die „EOTF“-Gammakurve ist perfekt abgerundet.

* Wir nutzen im Labor die Farbmesssoftware Calman Ultimate von Portrait Displays, siehe www.portrait.com

Testergebnisse: Sony VPL-XW5100ES

Kategorie Punkte/Note
BILDQUALITÄT max. 435 392
SD / HDTV 75 71
UHD (HDR) 100 93
Kontrast 65 54
Schärfe 45 43
Geometrie / 3D 60 46
Farbdarstellung 45 42
Bildruhe 45 43
AUSSTATTUNG max. 100 71
Anschlüsse / HDMI 50 43
Projektionsoptik 20 13
sonstige Extras 30 15
BEDIENUNG max. 55 45
Einstellmöglichkeiten 27 23
Ergonomie 8 6
Bildsteuerung 6 6
Fernbedienung 14 10
VERARBEITUNG max. 60 46
Anmutung 20 16
Material 40 30
URTEIL max. 650554 sehr gut

Technische Details: Sony VPL-XW5100ES

Kategorie Wert
Daten und Messwerte
Hersteller Sony
Modell VPL-XW5100ES
Preis 7000 Euro
MESSWERTE
Abmessungen in cm (B × H × T) 46 × 20 × 48 cm
Gewicht 13 kg
Auflösung / Seitenverhältnis 3840 × 2160 / 16:9
Farbraumabdeckung HD / DCI / HDR 100 % / 91 % / 68 %
Kontrast ISO / in-Bild / dynamisch 358 / 2930 / 19.504
Schwarzwert / Weiß / Weiß-Eco0,1 / 2125 / 1423 lm
Gamma / Abweichung zur Idealkurve2,25 / 5 %
Farbtemp. kalibriert / Abweichung 6210 K / 1 %
Latenz Film-/Gamemodus 136/25 ms
Abstand pro Meter Bildbreite / Zoom1,35–2,17 m / 1,6
Verbrauch Film / Eco / Standby258 / 191 / 0,21 W
ANSCHLÜSSE
HDMI / Komponente / VGA 2 / 0 / 0
USB / Netzwerk für Updates / 1
BesonderheitenTrigger, RS232, IR-in
AUSSTATTUNG
Bildtechnik3-SXRD, 1-Laser
Smart-TV -
HDRPQ, HLG
3D / Brillen dabei / 2D → 3D - / - / -
Bewegungsglättung / 24 p / 50 Hz + / + / +
Framerate FHD / WQHD / UHD 120 / - / 120
HDMI max.Gb/s / VRR / CEC 48 / - / +
Einstellung Farbsättigung / Tint + / +
Einstellung Schärfe / Gamma + / +
Farbtemperaturvorwahl +
RGB-Offset / -Gain / Mehrpunkt + / + / -
Farbraumkorrektur +
Kontrast-/Schärfeautomatik +/+
Lampe regelbar / Irisblende + / -
Lensshift h. / v. / motorisiert ±25 % / ±71 % /-
Motorzoom / Motorfokus - / -
Fernbedienung beleuchtet
Zubehör Objektivkappe
BesonderheitenALLM, Konvergenzabgleich, Home-Automation-Client, IMAX Enhanced, Steuerung via IP
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